Emily Bones: Die Stadt der Geister von Gesa Schwartz

In Emily Bones: Die Stadt der Geister wird Emily zum Geist und kämpft darum, ihr Leben zurückzubekommen – die neue Geschichte von Gesa Schwartz.

Zitat:

„Wie sollte sie auch einen kühlen Kopf bewahren, wenn sie sich hinter jedem Grabstein einen Werwolf vorstellen könnte.“ Seite 11

„Was glaubst du, wer du bist? Batman?“

„Zu sterblich. Aber seine Höhle ist gar nicht mal so übel.“
Seite 279

Inhalt:

Eben war Emily Bones noch unterwegs zu einer Halloweenparty, doch jetzt erwacht sie plötzlich in ihrem eigenen Grab. Voller Entsetzten stellt sie fest, dass sie gestorben ist und nun als Geist auf dem Friedhof festsitzt. Und das auch noch in ziemlich gewöhnungsbedürftiger Gesellschaft.

Doch nicht nur das: Emily findet heraus, dass sie ermordet wurde und hat nun nur noch ein Ziel: Ihren Mörder zu finden und sich ihr Leben zurückzuholen. Doch selbst für einen Geist gibt es Gefahren und dieser Kampf wird schwieriger, als gedacht …

Emily Bones: Die Stadt der Geister von Gesa Schwartz

Meinung:

Aber was wäre die Welt ohne das Ungewöhnliche.
Seite 15

Schon auf den ersten Seiten der Geschichte findet sich der Leser mit Emily in einem Sarg wieder. Sie ist panisch, weiß nicht, was mit ihr geschehen ist, doch es gelingt ihr sich freizukämpfen. Draußen wartet ein nächtlicher Friedhof auf sie und ein wandelndes Skelett, in das sie prompt hineinstolpert und es damit in seine Einzelteile zerlegt. Nicht die beste Methode, um sich Freunde im Reich der Untoten zu machen.

Doch da kommt schon Cosimo, ein Irrlicht, das Emily helfen soll mit ihrem Zustand zurecht zu kommen. Von ihm erfährt sie, dass sie tot und als Geist zurückgekehrt ist, dieser Friedhof soll jetzt ihr neues Zuhause sein.

Welche Wunder der Friedhof auch bereithalten mochte, ein Zuhause konnte er für sie niemals werden.
Seite 97

Aber Emily will sich damit nicht zufriedengeben. Auf einer Vollversammlung der Friedhofsbesucher erkämpft sie sich Antworten und erfährt, wie sie starb: Dass ein Kämpfer des Prinzen der Dunkelheit ihr ihr Leben geraubt hat Emily will sich mit dem Leben als Geist nicht abgeben, sie will ihren Mörder finden und sich ihr Leben zurückholen. Aber so leicht ist das nicht.

Das Buch hat viel Humor. So sagt Cosimo ihr zum Beispiel, was für einen Geist peinlich ist und Emily passieren ständig solche Dinge z.B., dass sie in Ohnmacht fällt. Sie schleichen sich an menschliche Wohnzimmer und schauen Filme mit ihnen. Es gibt zwei Mal die Woche eine Selbsthilfegruppe, die jedoch leider etwas unter geht. Das fand ich etwas schade.

Wahrscheinlich war sie der einzige Geist weit und breit, der sich vor Geistern fürchtete.

Seite 54

Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen, allerdings hatte ich von einem Buch, das eher als Kinderbuch gilt, mit einer Leseempfehlung ab 10 Jahren etwas ganz anderes erwartet. Ich muss sagen, dass ich es für ein Kinderbuch viel zu brutal finde und das Emily sich nicht wie eine 13jährige verhält. Besonders die Art, wie sie ihrem Mörder den Kampf ansagt, fand ich nicht zu ihrem Alter passend und auch die ganze Richtung die das Buch nahm, ist doch eher weniger für Kinder. Mit ein paar mehr Informationen wäre das hier ein ganz normales Jugendbuch.

Außerdem hat mich Emilys ständiges Gefluche wirklich sehr gestört und zum Ende hin ging es mir ein bisschen zu sehr Richtung Epos.

Nichtsdestotrotz ist der Schreibstil genial und man merkt schon, dass die Autorin im Vergleich zu ihren anderen Büchern, hier etwas abgespeckt hat, was ich sehr angenehm fand!

Die Figuren waren toll ausgearbeitet, besonders der „alte Haudegen“ mit dem Emily sich schließlich zusammenschließt.

„Du bist ein Geist und nicht die Schneekönigin.“

„Ach nein? Und ich dachte, ich hätte meine Eiskrone irgendwo verlegt. Danke, dass du mich aufgeklärt hast.“
Seite 229

Kleiner Spoiler zum Thema Liebesgeschichte:

Es gibt keine. Wer eine braucht, dem kann ich dieses Buch dann leider nicht empfehlen.

Außerdem würde mich interessieren, ob hier ein zweiter Band geplant ist, da das Ende doch recht offen ist. Die letzten Zeilen waren aber wunderschön herzzerbrechend.

„Außerdem ist es überaus anstrengend ,deine Gedanken zu lesen. Man stürzt von einem Chaos ins nächste. Ich hab keine Ahnung, wie du es die ganze Zeit in deinem eigenen Kopf aushältst. Seite 160

Urteil:

Diese Geschichte ist für mich mehr Jugend- als Kinderbuch und eher für Leser ab 16 Jahren geeignet. Nichtsdestotrotz ist es eine sehr spannende Geschichte über den Kampf ums Überleben, seinen Platz finden und Freundschaft, mit tollen Humor und einem großartigen Schreibstil.


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Buchdaten:

Titel: Emily Bones: Die Stadt der Geister

Autor: Gesa Schwartz

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Verlag und Bildrechte: Thienemann

Übersetzung:

ISBN-13: 978-3-522-65392-3

Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 10 Jahren

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