Die Sturmlicht Chroniken: Der Pfad der Winde von Brandon Sanderson

Brandon Sandersons Sturmlicht Reihe geht weiter, Kaladins Kampf für Brücke Vier geht in eine neue Ebene und der Krieg auf der Zerschmetterten Ebene wird immer grausamer.

Zitat:

Leben vor Tod. Stärke vor Schwäche. Reise vor Ziel.

(S.127)

„Gerade hat sich etwas verändert. Etwas Wichtiges.“

(S.647)

Inhalt: Roschar ist eine zerrissene Welt, die Sturmkrieger sind nur noch Legenden, der König ermordet und die Fürsten des Landes zerstritten. Es herrscht Krieg. Dalinar, der Bruder des ermordeten Königs, träumt davon, das Königreich wieder zu vereinen. Aber wie soll das gehen? Währenddessen kämpft Kaladin weiter um sein Leben und um das seiner Männer.

Die Sturmlicht Chroniken: Der Pfad der Winde von Brandon Sanderson

Meinung:

Der zweite Band der Sturmlicht Reihe fügt sich ziemlich nahtlos an Band 1 an. Es gibt kaum Wiederholungen und ich würde empfehlen, die Bücher ein einem Rutsch durchzulesen. Achtung, da dieses Buch der zweite Teil einer Reihe ist, werden sich kleine Spoiler nicht vermeiden lassen. Wer nichts wissen möchte, sollte genau JETZT aufhören diese Rezension zu lesen.

Erzählstrang 1 – Schallan

Schallan hat es geschafft. Sie ist nicht nur das Mündel der Prinzessin geworden, sondern hat auch die Entscheidung getroffen und den Seelengießer an sich genommen. Bisher unbemerkt. Doch sie hat Schuldgefühle und fürchtet sich davor, entdeckt zu werden. Sie versucht den Seelengießer zu benutzen und hinter sein Geheimnis zu kommen, um ihre Familie zu retten. Doch wie soll sie sich unauffällig genug von Jasnah lossagen und nach Hause zurückkehren? Und, will sie das wirklich? Sie liebt ihre Studien und möchte so viel wie möglich lernen. Und dann ist da noch Kabsal, der junge Feuerer, der ihr immer offensichtlicher den Hof macht.

Doch dann geschieht etwas, das Schallan das Leben kosten könnte und nur ein funktionierender Seelengießer kann sie retten.

Schallan wird mir langsam immer sympathischer! In Band 1 konnte ich nichts mit ihr anfangen, aber so langsam erhält sie einen richtigen Charakter. Ich mag ihre Art, alles durch zeichnen noch einmal aufzuarbeiten, dazu ihre Schlagfertigkeit und teilweise spitze Zunge. Ihre Geschichte entwickelt sich super interessant und ich bin total gespannt, was noch aus ihr wird.

„Es tut mir Leid, Kabsal. Ich bin nicht die, für die Ihr mich haltet.“

„Ich halte euch für eine schöne und sehr kluge Frau.“

„Na ja, was die Frau angeht, da habt Ihr Recht.“

(S.171)

Erzählstrang 2 – Kaladin

Kaladin hat seine Strafe überlebt, der Großsturm hat ihn verschont. Aber seine Verletzungen sind sehr schwer und seine Männer sorgen sich um ihn. Doch dann kommt es zu einer Wunderheilung und die Gerüchte um Kaladin, den Sturmgesegneten, explodieren wieder einmal. Die Männer fürchten und bewundern ihn, doch Kaladin fühlt nicht mit ihnen. Er sieht keinen Weg, Brücke Vier am Leben zu erhalten und treibt ihn in die Verzweiflung. Das Sprengel Syl ist treu an seiner Seite, aber kann sie ihm helfen?  Ehe ihn seine Hoffnungslosigkeit vernichten kann, fasst Kaladin einen gewagten Plan, um seine Männer zu retten.

Es gibt immer wieder Kapitel, die von Kaladins Kindheit und Jugend erzählen, was mit seiner Familie passiert ist und wie er zur Armee kam. All das macht ihn zu dem Charakter, von dem man am meisten weiß und der auch irgendwie am Wichtigsten zu sein scheint. Ich mag ihn und seine Hilflosigkeit sehr gerne, weil er glaubt, seine Leute nicht retten zu können; das ging mir richtig nah. Schon im ersten Viertel des Buches wird angedeutet, dass er Fähigkeiten hat, die ihn zu etwas Besonderem machen und mit denen er vielleicht etwas verändern kann.

„Er sieht zu, der schwarze Flötenspieler in der Nacht. Er hält uns in seiner Hand … und spielt ein Lied, das niemand hören kann.“

(S.228)

Zwischenspiele

Es gibt in diesem Buch wieder ein Zwischenspiel, d.h. drei Kapitel, die von komplett anderen Personen erzählt werden. Das verwirrt mich, ehrlich gesagt, jedes Mal total und vermutlich dient das irgendwie dem Gesamtbild, aber ich werde noch nicht schlau daraus und fand das eher etwas störend.

Erzählstang 2 – Adolin und Dalinar

Es dauert eine ganze Weile, bis es mit der Familie Kohlin weitergeht. Adolin fürchtete, dass sein Vater langsam verrückt wird, während Dalinar davon überzeugt ist, dass seine Visionen auf etwas Wichtiges hindeuten. Noch immer ist nicht klar, wer dem König zu schaden versucht, aber Sadea, der Großprinz, verkündet öffentlich, dass er Dalinar für nicht schuldig hält. Die alten Freunde, die mittlerweile beinahe verfeindet sind, scheinen sich wieder anzunähern, aber kann man Sadeas wirklich trauen? Dalinar muss herausfinden, was für seine Famile und sein Königreich das Beste ist, aber das wird vielleicht alles noch viel schlimmer machen.

Ich mag diese Familie. Es fällt mir immer noch schwer, eine Bindung zu ihnen aufzubauen, aber ich mag sie wirklich und auch hier bin ich einfach total gespannt, was passiert. Diese Geschichte ist wie ein Sog, man erfährt immer mehr, was einen aber nur noch gespannter sein lässt. Auch Schelm ist noch Teil der Geschichte und ich werde das Gefühl nicht los, dass er wesentlich mehr ist, als nur der Hofnarr des Königs. Irgendetwas ist da, ich spüre es! Sadeas und den König würde ich gerne treten, aber naja…

„Diese Welt ähnelt manchmal einem großen Sturm. Aber denk daran, dass die Sonne immer wieder aufgeht.“ S

(S.240)

Urteil: Band 1 hat mir zwar gefallen, aber ich hatte wirklich Schwierigkeiten, mich zurechtzufinden. Das ist jetzt hier in dieser Fortsetzung aber gar nicht mehr so (bis auf die Zwischenspiele). Die Figuren sind bekannt, die Welt ist klar und die Handlung viel einfacher nachzuvollziehen. Ich habe mich sehr wohl in dieser Geschichte gefühlt und werde direkt zum nächsten Band greifen.


„Die Sturmlicht-Chroniken“:

Band 1: Weg der Könige
Band 2: Pfad der Winde
Band 3: Worte des Lichts
Band 4: Stürme des Zorns

Band 5: coming soon


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Buchdaten:

Der Pfad der Winde von Brandon Sanderson

Titel: Die Sturmlicht Chroniken: Der Pfad der Winde

Autor: Brandon Sanderson

Gebundene Ausgabe: 784 Seiten

Verlag und Bildrechte: Heyne

Übersetzung: Michael Siefener

ISBN-13: 978-3-453-31768-0

 

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