Elfenwinter von Bernhard Hennen

Der zweite Band der „Elfen“, endlich geht die Geschichte um das Fjordland und Albenmark weiter!

„Meine Männer sind ein wenig durch den Berg gelaufen. Man muss ja schließlich wissen, was man verteidigt.“, sagte er entschuldigend. „Und man muss wissen, wo die Weinvorräte lagern.“ „Ich sehe, wir sind verwandte Seelen.“

Seite 553

Inhalt:  

Das Fest der Lichter ist in Albenmark das wichtigste Ereignis für die Elfen. Hier versammeln sich ihre Fürsten, um Emerelle der Königin erneut die Treue zu schwören. Doch unter den Elfen herrscht keine Einheit mehr. Neid und Missgunst brodeln unter der Oberfläche. Und dann wird ein Mordanschlag auf Emerelle verübt, der die Elfen ins Chaos stürzt.

Alfadas lebt unter seinem Volk, ohne wirklich einer von ihnen zu sein. Jeden Tag kämpft er um Anerkennung und darum, sich als Mensch zu beweisen. Bis plötzlich sein alter Schwertmeister vor seiner Tür auftaucht und ihn erneut in die Geschicke der Elfen entführt.

Meinung:

Elfenwinter ist der zweite Roman der Reihe „Die Elfen“ von Bernhard Hennen und spielt nur wenige Jahre nach dem ersten Band. Alfadas hat jetzt eine Frau und Kinder. Er lebt in dem Dorf seines Vaters, das er als Jarl anführt. Man nennt ihn den „Elfenjarl“, sagt ihm magische Kräfte nach und behandelt ihn immer etwas anders. Alfadas macht dies zu schaffen, doch in seinem Innersten spürt er eine Sehnsucht nach dem Reich der Elfen, die ihn verwirrt.

Als Emerelle am Fest der Lichter angegriffen wird und aus Albenmark fliehen muss, entschließt sich ihr Schwertmeister Ollowain dafür, bei Alfadas Schutz zu suchen. Erneut wird ein Mensch in die Geschicke der Elfen mit hineingezogen, doch Alfadas weiß, dass dieser neue Gegner nicht vor der Menschenwelt halt machen wird. Er kämpft für das Volk der Elfen, aber auch um sein eigenes zu retten.

„Bis jetzt war es gut, einen Herzog zu haben, der seine Männer in den Schlachten beschützt hat, wo immer es ging. Jetzt brauchen Sie einen Mann, der sie gut zurück nach Hause bringt. Einen Mann, wie dich.“

Seite 671

Der Anfang des Buches war für mich recht zäh. Die Beschreibung des Festes und dann das Attentat, haben sich sehr in die Länge gezogen. Als Alfadas sein erstes Kapitel bekam, war ich jedoch sofort gefesselt. Er und Ollowain sind die Erzähler mit den meisten Kapiteln in dieser Geschichte, wobei mir Alfadas immer lieber war, weil es sich bei Ollowain öfter zieht. Trotzdem ist das Buch insgesamt sehr spannend. Man trifft auch tolle Charaktere, wie zum Beispiel die Zentauren oder die Elfen, die Ollowain begleiten oder auch den Mann mit der halben Nase, der an Alfadas Seite kämpft. Auch die Kinder von Alfadas mochte ich sehr gerne, sie haben der Geschichte etwas besonderes gegeben.

Sprachlich ist es gewohnt Bernhard Hennen, er hat es halt einfach drauf! Die Welt, die er hier erschafft, ist riesig, komplex und gut durchdacht. Es braucht eine Weile, aber dann findet man sich gut darin zu Recht und kann stundenlang zwischen den Seiten, dieses doch recht dicken Buches, verschwinden.

Wie man es von Hennen gewohnt ist, macht er jedoch mit den schweren Schicksalen keineswegs vor Lieblingscharakteren halt. Wenn euch das stört, ist dieser Autor eher nichts für euch. Allen Fans von klassischer, komplexer und guter High Fantasy, kann ich diese Reihe aber sehr empfehlen.

Mit seinem Haus war es wie mit ihm. Es lag am Rand des Dorfes, nicht in dessen Herz. So wie er geachtet wurde, aber nicht den Weg in die Herzen der Menschen fand. Er blieb der Fremde. – Alfadas Seite 77

Urteil:

Eine sehr gute Fortsetzung, mit tollen neuen Charakteren, viel Handlung und einer komplexen Welt. Allen Fans von klassischer, komplexer und guter High Fantasy kann ich diese Reihe sehr empfehlen.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Elfenwinter

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