Interview zu Café au Love: Ein Sommer in den Hamptons von Julia K. Stein

Ein Einblick in die Gedankenwelt der Autorin von „Café au Love“ ♥

War „Café au Love“ der Arbeitstitel für dein Projekt?

Nein. Mein Arbeitstitel war Hamptons für Anfänger. Das Café wurde beim Schreiben immer wichtiger und dann hatte meine Lektorin bei Ravensburger die Idee, das Café zentral in den Titel aufzunehmen, weil es so viel von der Atmosphäre wiedergab, die ich im Buch vermitteln wollte – neben dem Hamptons-Glamour natürlich. Mir war der Untertitel wichtig, aber die Idee mit dem Café au Love als Wortspiel von Café au Lait fand ich süß. Und als ich dann das Cover gesehen habe, war ich überzeugt. Wir hatten vorher besprochen, dass ich kein zuckriges rosa Cover wollte und ich finde, das Cover fängt die nostalgische Stimmung ein. Emma, die Hauptfigur, kehrt ja nach Jahren in die USA zurück und Personen wie ein alter Schwarm und Dinge aus der Vergangenheit tauchen wieder auf – wenn auch in neuem Licht. Das Lektorat hatte noch eine weitere coole Idee, die ich aufgenommen habe. Jetzt gibt es eine Wendung, die viele überrascht hat – und das ist immer besonders befriedigend. Die Zusammenarbeit mit dem Verlag an dem Buch war toll.


Dort gibt es auch eine Szene im Restaurant (:

Wie lange hast du daran geschrieben?

Ich wage es nicht zu sagen. Aber das Buch war ein einziger Stress. Die Idee hatte ich lange und es war das Buch mit dem ich zu Ravensburger gekommen bin, auch wenn wir dann zuerst ein anderes Buch gemacht haben, All I Want for Christmas. Das Projekt ist also bestimmt ein Jahr in mir gereift, eigentliche Schreibzeit war nur ungefähr drei Monate. Ich musste mein Manuskript recht roh abgeben, aber ich kann unter Druck gut arbeiten und habe dann wirklich ganz viel ins Polieren gesteckt und war am Schluss wirklich happy mit dem Ergebnis.


Schreiben im Starbucks in Long Island

Wer ist deine Lieblingsfigur aus dem Buch?

Ich bin ein Fan von Belle, die ziemlich stur und ruppig sein kann und eine (gelegentlich sehr muffige) Kollegin von Emma im Bitter End Café ist. Sie ist kein Hauptcharakter, aber es hat Spaß gemacht, sie zu schreiben. Leo und Emma mag ich natürlich sowieso.

Trinkst du denn selber auch gerne Kaffee?

Ich fürchte mein Kaffeekonsum ist gelegentlich, nunja, nennen wir ihn „intensiv“. Ich habe auch schon Espresso mit Kaffee getrunken wie Belle im Buch. Ich sag mal so: Ich habe definitiv schon Dinge wie „Ab wann ist Kaffee giftig“ gegoogelt.

Warst du schon mal an einem der Orte an denen die Geschichte spielt?

Oh ja! Weil ich das Buch zu spät abgegeben habe (räusper), habe ich einen Teil sogar auf Long Island in den Hamptons geschrieben. Zum ersten Mal war ich während meines Studiums in Connecticut dort und habe mich sofort in Montauk verliebt. Da war Montauk noch weniger hipp als heute, aber wilde Stellen gibt es immer noch genug. Im letzten Sommer war ich auch in Bridgehampton, wo das Haus von Emmas Vater ist und habe dann um fünf Uhr morgens, weil ich angekündigte hatte im Urlaub nicht so viel zu arbeiten, heimlich geschrieben. Ich schreibe gern morgens, aber das war schon etwas anstrengend.


Vor der Hamptons Library, die im Buch natürlich eine Szene bekommen hat (:

Hat eine der Figuren in der realen Welt ein Vorbild, vielleicht aus deiner Familie oder deinem Freundeskreis?

Ich glaube in diesem Buch tatsächlich nicht. Im Rückblick ist es wirklich schwer zu sagen, woher die Personen kommen, weil sie jetzt schon so präsent und lebendig sind. Asher, Emmas Schwarm aus der Highschool, wurde am ehesten von echten Personen inspiriert, die ich kenne. Ich kann jetzt aber wirklich keine Namen nennen …

Hast du selber schon mal in einem Café gejobbt oder hattest allgemein schon mal wie Emma einen Sommerjob?

Oh ja! Ich habe als Studentin einen Sommer lang in einem Restaurant auf der Insel Nantucket in einer Pizzeria gearbeitet. Ich wurde wahnsinnig schlecht bezahlt und habe einmal mit einer gerade angelernten Aushilfsköchin das ganze Restaurant geschmissen. Wir haben uns sehr laut zugerufen: „Weißt du, wie die der überbackene Lobster geht?“ „Hau einfach Käse drauf und in den Ofen.“ Bis eine Kellnerin in die Küche schoss und meinte, man würde im Restaurant jedes Wort verstehen. Wuuups. Letztlich fließen in meine Romane viele eigene Erlebnisse und Gedanken ein, ich habe schließlich viele Jahre in den USA verbracht, als ich so alt war wie meine Protagonisten, aber dennoch ist alles so anders, dass es nichts mit der Wahrheit zu tun hat. Sie sind also wahr und komplett erfunden gleichzeitig.

Na, seid ihr neugierig geworden? Es gibt einen Buchtrailer für diese Geschichte, schaut doch mal rein ♥

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