Die Sünden aus der Vergangenheit von Dani Pettrey

Die Sünden aus der Vergangenheit handelt von einer Leiche, einem Team, das nach Gerechtigkeit sucht und einem Mörder, der nicht gefunden werden will.

Die Sünden aus der Vergangenheit von Dani Pettrey

„Dieser Mann versucht unsere Leiche zu stehlen.“ „Also haben Sie beschlossen, ihn mit einem Mopp aufzuhalten?“

Seite 35

Inhalt:

Griffin McCray will seine Vergangenheit hinter sich lassen, denn sie birgt zu viel Schmerz. Er kündigt seinen Job als Scharfschütze und wird Park Ranger. Jetzt sind die historischen Schlachtfelder von Gettysburg sein Revier, eine ruhige Arbeit. Bis plötzlich eine Leiche auftaucht, die eindeutig kein Opfer der längst vergangenen Schlachten ist.

Dr. Finley Scott ist forensische Anthropologin und wird von Griffin als Unterstützung angefordert. Die Arbeit mit dem grummeligen Ranger ist gar nicht so leicht, doch Finley fühlt sich trotzdem zu ihm hingezogen und das zum ersten Mal seit sehr langer Zeit. Doch als die beiden immer mehr Details über die Leiche herausfinden, geraten sie plötzlich selber ins Fadenkreuz eines gefährlichen Schützen.

Meinung:

Vielen Dank an den francke Verlag und an Lovelybooks für dieses Leserunden-Exemplar. Ich kenne die Autorin schon durch ihre Alaska Reihe und war sehr gespannt. Das Cover ist eher düster und hat mich nicht so sehr angesprochen, ebenso wie der sehr harte Titel. Es waren tatsächlich Autorin und Verlag, die mich neugierig gemacht haben.

Die Autorin zögert nicht lange sondern stürzt den Leser gleich kopfüber in einen nächtlichen Wald und den Moment, wo Griffin die Leiche findet. Ihm ist schnell klar, dass das Opfer noch nicht so lange tot ist, wie es sich für eine Leiche aus dem Krieg gehört. Also ruft er Finnley, um sicher zu gehen. Schnell ist auch Parker Mitchell mit im Team, ein Gerichtsmediziner und alter Freund von Griffin. Als nächstes schaltet sich Declan Gray vom FBI ein. Die drei Männer sind eng miteinander verbunden, doch hat sie der Verlust von zwei geliebten Menschen auseinander gerissen. Gemeinsam arbeiten sie mit Finnley an dem Fall und stoßen schon bald auf brisante Informationen. Als dann Finnleys Wohnung plötzlich verwanzt und auf Declan und Griffin geschossen wird, ist klar, dass sie es hier mit einem sehr mächtigen Gegner zu tun haben.

Ich bin wirklich kein Fan von Krimis und Thrillern, aber an Büchern von Dany Pettrey oder auch Dee Henderson fasziniert mich einfach immer wieder das Setting und besonders die Personenkonstellationen. Jede Figur hat eine Geschichte in diesem Buch, für meinen Geschmack durchsetzt mit sehr viel Grausamkeit, aber vielleicht können die Figuren genau deshalb so gut miteinander umgehen. Ich liebe die Art, wie sie zusammenhalten, füreinander da sind und sich umeinander sorgen. Aber auch das Problem, dass die drei Männer mit sich herumtragen und der Konflikt, der hier aufkommt war sehr gut gemacht und spannend. Ich hoffe, dass hier in den Folgebüchern auf jeden Fall drauf eingegangen wird.

Die Sprache ist sehr einfach, nicht bildreich oder ausgeschmückt, sondern nüchtern. Nichtsdestotrotz vermittelt sie eine unheimliche Spannung, die sich durch das ganze Buch hindurch zieht. In der Szene, wo Finnleys Haus verwanzt wurde, hatte ich totale Gänsehaut! Hier und da hätte mir etwas mehr Ausschmücken gut gefallen. Ich muss sagen, dass ich anfangs von den Figuren verwirrt war, ich wusste nicht wer wer ist und wo jeder Einzelne einzuordnen ist. Einige Szenen hätten noch ein paar Sätze mehr vertragen können, sie wirkten abgehakt und ein bisschen hektisch. Zusätzlich versinkt mir Griffin zwischendurch zu sehr im Selbstmitleid und bei Finnley habe ich irgendwie nicht ganz verstanden wo sie jetzt eigentlich herkommt. Am Anfang wird ihre Mum erwähnt, aber dann gibt es irgendwie nichts mehr dazu. Aber der christliche Part gefällt mir gut, sehr sanft und natürlich durch diese kleinen inneren Gebete.

Die Auflösung der Geheimnisse ist schön verteilt, was wirklich gut war. Von Griffin erfährt man einiges recht schnell, so dass nicht am Ende plötzlich alles aufgeklärt wird, sondern schon im Laufe der Geschichte. Am Anfang wird nur aus der Sicht von Griffin und Finley erzählt, später kommen noch Perspektiven hinzu, die ich ehrlich gesagt überflüssig fand. Gleichzeitig führen sie aber (vermutlich) die Personen des Folgebandes ein, was ja auch eine gute Sache ist. Trotzdem hätte ich diese Perspektiven nicht gebraucht, gespannt war ich auch so schon.

Die Auflösung hat mich leider nicht ganz überzeugt. Die Idee hatte ja was, dass die quasi die ganze Zeit auf der falschen Fährte waren und so. Aber irgendwie hat es für mich nicht richtig gepasst.

Trotz der Kritik freue ich mich sehr auf den Folgeband und werde ihn auf jeden Fall lesen. Ich bin unheimlich gespannt, ob eine gewissen Person dort wieder auftauchen wird und was das Geheimnis einer gewissen anderen Person ist.

Urteil:

Eine spannende Geschichte, deren Handlung hier und da etwas ausführlicher hätte sein können und mit einem eher schwachen Ende, aber sehr tollen Charakteren, die Lust auf mehr machen. Von mir gibt es fette drei Sterne mit Leseempfehlung.

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