♀ Die schwarze Zauberin (Laurie Forest) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.

 

„Die schwarze Zauberin“ ist eigentlich die schwarze Hexe, jene mächtige Magierin und Großmutter der Ich-erzählenden Protagonistin Elloren, die damals ihr Volk befreit hat und seitdem mit Verbündeten regiert. Elloreen sieht ihrer Großmutter zum Verwechseln ähnlich und ist daher in großer Gefahr – denn eine Prophezeiung besagt, dass eine neue schwarze Hexe kommen wird.

Elloreen ist mit ihren Brüdern nach dem Tod der Eltern bei ihrem Onkel ganz am Rand des Landes aufgewachsen, fernab der meisten streng Gläubigen. Doch jetzt meint ihre Tante, die ein bedeutendes Mitglied im Rat der Magi ist, sie verwinden zu müssen (verloben).

Ihr Onkel schickt sie stattdessen zur Universität im offenen Nachbarland Verpatien und dort ändert sich ihre Sicht auf die Welt sehr schnell.

Laurie Forest hat eine wirklich gigantische Welt erschaffen, die mich im ersten Moment umgehauen hat (weil ich anfangs kaum Zeit hatte, mehr als ein Kapitel am Stück zu lesen – eine Vorgehensweise, die ich hier nicht empfehle!). Es gibt auf Aerda eine Vielzahl an Ländern, in denen verschiedene Völker leben, die allesamt ihre eigenen Glaubensvorstellungen haben. Vor allem ohne Glossar dauert es einige Kapitel, sich in dieser Welt einzufinden – dann jedoch will man nicht wieder auftauchen.

Protagonistin Elloreen macht eine wundervolle Entwicklung durch. Von der halbwegs streng gläubigen Gardnerierin, als die man sie aufgrund ihrer Ähnlichkeit zur Großmutter sowieso hält, zu einer alles in Frage stellenden Kämpferin. Doch damit nicht genug. Laurie Forest schafft es trotz Ich-Perspektive, auch die Entwicklung der vielen Nebenfiguren glaubhaft darzustellen. Es war wundervoll mitanzusehen, wie sie ihre Vorurteile und Vorbehalte fallen lassen, wie jedes Volk etwas Besonderes zu den Aktionen beibringen konnte.

Der Schreibstil von Laurie Forest ist für meinen Geschmack einen Tick zu beschreibend. Ich kenne nun wirklich jeden Kronleuchter in jedem Klassenzimmer. Irgendwann hat mich das aber nicht mehr gestört und ich bin einfach nur durch die Seiten geflogen.

Für Romantikfans gibt es gleich mehrfach Grund zur Freude, denn wie bereits erwähnt, haben auch die Nebenfiguren hier eine wundervolle Tiefe.

Ich kann es kaum erwarten, dass der zweite Band der „Schwarzen Zauberin“ von Laurie Forest erscheint, und kann diesen ersten nur absolut allen weiterempfehlen, die neue komplexe Welten, wundervolle Figuren, zarte Romantik und eine gelungene Entwicklung suchen. Trotz Startschwierigkeiten 5 Bücher.

 

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4 KOMMENTARE

  1. Huhu =)
    Ich kann dir nur zustimmen. Das Buch hat zwar ein paar kleinere Längen, aber alles in allem fand ich es auch sehr gut und es schildert wirklich eindringlich welche fatalen Folgen Vorurteile und Hass haben kann. Auch wird deutlich wie ein fremdenfeindliches Regiem entstehen kann, nämlich häufig aus einer vermeindlichen Demokratie heraus, geschürt von Angst und Unzufriedenheit.Zwischen dne Zeilen kann man in diesem Fantasybuch viel für die reale Welt mitnehmen.

    LG Sandra
    Hier ist übrigens meine Rezension

    • Das ist so absolut gelungen eingebaut, einfach grandios! Und doch hat die Autorin es geschafft, eine absolut fantastische Geschichte zu erzählen.
      Ich werde deine Rezi gleich einfügen <3

      Ganz liebe Grüße

      Steffi

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