Wir sind das Feuer von Sophie Bichon

„Und ich dachte mir, dass so ein Leben als Hobbit mir gefallen würde, mit Freunden wie Sam, Merry und Pippin und mindestens sechs Mahlzeiten am Tag.“

Seite 161

Inhalt:

Für viele ist das College ein Neubeginn – so auch für Lousia. Es gibt viele schreckliche Dinge, was sie hinter sich lassen will und fürs erste scheint das auch so funktionieren. Denn am College findet sie nicht nur Freunde, sondern trifft auch Paul, der vermeintliche Bad Boy, der in ihr längst vergessene Gefühle weckt. Und auch Paul fühlt sich zu Louisa hingezogen, aber ebenso wie sie hat er etwas, vor dem er davonläuft und dieses Geheimnis könnte sie beide zerstören …

„Würde ich an einer Krankheit leiden, dann hieße sie Philophobia. Die Angst, sich zu verlieben, die Angst, zu lieben. Ein schönes Wort, doch eines mit einer traurigen Bedeutung.“

Seite 266

Meinung

In den letzten zwei Tagen habe ich diesen Debüt Roman gelesen und sehr gemocht. Lousia, kurz Lou, trifft am College ein, lernt ihren Mitbewohner Adrian und dessen beste Freundin Trish kennen. Die zwei nehmen sie bereitwillig in die Gang auf, Trish verschafft Lou einen Job in demselben Café, wo auch sie arbeitet und dann ist da natürlich noch ein Kerl. Paul gehört ebenfalls zur Gang, ein Kerl, ein Ruf und die Funken sprühen schnell zwischen den Beiden. Doch dann ist da noch der Kodex zwischen Paul und Adrian, dass Mitbewohner tabu sind …

Denn Liebe bedeutet immer einen Teil von sich zu verschenken. Und ich war schon ein Puzzle ohne Teile.

Seite 93

Sophie Bichon hat ein super cooles College-Setting geschaffen, mit liebevollen Charakteren und genau dem richtigen Feeling. Es gibt die leicht bescheuerte beste Freundin, die vor Energie nur so sprudelt, den Mitbewohner für einen Serienmarathon, der dir Kaffee bringt, die leise Nerdigkeit, die immer mal wieder durchklingt und das große Geheimnis, das einen Schatten wirft. Beide Figuren haben sehr mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Ich fand es gut, das immer wieder ein bisschen verraten wurde und man nicht das ganze Buch lang auf diese Enthüllung hinfiebert, die dann komplett in einem Rutsch passiert. So gibt es eine angenehme Grundspannung, aber auch viel Platz zum Durchatmen und abschalten.

Mir hat „Wir sind das Feuer“ wirklich gut gefallen, auch wenn mir der Love Interest manchmal ein kleines bisschen zu cool und zu sehr von sich überzeugt war. Aber ich mochte Lou für ihren Namen und ihre Leidenschaft für Worte dafür umso mehr. Lou hat ein Buch, in dem sie ihre liebsten Worte sammelt, was einfach in meinen Augen ein wunderschönes Hobby ist! Dazu gibt es auch eine Gestaltung im Buch, die mir richtig gut gefallen hat.

„Man kann sich seine Familie nicht aussuchen. Aber man kann für das kämpfen, was einem am Herzen liegt.“

Seite 143

Das Ende war für mich persönlich sehr heftig, weil ich mit den Geschehnissen meine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen habe und ich muss sagen, dass es mich doch etwas aus der Bahn gebracht habt. Darum, wenn ihr etwas habt, was euch „triggert“, dann informiert euch gerne vorher bei Freunden, die das Buch kennen und mich könnt ihr auch gerne anschreiben. Jetzt heißt es warten, bis im Mai der zweite Band erscheint, der definitiv bei mir einziehen muss!

Aber letzte Nacht war ich mir auch sicher gewesen, dass ich endlich meine eigene Geschichte würde schreiben können, stattdessen fühlte ich mich jetzt wie der Cliffhanger einer Netflix-Serie.

Seite 73

Urteil:

Eine schöne Liebesgeschichte mit Nerdigkeit, College Feeling  und liebenswerten Figuren.

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