Das Neunte Haus – Leigh Bardugo

Ein neues Buch von Leigh Bardugo – düster, magisch und anders. Das Neunte Haus ist nichts für Zwischendurch.

Verhalte dich natürlich. Ja, verhalte dich natürlich. In einem Keller, der vor Sturmmagie knisterte, neben einem Portal, das wer weiß wohin führte, bei einem Mädchen, das Geister sehen konnte.

Inhalt:

Der Campus von Yale wird von acht Studenten-Verbindungen regiert und ihre Anhänger nehmen seit Generationen Einfluss auf die Gesellschaft, ihre Politik und ihre Wirtschaft. Das Neunte Haus ist als Überwacher der anderen aufgestellt, sie sorgen dafür, dass die Regeln befolgt werden. Jedem Haus gehörte eine ganz eigene Magie und jedes ist auf seine Art gefährlich.

Alex Stern wird vom Neunten Haus rekrutiert, denn sie hat die einzigartige Gabe, die Geister der Toten zu sehen und das, ohne Magie zu nutzen. Als es zum Mord an einer Studentin kommt, sind ihre Fähigkeiten gefragt, doch ihre Nachforschungen decken eine Verschwörung auf, die größer sind als alles, womit Alex es jemals zu tun hatte.

Meinung:

Wow, also als ich gesehen habe, das Stephen King auf dem Buch zitiert wird, war ich schon hin und weg. Aber ich bin nun mal ein riesiger Fan der Autorin und habe mich nicht aufhalten lassen.

Gemeinsam mit Alex springt man kopfüber in die Geschichte hinein. Ein Erzählstrang erklärt die Vergangenheit, der andere Strang spielt in der Gegenwart. Ich mochte Alex als Charakter sehr schnell, hatte aber mit dem Setting und den anderen Figuren meine Verständnisschwierigkeiten. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich die Welt des Buches verstanden hatte und so ganz sicher, ob ich alles richtig weiß, bin ich noch immer nicht. Gegen Mitte des Buches ungefähr wurde es dann wirklich rasant, vielleicht, weil ich dann genug verstanden hatte, um mich in dem Buch zurechtzufinden.

Alex wusste nicht genau, was sie vermisst, nur, dass sie Heimweh nach etwas hatte, vielleicht nach jemanden, der sie nie gewesen war.

Diese Geschichte ist definitiv brutaler, rauer und grober als die anderen Leigh Bardugo-Bücher und fällt eher unter die schwere Kost. Teilweise fand ich so manche Szene echt widerlich und musste das Buch zur Seite legen. Gleichzeitig gab es aber auch faszinierende Parts und ich habe doch immer wieder nach dem Buch gegriffen, weil ich wissen wollte, was mit Alex passiert. Ich mochte ihre Art, ihre zähe Natur, ihren Biss, ihren Sarkasmus und ihren Willen, das Gute zu tun. Besonders als Alex loszog, um einer ihrer Mitbewohnerinnen zu helfen, habe ich sie ins Herz geschlossen. Ihr Hintergrund ist krass, sie musste von Anfang an kämpfen und ich mochte, wie ihr Charakter aufgebaut wurde. Jetzt kommt sie an diese Uni und erhält eine zweite Chance, die sie auf jeden Fall nutzen will. Neben den Mordermittlungen gilt es auch den ganz normalen Alltag zu bewältigen und ich mochte das Gleichgewicht, das hier geschaffen wurde.

Ich will die Welt überleben, die immer wieder versucht mich zu zerstören.

Das Ende des Buches deutet einen zweiten Teil an. Grundsätzlich hätte ich absolut Lust, mehr über Alex zu lesen. Wenn es sich allerdings wirklich mit Höllen- und Jenseitsthematik befasst, werde ich die Geschichte nicht weiterverfolgen, weil das einfach keine Themen für mich sind.

Meiner Meinung nach hätte es in diesem Buch auf jeden Fall eine Trigger-Warnung gebraucht, weil es zwischendurch richtig heftig wurde und mir selbst auch an die Substanz ging. Wenn ihr also Probleme mit manchen Themen habt, bitte sprecht vorher mit jemandem, der das Buch gelesen hat! Ihr könnt auch gerne mir schreiben.

Urteil:

Ein ganz anderes Buch von Leigh Bardugo, düster, brutal und schwer zu verdauen, aber es hat mir nach einem zähen und verwirrenden Einstieg doch gut gefallen und ich fand die Protagonistin wahnsinnig faszinierend. Ich würde gerne mehr lesen, solange es nicht dämonisch wird.

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