♂ Die Blutkönigin (Sarah Beth Durst) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.

„Sie atmete ein und aus, zählte im Geiste langsam von eins
bis zehn und zwang die Angst nieder, die bedrohlich wie eine Flut in ihr
aufstieg. Sie hatte immer noch Zeit, oder nicht?“

(S.102)


Das Dorf Graubaum wird wie aus dem Nichts von Geistern
überfallen. Nur Daleinas Familie kann den Angriff überleben. Und wie sich
herausgestellt hat, schlummert in Daleina Macht. Eine Macht, mit der sie die Geister
befehlen kann.

 

Bestärkt von ihrer kleineren Schwester beginnt Daleina die
Ausbildung zur Thronanwärterin. Doch sie ist eine von vielen, ihre Macht ist im
Vergleich zu den anderen gering. Und doch wird sie von Ven, einem Meister,
erwählt. Seltsame Dinge geschehen. Weitere Menschen sterben. Welche Rolle
spielt die Königin hierbei? Sie soll die Menschen vor den Geistern schützen.
Doch diese schweben nun in immer größerer Gefahr.
„Die Blutkönigin“ ist eher zufällig auf meine Leseliste
gerutscht. Doch die Thematik fand ich sehr interessant und nun war ich
neugierig, was mich hier erwarten würde.
Schon kurz nach dem Einstieg fand ich mich dann auch gleich
in einem verheerenden Massaker wieder. Das Dorf, in dem Daleina und ihre
Familie wohnt, wurde von Geistern überfallen. Hilflos und ohne Chancen gegen
diese Übermacht werden die meisten Dorfbewohner bestialisch getötet. Wie durch
ein Wunder überlebt Daleinas Familie. Doch während des Kampfes passiert auch
etwas Unerwartetes: Daleina entdeckt, dass sie Macht über die Elementargeister
ausüben kann.
Daleinas kleine Schwester Arin spornt sie förmlich an, die
Ausbildung zur Thronanwärterin anzutreten. Für Daleina beginnt eine harte Zeit
mit vielen Entbehrungen. Ihre Familie sieht sie kaum noch. Völlig unerwartet
wird sie von Ven, dem ausgestoßenen Meister, erwählt. Dieser war vor Jahren von
der Königin verstoßen worden. Ven und die Königin standen sich sehr nah. Und
doch wurde er von ihr verraten und trägt nun die Konsequenzen. Schwierige
Entscheidungen stehen an, alle schweben in großer Gefahr.
Nachdem ich dann die ersten Seiten gelesen hatte und von
diesem imposanten Einstieg förmlich umgeblasen wurde, machte ich mich Schritt
für Schritt mit der von Sarah Beth Durst konstruierten Welt vertraut. Ich muss
gestehen, hierbei hatte ich anfangs kleinere Schwierigkeiten, vor allem die
Masse an vorhandenen Geistern machte mir zu schaffen. Doch die Autorin hatte
mich mit ihrer Idee viel zu neugierig gemacht, als dass ich mich davon stören
ließ. Den Weltenaufbau fand ich wirklich sehr interessant und gelungen
dargestellt.
Verschiedene Sichten in dritter Person Vergangenheit
brachten mir die Geschehnisse nahe. Langeweile kam beim Lesen so gut wie nie
auf. Die Autorin setzte an genau den richtigen Punkten immer wieder
spannungserhöhende Nuancen ein und konnte mich damit mehr und mehr an die
Geschichte binden.
Die Charaktere, allen voran Protagonistin Daleina, wurden
für mich wirklich vorstellbar beschrieben. Für Daleina wäre dabei allerdings
eine größere Portion Selbstvertrauen und stellenweise etwas weniger Naivität förderlich
gewesen, denn ständig wird sie von Zweifeln an sich selbst übermannt. In Summe
jedoch konnte ich mich sehr gut mit ihr arrangieren. Absolut gelungen fand ich
die Darstellung des verstoßenen Meisters Ven. Auch Daleinas Schwester Arin
konnte mich von sich überzeugen und sie avancierte zunehmend zu einem meiner
Lieblingscharaktere in der Geschichte.
Die Geschichte selbst ist von gut durchdachten Handlungen
geprägt, wobei mir die ein oder andere Szene subjektiv zu oberflächlich
geschildert wurde. Insgesamt jedoch ergab sich für mich ein rundes Bild und
mein Lesegenuss war entsprechend hoch. Die Geschichte hatte ein annehmbares
Grundtempo, das punktuell immer wieder eine Steigerung erfuhr und mich stetig
vorantrieb.

 

Sarah Beth Durst verpasste der Geschichte standesgemäß einen
heftigen Showdown, welcher dann mit einem folgerichtigen Ergebnis endet und die
Geschichte zielgerichtet ausklingen lässt. Dieser Trilogie-Auftakt hat mir auf
jeden Fall schöne Lesestunden beschert und lässt mich nun neugierig auf die
Fortsetzung zurück.
Die Blutkönigin“ bringt alles mit, was eine Fantasy-Geschichte
benötigt, um schöne Leseerlebnisse zu erhalten. Meine Lesestunden mit Daleina
belohne ich deshalb mit verdienten 4 Büchern.

 

Für alle, die in Fantasy-Geschichten eintauchen können,
enthaltenen Gefahren trotzen und ihre Aufrichtigkeit trotz aller Gefahren und
Hindernissen bewahren.
1. Die Blutkönigin
2. The Reluctant Queen (OT)
3. The Queen of Sorrow (OT)
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Weitere Meinungen zum Buch findet ihr hier:
 
Weltenwanderer (Rezension)
Miss Pageturner (Rezension)
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6 KOMMENTARE

  1. Guten Morgen!

    Diese Geschichte fand ich ja sehr genial und ich hoffe, dass wir nicht so lange auf die Fortsetzung warten müssen. Zu Anfang hatte ich ja noch gedacht, dass es sich "wieder" um so eine typische Magier-Ausbildung-Geschichte handelt, aber das hat sich ja dann doch ganz anders entwickelt – zumindest nach meiner Vorstellung. Ich war jedenfalls positiv überrascht! Außerdem find ich das Cover total genial 😀

    Da ihr noch Rezis zum verlinken sucht hätte ich meine anzubieten 😉
    https://blog4aleshanee.blogspot.de/2017/11/die-blutkoenigin.html

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Hallo Aleshanee,

      ja, die Entwicklungen waren wirklich gut und teils echt überraschend. Ich mochte die Geschichte echt gern…Ich bin sicher, dass die Fortsetzung noch besser wird; aber erstmal müssen wir ja warten…Verlinke deine Rezi gern, sobald ich das nächste Mal die Möglichkeit habe 👍🏻

      Ganz liebe Grüße

      Kay

    • Hallo Sandra,

      ja, die Geschichte war schon besonders mit einigen Überraschungen. Auf die Fortsetzung bin ich definitiv schon gespannt! Hab deine Rezi gleich verlinkt 🙂

      Liebe Grüße
      Kay

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