The Passage: Die Spiegelstadt (Justin Cronin)

17Die Spiegelstadt ist der dritte Band der Passage-Trilogie von Justin Cronin und beschreibt den finalen Kampf der Menschheit ums nackte Überleben.

Zitat:

„Was man für ein Labyrinth von Entscheidungen hielt, die zahllosen Möglichkeiten, die sich dem Leben boten, waren in Wahrheit eine Abfolge von Schritten auf einem Weg, und wenn du das Ziel erreicht hattest und zurückschautest, war nur noch dieser eine Weg zu sehen – der Weg, der für dich auserwählt war.“

(S.145)

Inhalt:

Schon lange wurden keine Virals mehr gesichtet, die Überlebenden wähnen sich in Sicherheit. Neue Gegenden werden besiedelt, die Erinnerungen an die Gefahren durch die Infizierten verblassen. Doch Zero lebt und verfolgt im Geheimen seine Pläne. Ein finaler Kampf steht den verbliebenen Menschen bevor, in dem alle Hoffnungen auf ihr liegen. Amy, das Mädchen aus dem Nirgendwo.

The Passage: Die Spiegelstadt von Justin Cronin

Meinung:

Der letzte Teil der Passage-Trilogie, Die Spiegelstadt, ist, wie bereits auch bei Teil 1 und 2,  mit einem ziemlichen zeitlichen Abstand zu den bereits erschienenen Bänden erschienen. Nachdem Die Spiegelstadt in die Buchläden kam, hatte ich mir das Buch auch gleich gekauft. Zum Lesen allerdings habe ich noch auf den richtigen Zeitpunkt gewartet. Und dieser war nun gekommen.

Aller Befürchtungen zum Trotz war mein Wiedereinstieg in die Geschichte alles andere als schwierig. Auch wenn ich lange Zeit abwesend von der hier gezeichneten Welt mit all ihren katastrophalen Entwicklungen war, erkannte ich dennoch die handelnden Charaktere fast umgehend wieder und konnte sie zuordnen. Nicht zuletzt lag dies an dem von Justin Cronin eingebauten Prolog, in dem die Entwicklungen in zeitlicher Chronologie nochmals vor mein Auge geführt wurden. Auch im folgenden ließ der Autor immer wieder Blitzlichter aus der Vergangenheit auftauchen, die in einzigartiger Weise in die aktuelle Geschichte eingebettet wurden.

Die Gefahr scheint tatsächlich gebannt, seit Ewigkeiten wurden keine Virals mehr gesichtet. Die Zwölf müssen besiegt sein, die verbliebenen Menschen atmen auf und versuchen, ein neues Leben aufzubauen. Doch diese Pläne wurden ohne Fanning, dem Zero, gemacht. Denn im Verborgenen wartet er auf seine Chance, den letzten Kampf. Die völlig ahnungslosen Überlebenden sind damit dem Untergang geweiht.

Wieder ist es Justin Cronin gelungen, der Geschichte mit seinem brillanten Schreibstil seinen Stempel aufzudrücken und mir ein außergewöhnliches Leseerlebnis zu bescheren. Grundsätzlich nutzte er für die Erzählung die Vergangenheitsform in dritter Person aus verschiedenen Sichten, spielte aber immer wieder mit den Zeitformen und rundete die Geschehnisse damit ab. Seine gewählten Charaktere waren prägnant, Verwechslungen wurden dadurch ausgeschlossen. Die Spiegelstadt lieferte mir damit ein Wiedersehen mit altbekannten Charakteren, aber auch neue Personen wurden von Justin Cronin in die Handlung eingebunden. Wie bereits in den vorangegangenen Teilen schreckte der Autor auch im finalen Band nicht davor zurück, liebgewonnene Akteure auf der Strecke zu lassen.

Justin Cronin überlässt in seinen Entwicklungen nichts dem Zufall, geschickt führte er mich durch die Geschehnisse. Ich erfuhr weitere Hintergründe, insbesondere die Darstellung aus Fannings Sicht aus der Ich-Perspektive empfand ich als gelungenen Schachzug. Doch auch alle anderen Handlungsstränge übten einen entsprechenden Reiz auf mich aus. Und so nehmen die Entwicklungen ihren Lauf, Unvermeidliches passiert und die Gefahr wächst unermesslich.

Seine Geschichte lässt der Autor dann absolut befriedigend und folgerichtig enden, setzt mit dem Epilog dann nochmals einen finalen Höhepunkt. Mit der Passage-Trilogie hat Justin Cronin eine einzigartige und etwas andere Buchreihe geschaffen, deren geplanter Verfilmung das entsprechende i-Tüpfelchen aufgesetzt wird. Ich kann mich nun von dem von Justin Cronin entwickelten Szenario nach vielen schönen Lesestunden verabschieden und bin nun auf weitere Geschichten aus seiner Feder gespannt.

Urteil:

Die Spiegelstadt brilliert wiederum mit genial gezeichneten Entwicklungen, setzt die Charaktere nach anfänglicher Entspannung extremen Gefahren aus und sorgt insgesamt für einen Lesegenuss erster Güte. Meine Lesestunden mit dieser außergewöhnlichen Reihe belohne ich deshalb mit eindeutigen 5 Büchern.


Die Reihe (hier evtl. Titel der Reihe):

Band 1: The Passage: Der Übergang
Band 2: The Passage: Die Zwölf
Band 3: The Passage: Die Spiegelstadt


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Buchdaten:

Die Spiegelstadt von Justin Cronin

Titel: Die Spiegelstadt

Autor: Justin Cronin

Gebundene Ausgabe: 992 Seiten

Verlag und Bildrechte: Goldmann

Übersetzung: Rainer Schmidt

ISBN-13:978-3442311804

Vom Hersteller empfohlenes Alter: o. A.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Die Spiegelstadt

2 KOMMENTARE

  1. Ich bin völlig deiner Meinung! Fand auch alle 3 Bände total gelungen und einzigartig! Vor allem die Backstory von Fanning und seinen Studienkollegen hat mir im letzten Teil gefallen und das Ende in der Zukunft fand ich irgendwie extrem zufriedenstellend 😉 Generell fand ich es spannend, dass die Story über einen so großen Zeitraum angelegt ist 🙂
    Wusste noch gar nicht, dass es verfilmt wird. Das wird sicher schwierig, da die Story ja schon ziemlich komplex ist.
    Freue mich immer, andere Fans der Trilogie zu finden 🙂

    • Hallo Sunita,

      ich finde ja, Justin Cronin hat mit seiner Reihe etwas Einzigartiges geschaffen. Dieser Aufbau, diese Hintergründe… Ich war durchweg gefesselt 👍🏻 Auf die Verfilmung bin ich schon sehr gespannt! Leicht wird es nicht umzusetzen sein…Ich hoffe auf jeden Fall, dass noch viele Leserinnen und Leser zur Passage-Trilogie greifen werden.

      Liebe Grüße
      Kay

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