(L) Die Dreizehnte Fee Band I – Julia Adrian [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.

 „Du hast lange geschlafen, Schwester. Die Welt hat sich
verändert. Nichts ist mehr so, wie es war, nichts gehorcht mehr deinem Willen.“
Seite 72

Ich bin nicht Schneewittchen.

Ich bin die böse Königin.
Tausend Jahre lang schlief die Dreizehnte Fee in ihrem Turm, weit weg von der
Welt der Menschen. Ein Kuss erweckte sie, doch die Welt hat sich verändert,
ebenso wie die Fee. Ihre Schwester haben sie verraten und jetzt sinnt die böse
Königin auf Rache. Gemeinsam mit dem Hexenjäger reißt sie durch Pandora,
getrieben von dem Wunsch nach Vergeltung.
Ich lese dieses Buch jetzt zum dritten Mal und ich liebe es
einfach und darum schreib ich euch jetzt eine Rezi, damit ihr es alle kaufen
geht, wenn ihr das nicht schon längst getan habt.
Die Dreizehnte Fee erzählt die Geschichte von eben dieser
Fee. Eine Fee die in einem Schlafzimmer erwacht, dass um sie herum von der Zeit
zerfressen worden ist. Tausend Jahre lang schlief sie wie Dornröschen, bis ein
Prinz kam, der sie weckte. Doch dieser Prinz ist nicht ihre große Liebe, er
hielt sie für eine Prinzessin. Doch jetzt, wo ihr Mal sie als Fee, als Hexe
enttarnt, will er ihren Tod. Er überlässt sie dem Hexenjäger, der ihm half in
diesen Turm zu gelangen.
Doch der Hexenjäger tötet sie nicht. Noch nicht. Denn die
Fee will Rache an ihren Feen-Schwestern, die sie betrogen haben und so
schließen sie sich für eine tödliche Reise zusammen, um die Feen zu töten. Die Beiden sind nicht gleichberechtigt, er
nennt die Fee immer wieder seine Gefangene und er hasst alle Feen, für das was
sie sind und getan haben. Doch es lässt sich nicht verheimlichen, dass es
zwischen den beiden funkt. Lillith, die Fee, ist verwirrt von ihren Gefühlen,
verwirrt von dieser neuen Welt, die sich so sehr verändert hat, verwirrt von
dem, was aus ihr wurde. Es wird erzählt, dass sie sehr mächtig gewesen sein
muss, die dreizehnte und stärkste Fee. Doch als sie die Liebe suchen wollte,
betrogen ihre Schwestern sie.
„Rache macht nicht glücklich.“
„Ich strebe nicht nach Glück.“
Seite 89
Ihren Namen (den ich übrigens furchtbar finde, ich finde, er
passt nicht, aber das ist Geschmackssache, ich bin da möglicherweise etwas
Supernatural gestört) erfährt man recht spät und den des Hexenjägers gar
nicht. Er wird immer nur „der Hexenjäger“ genannt, was ihm eine super düstere
und geheimnisvolle Aura verleiht. Er definiert sich ganz über seine Aufgabe,
doch warum genau er die Hexen so hasst und auslöschen will, weiß man nicht so
ganz genau. Man lernt den Schrecken der Schwestern aber in der Geschichte
kennen und suchtet sich einfach so durch die Seiten, weil es einfach immer
spannend ist.
„Hexen“, zische ich und muss die Tränen unterdrücken.
„Früher nannte man uns Feen.“
Seite 16
Ich liebe liebe liebe den Schreibstil von Julia Adrian! Er ist
wie Schnörkelschrift, voller Magie, Methapern und Gefühl. Die Welt, die hier
erschaffen wird, ist voll mit Geschichten und Zauberei. Märchen werden
miteinander verflochten, auf eine wunderschöne Art.
Aber es ist dunkler, man fühlt die Bedrohung förmlich. Die
Fee will Rache, sie will Blut und Tod. Doch sie wütet nicht, schimpft nicht.
Sie ist ganz still und verletzlich, aber total entschlossen. Zwischendurch ist
es einfach zum Weinen, die ganze Geschichte geht mir total ans Herz.
„Und wenn wir sie alle getötet haben?“, fragte ich. „Wirst
du mich dann jagen?“
„Ja“, sagte er schließlich. „Du bist eine Hexe. Du bist wie
sie.“
Ich nickte. Die Liebe habe ich verloren. Was bleibt, ist
Vergeltung. „Dann lass uns jagen.“
Seite 48

Ich liebe „Die dreizehnte Fee“ von Julia Adrian! Es ist magisch, düster, liebevoll und verzaubert. Geht und lest es! Fünf Bücher von mir *schmeißt die Tastatur weg und schnappt sich Band II*

Die Dreizehnte Fee:
Band I – Erwacht
Band II – Entzaubert
Band III – Entschlafen
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