Die Fabelmacht-Chroniken: Brennende Worte (Kathrin Lange) (Hörbuch)

Brennende Worte ist der finale Band der Dilogie rund um die Magie des geschriebenen Wortes in Paris.

Die Fabelmacht-Chroniken: Brennende Worte von Kathrin Lange

Meinung:

Nachdem der gesamte erste Band auf den Tod von Nicholas hinausgelaufen ist, war ich sehr gespannt, wie Kathrin Lange die Reihe fortsetzen und beenden wird.

Zunächst treffen wir auf die am Boden zerstörte Mila, der niemand helfen kann, weder ihre Mutter noch die anderen Fabelmächtigen. Ohne Eric an ihrer Seite hätte sie sich nach Nicholas‘ Tod längst das Leben genommen. Er hält sie aufrecht, zumindest einigermaßen. Und doch hält sie es irgendwann nicht mehr aus und schreibt sich die Erinnerung weg.

Die Erinnerungen an Nicholas und die gesamte Fabelmacht ist ausradiert, nicht jedoch der tiefe Schmerz in ihrem Herzen. So kommt, was kommen musste: Eric erzählt ihr als herzensguter Mensch wieder von Nicholas und Mila will es noch einmal versuchen, ihn zurück ins Leben zu schreiben.

In einem anderen Universum trauert Nicholas um Mila, die das Ende seiner Geschichte verändert hat, indem sie sich vor ihn geworfen, die Kugel seines Vaters abgefangen hat und gestorben ist. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als Mila zurückzubekommen und die beiden bekommen tatsächlich eine Chance.

Von da an wird die Tiefe von Kathrin Langes Weltenentwurf immer deutlicher. Denn bald wird klar, dass alles bisherige genauso gekommen ist, wie die antagonistische Kraft es wollte. Dabei hält sie einige Wendungen bereit, lüftet Stück für Stück Geheimnisse und führt den Leser so durch die Geschichte.

Trotz dieser „allumfassenden“ Liebe wirkte es auf mich nie kitschig, sondern einfach nur richtig. Wobei ich mich sehr sehr lange gefragt habe, warum dieses Liebesdreieck Nicholas-Mila-Eric eingebaut wurde, wo von Anfang an doch klar war, wer das Mädchen kriegt. So tat mir Eric, dessen Erzählstimme authentisch schmerzhaft war, immer nur leid. Die Autorin beantwortet meine Frage aber im Laufe des Buches und lässt mich diesbezüglich zufrieden zurück.

Rund um den Showdown nimmt die Geschichte eine definitiv unvorhergesehene Richtung auf, mit der ich mich erst noch abfinden musste, aber Kathrin Lange führt ihre Dilogie auf den letzten Seiten zu einem soweit zufriedenstellenden Ende.

Die Erzählstimmen von Mark Bremer und Uta Dänekamp harmonieren wieder einmal perfekt miteinander und bringen die tiefen Emotionen der Figuren zum Erklingen. Die über 10 Stunden Hörzeit vergingen wie im Flug und ich war stets wie gefesselt.

Urteil:

Brennende Worte bringt die Dilogie rund um die Fabelmacht, jene mysteriöse Kraft, die in Paris existiert, zu einem zufriedenstellenden Abschluss. Spannung, unerwartete Wendungen und Antworten hielten mich neben den emotionalen Momenten stets bei der Stange und die Tiefe des Weltenentwurfs wird mit jedem Kapitel deutlicher.
Das Ende wird vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffen, ist soweit aber zufriedenstellend.


Die Reihe (Fabelmacht-Chroniken):

Band 1: Fabelmacht-Chroniken: Flammende Zeichen
Band 2: Fabelmacht-Chroniken: Brennende Worte


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Hörbuchdaten:

Titel: Brennende Worte

Autor: Kathrin Lange

Verlag: Rubikon Audioverlag

ISBN-13: 978-3945986752

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 17 Jahre

6 KOMMENTARE

  1. Tolle Rezension 🙂 Die Reihe steht noch auf meiner Wunschliste. Hatte sie gar nicht mehr auf dem Schirm, aber jetzt habe ich wieder Lust auf diese Geschichte 🙂

  2. Halli hallo

    Den ersten Band fand ich ganz gut, bin aber mit der Liebesgeschichte da irgendwie schon nicht warm geworden…und jetzt noch Liebesdreieck…..nee muss nicht sein 😉
    Ehrlich gesagt kann ich mich momentan auch an gar nichts mehr erinnern….
    Von daher reizt mich die Fortsetzung gerade gar nicht…vor allem vielleicht auch deshalb weil ich im August alles nur so o.k.- Bücher gelesen habe….

    Liebe Grüsse
    Bea

    • Das hatte sich aber ja schon im ersten Band abgezeichnet, finde ich… lies mal in „Nicholas‘ Geschichte rein“ – ohne die hätte ich den Wiedereinstieg auch nicht geschafft. 🙂

  3. Schöne Rezension
    Ich habe letztens Band zwei gelesen und fand wunderschön das Ende des Buches, wobei ich mich gefragt habe, wer denn jetzt ihre Mutter ist (weil ACHTUNG SPOILER Héloïse in diesem Universum am Ende schon Jahrhunderte Tod ist) vielleicht war ich auch einfach zu unaufmerksam.

    • War es für dich beim Lesen auch etwas verwirrend? Ich dachte, es liegt am Hören – da ist man ja schnell mal abgelenkt und verpasst die Hälfte eines Satzes. 🙈

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