♀ Young Elites: Die Herrschaft der weißen Wölfin (Marie Lu) [Rezension]

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Adelina sitzt auf dem Thron, eine grausame Herrscherin, die
den „normalen“ Menschen nun das antut, was ihr und allen anderen Malfettos
angetan wurde, während sie an der Seite ihrer Armee ein Land nach dem anderen
annektiert. Doch dann kommt eine Nachricht der Dolche: Ihre Schwester Violetta liegt
im Sterben und Raffaele bittet sie um Hilfe.
Nach den letzten Erkenntnissen über die Fähigkeiten, die
sich gegen die Begabten richten, musste ich natürlich wissen, wie es mit all
den Malfettos weitergeht.
Ein Jahr ist vergangen, seit Adelina den Thron an sich
gerissen hat. Seither hat sie ihre grausame Herrschaft auf zahlreiche weitere
Länder ausgedehnt. Sie sieht überall Feinde und ihre inneren Stimmen schüren
ihre Angst vor Verrat. Schon während des zweiten Bandes durchdrang die Dunkelheit
immer mehr von Adelina, sodass sie zuletzt einsam auf dem so heiß ersehnten
Thron sitzt. Nun greifen die Illusionen immer weiter nach ihr, während sie Land
für Land nach ihrer Schwester durchsucht – bis eines Tages ein Brief eintrifft,
dass Violetta im Sterben liegt. Sofort macht sie sich auf, nicht nur ihre
Schwester, sondern das ganze Land zu holen – landet jedoch in einer seltsamen
Allianz, die alles Gekannte verblassen lässt.
Mit Adelina bin ich nie komplett warm geworden. Für ein
Jugendbuch ist sie eine wirklich außergewöhnliche Protagonistin, oftmals hat
man eher den Eindruck, sie sei die Antagonistin der Reihe. Diese Erkenntnis
führte im finalen Band dann dazu, dass ich erkannte, was mir – neben der
Antipathie – in der Reihe fehlte: der Held, der wahre Protagonist, der für mich
anfangs in Enzo zu erkennen war. So tat ich mich in all den Kapiteln wirklich
schwer, mich in der Geschichte zu orientieren, mich niederzulassen und komplett
mitzufiebern, auch wenn sie ihre Passagen in Ich-Perspektive erzählt, während eine
dritte Person von allen anderen zu Wort kommenden Figuren berichtet.
Die erschaffene Welt von Marie Lu, wie sie seit dem
Blutfieber bekannt war, beginnt sich zu verändern. Die Gaben richten sich gegen
ihre Herren, die Dunkelheit greift auf die Ozeane über und vergiftet sie. Marie
Lu hat ihre Welt wundervoll weitergesponnen, von Beginn an grandios durchdacht
und konsequent umgesetzt.

So blieb auch die Spannung immer erhalten, ein Sog entstand
und man verfolgte die Geschichte gerne – wenn auch in diesem Band die „Stimmen“
überhandnahmen und mich ein ums andere Mal skeptisch die Brauen heben ließen.
Der Showdown dann jedoch hat es in sich, war emotional und ich sehnte nichts
mehr herbei als ein Happy End. Ob ich dies bekommen habe, verrate ich an dieser
Stelle aber nicht.

„Die Herrschaft der weißen Wölfin“ war düster, eingehüllt in
Stimmen und Illusionen, die nicht nur die Hauptfigur Adelina an ihre Grenzen
brachten. Eine konsequente Verfolgung ihres besonderen Weges, letzte
Entwicklungen und unerwartete Wendungen sowie jede Menge Action sorgten trotz
gewohnter Antipathie zu Adelina für einen Lesesog, der mit einem emotionalen
Abschluss belohnt wurde. Knappe 4 Bücher für Marie Lus „Young Elites“ und eine
Reihenempfehlung an alle, die nicht immer auf der Seite der Helden stehen
wollen.
1. Young Elites: Die Gemeinschaft der Dolche (Rezension)
2. Young Elites: Das Bündnis der Rose (Rezension)
3. Young Elites: Die Herrschaft der weißen Wölfin

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8 KOMMENTARE

    • Sie ist wirklich mal etwas ganz anderes. Genau deshalb mögen viele die Reihe ja auch total. Aber mir ist sie zu besonders, um sie zu hypen 😀
      Ich bin gespannt, was du sagst, wenn du weiterliest 🙂

      Liebe Grüße

      Steffi

  1. Halli hallo

    Irgendwie habe ich Band eins und zwei gerne gelesen, so richtig in einen Lesesog kam ich dennoch nie.
    Trotzdem gefällt mir die ganze düstere Stimmung des Buches und auch die etwas andere Hauptfigur sehr gut. Obwohl manchmal kam mir Adelina schon fast ein bisschen schizophren vor….
    Ich bin gespannt wie es mir mit dem Finale ergehen wird…

    Liebe Grüsse
    Bea

    • Das finde ich auch immer wieder spannend. Ich fand es gesamt gesehen ja nicht schlecht, nur … Adelina halt :‘D
      Ich bin sehr gespannt auf die nächste Reihe von Marie Lu.
      Darüber hab ich bisher kaum englische Meinungen gesehen…

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

      Steffi

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