Lesemonat Dezember 2018 | Steffi

Und, schwups, ist wieder ein Monat rum und es gibt den Lesemonat Dezember 2018. Elfenkrone hab ich noch ganz knapp im November beendet, aber es dann nicht mehr geschafft, in den Beitrag zu machen – aber dafür hat es sich umso mehr gelohnt 🙂

Lesemonat Dezember 2018 | Steffi

Elfenkrone von Holly Black

Das Buch ist düster, absolut faszinierend für alle, die für kleine Nebendetails schwärmen und beginnt zunächst mehr oder weniger ruhig: Mit dem Tod der Eltern der Protagonistin Jude und ihrer Entführung ins Elfenreich, wo sie aufwächst. Danach kommt ein Zeitsprung und ihr späterer Alltag und wie sie als schwacher Mensch doch zu leiden hat, ehe sich die Ereignisse überschlagen. Jude war nicht unbedingt die sympathischste Protagonistin, aber das hat die Beziehung zum jüngsten Elfenprinzen Cardan mehr als einmal ausgeglichen. Er ist das, was ich an einer männlichen Hauptfigur liebe: hübscher Badboy mit Background. Es knistert immer mehr – was keiner von beiden will und … nein, sonst schwärme ich zu viel. Ich will mehr Cardan! Jetzt!

Kiranmalas Abenteuer: Das Geheimnis des Schlangenkönigs von Sayantani DasGupta

Schon auf der ersten Seite, beim ersten Satz spürt man den Humor, der mitschwingt, der alles „Grausame“ etwas verharmlost und die Geschichte locker wirken lässt (und nicht zuletzt ein wenig an Percy Jacksons Erzählstimme erinnert). Das Geheimnis des Schlangenkönigs war mein erstes Buch mit indischer Mythologie und die Begrifflichkeiten waren daher durchaus mit High Fantasy in unbekannten Welten vergleichbar. Doch man gewöhnte sich daran, wie erwähnt, hat die witzige Erzählweise alles lockerer gemacht – wenngleich der Humor eindeutig an die Zielgruppe von 11-13 orientiert ist.

Kiranmala hält ihre Eltern für verrückt, die sie ständig als Prinzessin bezeichnen und ihr uralte indische Geschichten erzählen. Als sie dann jedoch an Kiranmalas 12. Geburtstag verschwunden sind und tatsächlich zwei Prinzen (auf geflügelten Pferden) auftauchen, um sie vor dem dämonischen Rakkhosch zu retten, der das Haus verwüstet, glaubt Kiranmala doch, dass an den Geschichten etwas dran sein könnte und sie begibt sich mit den Prinzen in eine unglaubliche Welt hinter Sieben Ozeanen und Dreizehn Flüssen.

Meine ganze Rezension gibt es hier.

Götterleuchten: Funkeln der Ewigkeit von Jennifer L. Armentrout

Das Finale der Götterleuchten-Reihe war – zumindest zum Ende hin – absolut emotional. Davor ist meine Meinung etwas zwiegespalten. Die Aufgabe von Seth ist klar: Titanen einsperren, Josie und das Baby beschützen. Doch das Team erlebt mehr als nur einen Rückschlag, was die Pläne angeht und die Handlung dümpelt teils etwas vor sich hin, um immer wieder von (vielen!) Sexszenen unterbrochen zu werden. Das letzte Drittel jedoch riss alles um, die Handlung strebte immer weiter auf den Höhepunkt zu und ein Gefühlsausbruch jagte den nächsten, bis ich die Reihe dann absolut zufrieden und genauso, wie ich es von Romantasy erwarte, beenden konnte.

Revenge: Sternensturm von Jennifer L. Armentrout

Auch wenn die Obsidian-Reihe schon eine Weile her ist (und ich Oblivion nur der Vollständigkeit halber im Regal habe), habe ich dem Spin-Off und der Rückkehr in die Welt der Lux entgegengefiebert. Jennifer L. Armentrout läuft wieder zur absoluten Höchstform auf, vor allem, was heiße Badboys angeht, die auf den zweiten Blick gar nicht mehr so bad sind. Die Geschichte von Luc und Evie hat jedoch mehr als eine romantische Komponente, denn das, was mit den Lux passiert, liest sich wie aus der Tageszeitung: Anfeindungen, Fremdenhass, Propaganda, um sie in abgetrennte Lager abzuschieben … Ich kann es kaum erwarten, den nächsten Band zu lesen.

Die Muschelsammlerin: Deine Bestimmung wartet von Charlotte Richter

Überraschend erreichte mich das optisch wundervoll gestaltete Buch als Weihnachtsgeschenk von Arena und ich griff dann tatsächlich direkt danach, weil mich der Klappentext neugierig gemacht hat. Am Tag der Verbindung erhält jeder junge gläubige Mensch (nach etlichen gemachten Erfahrungen in Liebesdingen!) im Inselreich Amlon seine Spiegelseele, seinen perfekten Partner, der ohne Erinnerungen aus dem mysteriösen Reich Nurnen kommt. Protagonistin Mariel endet ohne Spiegelseele – und wird hierfür auf die Insel Xerax verbannt – gemeinsam mit den anderen Sonderbaren. Doch Stück für Stück kommen sie und ihre Freunde hinter das große Geheimnis ihrer Welt und sie muss erkennen, wie hoch der Preis für das perfekte glückliche Leben in Amlon ist und was es heißt, immer mehr zu wollen. 

Die zarte eingeflochtene Liebesgeschichte – die auf den ersten Blick weit weniger erscheint als das, was die Liebe in Amlon ausmacht – konnte sich langsam entwickeln – trotz aller Unwägbarkeiten und Hürden. Die Spannung steigt immer weiter, die Entwicklung schreitet unaufhaltsam voran – und kommt zu einem Ende, das durchaus eine (bislang nicht geplante) Fortsetzung zulassen würde.

Catwoman von Sarah J. Maas

Vom ersten Band der DC Icon Serie amerikanischer Topautoren, Leigh Bardugos „Wonder Woman“ war ich absolut begeistert und so musste ich natürlich auch die Neuinterpretation von Catwoman von Sarah J. Maas lesen und war erneut wieder absolut überzeugt. Die Geschichte von Protagonistin Selina Kyle schmiegt sich perfekt ins DC-Universum ein. Wir lernen innerhalb einiger Kapitel das Leben von Selina und ihre Hauptmotivation – ihre kranke Schwester – kennen, ehe es einen Zeitsprung gibt und Selinas neues Leben beginnt – als Catwoman, die immer wieder mit Batwing aneinandergerät. Vorerst wissen beide nicht um die Identität des anderen, der Leser ist ihnen voraus, dass die beiden im wahren Leben Seite an Seite wohnen – was der Geschichte jedoch kein bisschen an Spannung nimmt, im Gegenteil. Ich fieberte mit den beiden, die für sich kämpfen müssen und allerlei Konfrontation ausgesetzt sind. Für Begeisterung sorgten auch allerhand Gastauftritte und Erwähnungen von anderen DC-Figuren. Beispielsweise kämpft Selina aka Catwoman lange Zeit an der Seite von Poison Ivy und Harley Quinn und die Dynamik in dem Trio, die zarten Freundschaftsbande, waren mindestens genauso toll wie die sanfte Lovestory, die Sarah J. Maas den Figuren zugesprochen hat. Absolut empfehlenswert und ich freue mich schon auf Batman, der nächsten Figur aus der Reihe, die von Marie Lu neu interpretiert wird.

Rückkehr der Engel von Marah Woolf

Eine Welt nach der Rückkehr der Engel. Das künftige Venedig ist abgeschnitten von der Außenwelt, nachdem die Engel zur Erde zurückgekehrt sind und die Welt ins Mittelalter zurückversetzt haben. Protagonistin Moon kämpft immer wieder in der Arena, um den Lebensunterhalt für sich und ihre Geschwister zu bestreiten. Bislang hat sie keine Aufmerksamkeit der Engel auf sich gezogen – doch nun ist es soweit. Luzifer und seine Engel sind in der Stadt und auf der Suche nach den Schlüsseln, besonderen Mädchen, die die Rückkehr ins Paradies sichern sollen. Im Kampf gegen einen seiner Engel wird sie von einem anderen Engel, Cassiel, gerettet. Cassiel, den sie später schwer verletzt auffindet und gesund pflegt. Ein Engel, ein Wesen, das sie zutiefst verabscheut und der doch so anders ist, als sie es sich vorgestellt hat…

Die Geschichte konnte mich von den ersten Seiten an fesseln. Es erinnert ein klein wenig an die bösen Engel aus Angelfall, aber das Setting von Venedig und die etlichen Details, die Marah Woolf eingeflochten hat geben dem ganzen eine komplett andere Note, die absolut überzeugt. Aktion, Spannung, Konflikte … all das gibt es in der Engelwelt von Marah Woolf.

Amani: Heldin des Morgenrots von Alwyn Hamilton

Der dritte Band der Amani-Reihe stand seit kurz nach Erscheinen auf meinem SuB. Aber irgendwie hat es doch ewig gedauert, bis ich dazu gegriffen habe. Und dementsprechend schwer fiel mir der Einstieg auch – trotz umfassenden Personenregister. Aber das Personal, das Alwyn Hamilton in dieser Reihe untergebracht hat, ist schon immens. So dauerte es einige Kapitel, bis ich zurückgekehrt bin. In die Wüste, zur Rebellion, in die Zeit nach den letzten Verlusten. Alles läuft auf den letzten Showdown hinaus, den Sturz des Sultans und Ahmed auf den Thron zu setzen. Doch unterwegs ging für mich persönlich das Gefühl verloren. Es war Kampf, Kampf, Kampf und selbst die Atempausen und Momente zwischen Jin und Amani konnten mich nicht aus dieser Gefühlskälte herausholen. Dennoch habe ich absolute Hochachtung vor der Idee und der komplexen Welt, die die Autorin hier geschaffen hat.

Torn von Jennifer L. Armentrout

Nachdem meine Erwartungen an Wicked damals überirdisch hoch waren und nicht ganz eingehalten werden konnten (meine Meinung gibt es hier), wollte ich dennoch wissen, wie es mit Ivy und Ren nach den letzten Erkenntnissen weitergeht. Es gibt wieder einige ‚heiße‘ Szenen, über allem schwebt das Damoklesschwert der Enttarnung. Die Autorin hat wieder einige Wendungen auf Lager – auch wenn sie nicht immer ganz überraschend waren. Dennoch siegte der Lesespaß, wenn man sich auf die Idee erst eingelassen hat. Ich bin sehr gespannt auf das Finale!

Wo das Dunkel schläft von Maggie Stiefvater

Dieses Buch stand – komplett in Folie verpackt – seit kurz nach Erscheinen auf meinem SuB. Der Abstand zwischen den Büchern war für die komplexe Welt enorm hoch und ich hatte nie den Drang, weiterzulesen. Nun hab ich die Gunst der Stunde (der Ferien) genutzt und mich zu den Ravenboys gewagt. Der Einstieg war übel. Wo andere Bücher mit weniger Figuren und schrägen/dubiosen Entwicklungen teils schon eine Rückkehr erschweren, scheint es, dass mich die Magie rund um Cabeswater es mir besonders schwer gemacht hat. Maggie Stiefvaters mehr als nur bildgewaltiger Stil war dem auch nicht gerade förderlich. Es fühlte sich gelinde gesagt an, als müsse ich mich durch tiefen Matsch schleppen, am Ende der Strecke immer nur ein Fünkchen Handlung. Es fühlte sich so dermaßen zäh an, dass ich oft den Drang verspürte, Absätze, ja ganze Seiten quer zu lesen … die Angst im Nacken, etwas zu verpassen, hielt mich dann jedoch zurück. Dennoch wollte ich – nach drei vorangegangenen Büchern, mit denen ich auch schon teilweise Schlachten ausgefochten hatte – nicht aufgeben und hielt durch. Bekam meine Antworten, die allesamt nicht weniger schräg waren als alles davor. Ich bin froh, die Reihe beendet zu haben, einen Abschluss zu haben. Aber auch wenn ich Ronan definitiv als die interessanteste Figur der Reihe ansehe, werde ich vermutlich nicht zur Dreamer-Trilogie greifen, sollte sie jemals veröffentlicht/übersetzt werden.

Wie war euer Lesemonat? 

Ich bin mehr als zufrieden und wirklich froh, mit „Wo das Dunkel schläft“ eine der ältesten SuB-Leichen geschafft zu haben.

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