♀ Askari: Der Sturm naht (Kristen Ciccarelli) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Asha ist die Tochter des Drachenkönigs und die gefürchtetste
Drachentöterin des Landes. Niemand darf ihr in die Augen sehen, geschweige
denn, sie berühren. Und dennoch hat sie Angst. Angst vor ihrem zukünftigen
Gemahl, den sie aufgrund ihrer beschämenden Vergangenheit heiraten muss. Ein
Verhalten, das ihr noch bis heute nachhallt, wo sie doch nur ihren Vater stolz
machen will.
Als dieser ihr einen Funken Hoffnung schenkt, wie sie die Hochzeit
verhindern kann, greift sie zu. Sie soll den mächtigsten Ersten Drachen Kozu
töten und mit ihm die alte Religion und seine Geschichten, die laut Sagen alle mit
ihm verlöschen werden.

Doch jemand hat ganz andere Pläne für sie.
Der Klappentext verspricht eine starke weibliche Heldin, Geheimnisse
und Romantik. Eine Mischung, der ich mich nicht entsagen konnte.
Schon der Einstieg in die Geschichte macht neugierig, weckt
zahlreiche Erwartungen in die Iskari, die mächtigste Drachentöterin des Landes,
die trotz ihrer Unantastbarkeit etliche Narben aus der Vergangenheit mit sich
herumträgt – äußerlich wie innerlich. Und doch tritt schon nach wenigen
Kapiteln dieser eine Mensch in ihr Leben, der beim Leser für Aufmerksamkeit
sorgt. Ein Sklave, ausgerechnet der Sklave von Ashas zukünftigem Ehemann Jarek.
Wer jetzt die Augen verdreht, den kann ich absolut
beruhigen. Romantik liegt Asha nicht. Sie stößt wirklich alle um sich herum mit
ihrer doch etwas überheblichen Art von sich. Nur wenige trotzen ihrer
Eiseskälte. Und dennoch ist es am Ende eben jene Lovestory, die mich tief
berührt hat.
Mit einem bildhaften, aber nicht zu detaillierten
Schreibstil führt Kristen Ciccarelli durch ihre Welt. Eine Welt, in deren
Vergangenheit viele Geheimnisse liegen. Viele Geschichten, die man nicht mehr
erzählen darf (weil sie die gefährlichen Drachen rufen). Jene Geschichten sind
in extra Kapitel gestellt und mit anderer Schriftart gesetzt, was den
Geschichtenton noch verstärkt.
Auch wenn der Einstieg schon neugierig macht, entfesselt die
gesamte Geschichte ihre Wirkung erst im Laufe der Zeit. Stück für Stück werden
Geheimnisse gelüftet, Intrigen aufgelöst und neue Wendungen eingewoben.
Zahlreiche deutliche Hinweise auf das große Ganze sind nahezu von Beginn an vorhanden,
aber so gut versteckt, dass der große „Wow-Effekt“ erst kurz vor Ende eintritt.
Weshalb es auch sehr schwer fällt, all die positiven Aspekte des Buches in
Worte zu fassen.
Meine einzigen Kritikpunkte liegen in Ashas Charakter, die
mit ihrer unterkühlten und teils zu arroganten Art nicht gerade für (meine)
Sympathie kämpfte, und mehreren Wiederholungen, die nicht nötig gewesen wären
und eher den Fluss der Geschichte störten. Aber das ist Jammern auf hohem
Niveau und auch Geschmackssache.

Durch die immer wieder neuen Erkenntnisse und
Herausforderungen steigt die Spannung konstant an und endet in einem spannenden
Showdown, bei dem der Ausgang nicht sofort klar war. Das Ende ist vorerst
absolut zufriedenstellend, dennoch bin ich gespannt, wie es mit Asha weitergeht.

„Iskari: Der Sturm naht“ beginnt ruhig und zieht einen doch
Kapitel für Kapitel in seinen Bann, bis man feststellt, dass man die Wahrheit
und all die verborgenen Hinweise selbst nicht erkannt hat. Durch die sich nach
und nach entfaltende Geschichte und die darin wundervoll eingeflochtene
Lovestory fallen die kleinen Kritikpunkte kaum auf. Knappe 5 Bücher für die
Drachentöterin Asha.
1. Iskari: Der Sturm naht
2.
Originaltitel: The Caged Queen
3. Originaltitel:
The Soul Thief

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