♀ Wonder Woman: Kriegerin der Amazonen (Leigh Bardugo) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Diana ist anders als ihre Schwestern. Sie ist keine „echte“
Amazone, wurde nicht als verstorbene Kriegsheldin von den Göttern auf die Insel
Themyscira gebracht, sondern aus Erde und Magie der Götter erschaffen. Da sie
die Tochter der Amazonenkönigin ist, ist der Erwartungsdruck enorm.
Wider besseres Wissen rettet Diana ein Mädchen – Alia – nach
einer Explosion aus den Fluten vor der Küste der verborgenen Insel und bringt
sie an Land. Daraufhin geschieht Schreckliches: Die Amazonen erkranken zum
ersten Mal in ihrem neuen Leben, die Insel selbst erbebt.

Diana besucht das Orakel der Insel und muss sich daraufhin
entscheiden: Entweder sie lässt Alia sterben und die Insel heilt sich selbst
wieder. Oder sie versuchen gemeinsam zur Quelle in Griechenland zu gelangen und
können das aufhalten, was in Alias Blut liegt: Das Erbe von Nemesis. Alia ist
die Kriegsbringerin und könnte die Welt in den nächsten Krieg stürzen.
Ich liebe Superhelden. Ich liebe Leigh Bardugo. Daher war
klar, dass ich den Auftakt der voneinander unabhängigen „DC Icons Serie“ lesen
musste.
Der Einstieg gelang leicht. Der Leser lernt Diana in einem
Wettkampf kennen. Diana, die stets unter Druck steht, weil sie keine „Heldin“
ist wie die anderen Amazonen. Während dieses Wettkampfes sieht sie, wie außerhalb
des verborgenen Meeres rund um die Insel Themyscira ein Schiff explodiert.
Diana weiß, dass es falsch ist, greift dennoch ein und rettet ein Mädchen. Sie
bringt Alia auf die Insel, die daraufhin gegen Alia ankämpft, was Diana vom
Orakel erfährt. Aber sie erfährt auch, wie sie sich endlich beweisen könnte und
nimmt die Herausforderung an. Sie verlässt mit Alia die Insel und landet
blöderweise an Alias Heimatort New York. Dort wird die stets überbehütete und
steinreiche Waisin Alia von ihrem Bruder Jason aufgespürt. Jason, der nur sehr
langsam so etwas wie Vertrauen zu Diana aufbaut und nach einem Angriff auf Alia
reisen sie gemeinsam mit Alias Freundin Nim und Jasons Freund Theo nach
Griechenland, um den Fluch, der über Alias Blutlinie liegt, zu brechen.
Die von Leigh Bardugo erschaffene Geschichte rund um Diana
begeisterte mich mehr als die aktuelle Verfilmung. Die Herausforderung und die
mythologischen Hintergründe zur „Kriegsbringerin“ (was auch dem
Original-Untertitel entspricht: Warbringer) konnten mich fesseln. Durch die
zwei Perspektiven von Diana und Alia, von einer dritten Person geschildert, war
ich stets nah an den Gefühlen der Figuren. Diana sorgte mit ihrer teilweisen Unwissenheit
über das moderne Leben immer wieder für ein Schmunzeln, während man Alia ihr
Blut mit jedem Kapitel mehr und mehr anmerkt. Blut, das für Streit sorgt, für
Konflikte und Unruhen.
Die wahre Tiefe der Hauptfiguren zeigt sich erst im Laufe
des Buches. Hier hat Leigh Bardugo definitiv den Überraschungseffekt auf ihrer
Seite.
Die Haltung von Diana und Jason zueinander fand ich einfach
nur niedlich und mein Shipping-Herz schlug mit jedem Schlagabtausch höher. Doch
dieser winzige romantische Teil des Buches läuft wirklich nur im Hintergrund
ab. Ebenso wie das, was zwischen Alia und Theo abläuft.

Die Spannung wächst mit dem Zeitdruck konsequent an.
Zahlreiche Rückschläge gilt es zu überwinden und mehr als einmal zweifeln die
Figuren an sich und ihrer wirklichen Stärke. Kurz vor dem Showdown lässt die
Autorin dann eine Bombe platzen, die mich völlig überrumpelte, ehe Dianas
Geschichte zu einem zufriedenstellenden Ende kommt. Ich hoffe aber, dass Leigh
Bardugo noch einmal in Dianas Leben eintauchen wird.

„Wonder Woman: Kriegerin der Amazonen“ konnte mich nahezu
von der ersten Seite an fesseln. Eine an sich zweifelnde Heldin, die ihre wahre
Stärke erst noch beweisen muss, eine fabelhafte Idee mit mythologischem
Hintergrund der Helena von Troja, zart eingeflossene Romantik und etliche
Schmunzelmomente durch Dianas Unwissenheit über moderne Sprüche lassen den
Leser durch die Seiten rasen. Verdiente 5 Bücher für die erste Heldin der „DC
Icons Serie“
.
DC Icons:
1. Wonder Woman: Kriegerin der Amazonen (Leigh Bardugo)
2. Batman: Nightwalker (Marie Lu)
Erscheinungstermin: August 2018
3. Catwoman (Sarah J. Maas)
4. Superman (Matt de la Pena)

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10 KOMMENTARE

  1. Von mir aus könnte noch vuel mehr Teile von Wonder Woman geben …. wird ja auch angedeutet – ich hoffe! Aber natürlich freue ich much nun auf Batman … und bin gespannt wie das nun zumindest filmisch ausgelutschte Thema Superman umgesetzt wird!

  2. Huhu,

    ich weiß nicht warum, aber dieses Buch konnte mich einfach nicht so abholen. Ich bin mit allem nicht so richtig zurecht gekommen, sodass es bei mir etwas schlechter abgeschnitten hat. Aber manchmal soll es einfach nicht sein ^^°

    Schön, dass es dir so gut gefallen hat.

    Liebe Grüße, Ruby

    • Manchmal passt es einfach nicht. Ich bin mit relativ geringen Erwartungen rangegangen – der Film hat mir nicht so ganz gefallen – und war dann von dem ganzen Troja-Warbringer-Background begeistert.

      Wie hat dir der Film gefallen?

      Liebe Grüße

      Steffi

  3. Ich bin mit dem Buch auch nicht so gut klar gekommen, aber die Geschmäcker sind halt verschieden. Trotzdem interessiert mich diese Reihe an sich und ich werde mir den nächsten Teil definitiv anschauen, zumal die Autoren ja alle großartige Schriftsteller sind!

    • Vermutlich war ich auch so extrem überrascht – weil der Film und dessen altes Setting mochte ich so gar nicht.
      Ich drücke dir die Daumen, dass Batman mehr überzeugen kann

      Liebe Grüße

      Steffi

  4. Schöne Rezension! Gerade hört man ja von allen Seiten Positives zu dem Buch 🙂 Ich hab es mir bisher noch nicht gekauft, aber vielleicht ändert sich das ja bald noch.

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