Lesemonat Februar 2019 | Steffi

Lesemonat Februar 2019 | Steffi

Schon wieder ist ein Monat rum und es ist Zeit für den Lesemonat Februar 2019 | Steffi

Immerhin habe ich 7 Bücher geschafft, bin meine Druckfahne zu meinem Secret Game gaaaanz ausführlich durchgegangen und daher sehr zufrieden mit dem Schnitt.

Hier meine Übersicht:

Talon 3 Drachennacht von Julie Kagawa
Talon 5: Drachenschicksal von Julie Kagawa

Talon Drachennacht und Drachenschicksal von Julie Kagawa schließen die Reihe mit einigen Wendungen wundervoll ab. Nicht zuletzt die Botschaft im Nachwort des finalen fünften Bandes enthält eine großartige Botschaft.

Die Welt der Drachen, ihre Feinde, der Orden – es gleicht einem Romeo & Julia mit Gestaltwandlern und doch zeigt sich insbesondere im Laufe dieser letzten Bände, wie viel Vorurteile wir anerzogen bekommen können, wie viel Angst man vor dem Unbekannten haben kann – allein hierfür lohnt sich die Reihe.

Lady Midnight Cassandra Clare

Cassandra Clares Lady Midnight stand seit Erscheinen auf dem SuB, weil ich irgendwie nie wirklich Lust drauf hatte. Daher habe ich zum Hörbuch gegriffen und spürte endlich wieder das Kribbeln der Welt der Schattenjäger.

Lady Midnight hat alles, was ein Buch braucht – leider wie immer bei Frau Clare ein wenig zu ausufernde Beschreibungen und etwas in die Länge gezogen, weshalb ich bestimmte Personen mindestens das erste drittel lang gerne geschüttelt hätte. Die verbotene Liebe zwischen Julien und Emma war aber so wunderschön, dass ich da gerne drüber hinweggesehen habe.

Parabatais dürfen sich nicht lieben – und doch tun es die beiden. Doch was wirklich dahintersteckt, die Gründe hierfür, gibt es erst gegen Ende des Buches. Dazwischen gibt es einen finsteren Bösewicht zu bekämpfen, der unentwegt mordet und es gibt (vorerst?) kleine Einblicke in die Feenwelt – Kieran und Marc waren wundervolle Nebenfiguren.

Lord of Shadows, der zweite Band der Reihe, liegt schon als Hörbuch bereit – aber aufgrund von zig Vorwarnungen bzgl. des Endes (und dem Erscheinen von Band 3 im Juni!) will ich lieber noch etwas warten.

Batman Nightwalker Marie Lu DTV

Batman: Nightwalker von Marie Lu konnte mich nicht ganz so begeistern wie die Vorgänger der DC Icons Reihe. Waren Wonderwoman und Catwoman nahezu von den ersten Seiten an fesselnd, so bot mir der 18-jährige Bruce Wayne nicht annähernd das Gefühl, mich in seine Geschichte zu ziehen.

Eine mysteriöse Gruppierung, die Nightwalker, treibt ihr Unwesen in Gotham City und töten gezielt reiche Menschen und vernichten anschließend deren ‚Vermächtnis‘. Bruce gerät durch Zufall mitten in einen solchen Anschlag und verfolgt den Täter – für diese Tat werden ihm Sozialstunden im Arkham Asylum aufgebrummt – wo er auf das mysteriöse Mädchen trifft, eine „Schwerverbrecherin“, die bisher keinen Ton von sich gegeben hat. Und Madeleine spricht mit ihm.

Marie Lu hat sich sehr viel Zeit gelassen, bis wirkliche Spannung aufkam. Als es dann aber soweit war, war das knapp 300 Seiten starke Buch schnell ausgelesen – Actionszenen und technischer Schnickschnack inbegriffen. Für mich dennoch der bisher schwächste Band der jungen Superhelden.

Das Mädchen aus Feuer und Sturm Renee Ahdieh

Mit dem Mädchen aus Feuer und Sturm hat es mir Renée Ahdieh nicht leicht gemacht. Das im Original oft als „Mulan“-Retelling bezeichnete Buch handelt von Mariko, die dem Sohn des Kaisers versprochen ist und auf dem Weg dorthin überfallen wird. Sie überlebt – und sucht nach den Attentätern und somit den Mördern ihrer Gefolgschaft. Während sie sich als Junge verkleidet in den Kreis der potentiellen Angreifer schleicht, sucht ihr Bruder mit allen Mitteln nach ihr.

Leider hat sich die Geschichte für mich wirklich ewig gezogen. Ich bin mit der asiatischen Kultur und all den Bezeichnungen nicht sehr vertraut (ständig im Glossar nachschlagen will ich aber auch nicht) und daher konnte ich mindestens einmal pro Seite nur raten, was genau das kursiv gedruckte Wort bedeutet. Doch nicht nur das. Auch die Entwicklung der Geschichte schreitet sehr langsam voran, es dauert, bis die Spannung endlich mal ansteigt. Als es dann soweit war, kamen ständig neue Spannungsspitzen und neue Wendepunkte und Ereignisse dazu – doch bis dieser Punkt erreicht war, hat es leider zu lange gedauert, um nicht nachzuwirken.

An ihre Vorgängerreihe „Zorn und Morgenröte“ kommt Renée Ahdieh mit „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ daher für mich nicht ansatzweise ran.

Zorngeboren Claire LeGrand

Ähnlich schwer ist mir der Einstieg in die Welt von Zorngeboren gefallen. Gleich zu Beginn empfehle ich hier jedem, das Buch mit genug Lesezeit für den Start zu beginnen, damit man sich mit den beiden über 1000 Jahre auseinanderliegenden Handlungssträngen vertraut gemacht hat.

Der Auftakt der Empirium-Trilogie handelt von zwei Protagonistinnen – Eliana und Rielle. Beide sind in ihrem Jahrtausend irgendwie anders, besonders. Während Rielle ihre Mutter bei einem versehentlich von ihr erschaffenen Feuer getötet hat und ihre Kräfte seither versteckt, ist Eliana eine Art Auftragskillerin – deren Wunden immer sehr schnell verheilen, was sie ebenfalls versteckt.

Natürlich möchte man von Beginn an wissen, wie die beiden – mit 1000 Jahren Abstand – zusammenhängen, im Laufe der Geschichte hatte ich einige Ideen diesbezüglich, während sich die Tiefe und die Zusammenhänge langsam, aber stetig vor mir entfalteten, die Bedrohung sowie eine Prophezeiung auf die Figuren einwirkt und der Leser so immer weiter ins Buch gesogen wird, bis ich es nach einem gewissen Punkt nicht mehr zur Seite legen konnte. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung, und ob diese noch immer in zwei Zeiten (der Welt vor und der nach den Engeln) spielen wird.

Highlight in Sachen Gestaltung sind die in der Buchmitte enthaltenen heraustrennbaren Figurenkärtchen. Sowas finde ich absolut genial!

Zorn der Engel Marah Woolf

Dank Marah durfte ich den zweiten Band ihrer Angelussaga vorablesen und war wieder begeistert. Der Auftakt hat doch eine ganze Weile lang in die dystopische Engelswelt eingeführt, während es hier gleich mehr zur Sache ging. Protagonistin Moon wird aus dem Kerker geholt und residiert nun während ihres Trainings im Dogenpalast im Trakt von Luzifer, dem sie schleichend näher kommt. Sie absolviert die Prüfungen und ändert ihre Meinung bzgl. der Engel und vor allem von Luzifers Anhängern.

Ein wenig hat mich seine Schar an den Inneren Kreis vom Hof der Nacht (Reich der sieben Höfe) erinnert – was ein absolutes Lob ist!

Gen Ende schockiert Marah Woolf dann mit einer Wendung, die vermutlich niemand hat kommen sehen und nun kann ich nur auf eine baldige Fortsetzung hoffen.


So, das war mein Lesemonat. Ich bin sehr zufrieden und gespannt, was der März so bringen wird.

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