♀ Lockwood & Co: Das Grauenvolle Grab (Jonathan Stroud) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Die Arbeitsbedingungen für die unabhängigen Agenturen
Londons haben sich erheblich verschlechtert, seit Penelope Fittes nahezu alle
Geisterjäger befehligt. Die Agentur Lockwood & Co. dürfte eigentlich nur
noch kleine Aufträge annehmen und wird stets kontrolliert – und dennoch sehen
sie sich einem Geist in einem Theater gegenüber, der männliche Opfer fordert.

Selbstverständlich recherchieren sie nebenbei nach dem
Wahrheitsgehalt von Schädels Aussage: Dass die Inhaberin der großen Agentur
Fittes in Wahrheit die vor Jahren verstorbene Marissa Fittes ist. Und hierfür
wagen sie sich auf alles andere als legale Wege…
Das letzte Abenteuer der jugendlichen Agenten durfte ich
natürlich nicht verpassen. Nach der Offenbarung in Band 4 musste ich wissen,
wie alles zum Ende kommt und stürzte mich an der Seite von Lucy in die
Geschichte.
Lucy berichtet dem Leser die Einzelheiten dieses finalen
Abenteuers, streut gegenwärtige Emotionen ein, um die vergangenen Ereignisse zu
untermalen. In gewohnt lockerem Stil von Jonathan Stroud schildert sie, wie dieser letzte große
Fall der Agentur Lockwood & Co. begonnen hat und welche Konsequenzen daraus
zu ziehen waren.
Aufgrund von Schädels Aussage, dass Marissa und Penelope
Fittes ein und dieselbe Person sind, brechen die Agenten in die Gruft der
größten Persönlichkeit des Landes ein und finden heraus, dass in dem streng
bewachten Grab tatsächlich nicht Marissa Fittes liegt. Während George
recherchiert, erledigen die Jugendlichen einen weiteren Auftrag, der vor allem
Lucy und Lockwood selbst in ein ganz anderes Licht rückt.
Insbesondere die Dynamik zwischen diesen beiden Figuren hat
sich nach ihrem Besuch auf der anderen Seite verändert. Was Schädel und auch
andere sofort erkennen, bringt Jonathan Stroud jedoch nie wirklich auf die
Seiten, weshalb ich als Romantik-Fan ein ums andere Mal beinahe die Krise
bekommen habe. Das ist jedoch Geschmacksache und Jammern auf hohem Niveau. Denn
der andere (kleine) Kritikpunkt meinerseits ist, dass ich gerne noch ein paar
mehr Antworten bekommen hätte, wie es in Großbritannien danach weiterging, weil
für mich ist die Geistersache noch nicht komplett abgeschlossen.

Auch dieses Abenteuer folgt dem mittlerweile bekannten
Verlauf eines „normalen“ Auftrags, während nun aber das große Ganze immer
deutlicher wird. Kleine Agenturen werden mundtot gemacht und es zeichnet sich
nicht länger nur ab, dass hinter der Agentur Fittes, die durch die Geisterseuche
zu Ruhm und Ehre gekommen ist, mehr steckt als der Kampf gegen die Bedrohung.
Einige irgendwann in der Reihe eingeflochtene Details gewinnen nun an
Bedeutung, die Handlung verdichtet sich und bringt – bis auf meinen Kritikpunkt
oben – die Reihe zu einem guten Abschluss.

„Lockwood & Co. – Das grauenvolle Grab“ ist ein
gelungener Abschluss der fünfbändigen Reihe um die jungen Agenten in London. Der
grandiose Weltenentwurf, gekonnt zum Ende gebrachte Handlungsfäden und jede
Menge Spannung und Action lassen die wenigen offenen Fragen verblassen. Daher verdiente
5 Bücher für Lucy, Lockwood, George, Holly und Kipps.
1. Lockwood & Co. – Die seufzende Wendeltreppe (Rezension)
2. Lockwood & Co. – Der wispernde Schädel (Rezension)
3. Lockwood & Co. – Die raunende Maske (Rezension)
4. Lockwood & Co. – Das flammende Phantom (Rezension)
5. Lockwood & Co. – Das grauenvolle Grab

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4 KOMMENTARE

  1. Das war doch echt ein würdiger Abschluss, oder? Ich fand die Beziehung zwischen Lucy und Lockwood so schön, vor allem jetzt, wo die nicht mehr so dämlich eifersüchtig war. Ich mag ja auch gern die dezenten Andeutungen und fand es einfach nur hach…
    Schon schade, dass es zu Ende ist, andererseits Liebe ich konsequente Autoren. 😄

    Ganz liebe Grüße,
    Mona

    • Jaaaaa! Ich shippe die beiden ja von Band 1 an und das war dann echt so absolut süß und niedlich <3 Hach!

      Mal sehen, was danach kommt. Hoffentlich ist es so gut wie Lockwood & Co <3

      Liebe Grüße und schönes Wochenende!

      Steffi

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