Shadow Agents: Schatten der Vergangenheit von Ivo Pala

Shadow Agents: Schatten der Vergangenheit von Ivo Pala ist der erste Teil einer Trilogie, in der der 16-jährige Max ungewollt zum Helden wird.

Zitat:

„Während der Bewusstlosigkeit zu erwachen, ist ein merkwürdiger Vorgang, wenn man es einmal genau betrachtet. Wer es schon einmal erlebt hat, weiß, was gemeint ist. Während man denkt, man sei schon längst wach, erkennt man, dass man es eigentlich noch nicht ist, sondern gerade erst wird. Ganz allmählich.“

(S.56)

Inhalt:

Max ist nun allein, denn seine Mutter ist vor kurzem gestorben. Sein Vater ist schon lange tot, die Umstände seines Todes erscheinen jedoch verschwommen. Noch während des Begräbnisses seiner Mutter taucht der Bruder seines Vaters, Arndt Freiherr von Lauitz, auf. Freiherr von Lausitz ist deutscher Botschafter in Japan. Er will, dass Max ab sofort bei seiner Familie wohnt. Doch davon will Max nichts wissen. Als er zurück zur Beerdigung gehen will, entdeckt er einen Heckenschützen, der es offensichtlich auf den Botschafter abgesehen hat. Max gelingt es, das Attentat zu verhindern. Doch nun hat er ein anderes Problem. Denn ab sofort ist er das Ziel einer der gefürchtetsten Verbrechersyndikate der Welt.

Shadow Agents von Ivo Pala

Meinung:

Ivo Pala ist einer der Autoren, deren Werke mich schon seit Beginn der Bloggerzeit begleiten. Insofern war es für mich natürlich Pflicht, ein von ihm auf dem Markt neu erscheinendes Buch genauer anzuschauen. Und so ist Shadow Agents: Schatten der Vergangenheit kurzfristig bei mir eingezogen. Keine Frage, dass die Geschichte dann auch nicht lange warten musste.

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir dann auch wirklich gut, weil Ivo Pala sich nicht lange mit Einführungen aufgehalten hat. So war ich direkt Zeuge einer Szene, in der Max ein Attentat auf den Deutschen Botschafter verhindern konnte. Kurz zuvor hatte er vom Botschafter erfahren, dass er in dessen Familie leben soll. Denn der Botschafter, Freiherr von Lausitz, ist der Bruder seines verstorbenen Vaters, der schon seit Jahren tot ist. Und nun ist auch seine Mutter gestorben. Max ist allein.

Wieder zu Hause erhält Max Besuch vom Jugendamt. Denn allein leben darf er als sechzehnjähriger Teenager natürlich noch nicht. Max soll in ein Heim. Doch Max gelingt es zu fliehen. Durch eine Verkettung von Umständen landet Max dann doch bei der Familie des Botschafters und in einem völlig neuen Leben. Denn Freiherr von Lausitz ist deutscher Botschafter in Japan und die Familie lebt in Tokio, so nun auch Max. Seine Tagesabläufe ändern sich rapide, neben einem Terrorabwehrtraining hat er täglich Privatunterricht gemeinsam mit den Kindern des Botschafters. Vor allem zu Vicky, der Tochter von Freiherr von Lausitz, fühlt er sich angezogen. Doch bei allem Luxus, der ihn nun umgibt, darf eines nicht vergessen werden. Als Max das Attentat auf den Botschafter verhindern konnte, hat er sich in dem Augenblick einen mächtigen und gefährlichen Feind geschaffen. Denn der gescheiterte Heckenschütze, der einer brutalen Verbrecherorganisation in Japan angehört, ist nun hinter ihm her. Eigentlich hat Max keine Chance, dem mächtigen Gegner zu entkommen.

Wieder einmal hat mich Ivo Pala nicht enttäuscht. Mit gewohnt flüssigem Schreibstil führte er mich durch seine Geschichte und setzte gekonnt Spannungsexplosionen an den richtigen Stellen. Langeweile kam hier zu keinem Zeitpunkt auf, zu interessiert war ich an der Entwicklung des Plots und der Charaktere. Die ganz großen Gefühle bei der enthaltenen potentiellen Liebesgeschichte kommen entsprechend des Alters der Zielgruppe nicht zum Vorschein, was meines Erachtens aber auch gar nicht notwendig ist. Ein leichtes unschuldiges Prickeln gerade in den Szenen zwischen Max, aus dessen Sich die Geschichte in dritter Person Vergangenheit erzählt wird, und Vicky war dennoch zu verspüren. Mit einfachen Mitteln gelingt es Ivo Pala durchgängig, eine unglaubliche Nähe zu seinen Charakteren herzustellen. Natürlich könnte man so manche eingebaute Szene als übertrieben empfinden, doch ich denke, dass die angesprochene Zielgruppe die Geschichte genau so lesen möchte. Und auch mir hat Verlauf und Handlung hervorragend gefallen.

Ich fand es ziemlich interessant, wie Ivo Pala seinen Protagonisten Max mehr und mehr in die fremde Kultur Japans integrieren konnte. Dabei nimmt man Max sein handeln und sein Bestreben tatsächlich ab. Es wirkt ehrlich, er ist ein Held, der eigentlich keiner sein will und doch letztendlich seine Rolle akzeptieren muss. Die kurzweilige Handlung ließ mich dann auch immer mehr durch die Seiten rasen, und ich hoffte, befürchtete aber auch, zum Ende zu kommen. Der Autor trieb die Spannung im weiteren Verlauf permanent voran und ließ den aufgestauten Druck in einem turbulenten Showdown nahezu detonieren, um dann zu einem Ausklang zu finden, der den Folgeband für mich zur Pflichtlektüre macht.

Urteil:

Shadow Agents: Schatten der Vergangenheit verbindet Actionmomente mit typischen Momenten eines Teenagers, setzt dabei auf geschickt gesetzte Spannungsausschläge, lässt aber auch in ruhigeren Passagen Zeit zum Durchschnaufen, ohne dass Langeweile aufkommt. Meine Zeit in Tokio an der Seite von Max und seinen Freunden sind mir deshalb 5 Bücher wert.

Für alle, die Actionmomente lieben, fremde Kulturen akzeptieren und bereit sind, ihre Grenzen auszutesten.


Die Reihe (hier evtl. Titel der Reihe):

Band 1: Shadow Agents: Schatten der Vergangenheit
Band 2: n. n. b.
Band 3: n. n. b.


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Buchdaten:

Titel: Shadow Agents: Schatten der Vergangenheit

Autor: Ivo Pala

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Verlag und Bildrechte: Ravensburger

ISBN-13: 978-3473401680

Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren

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Shadow Agents: Schatten der Vergangenheit

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