♂ Infiziert (Teri Terry) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
„Ich mag nicht, wohin wir gehen. Doch die Ärzte laufen
unbeirrt weiter. Natürlich könnte ich zurückbleiben, aber dann stecke ich
nachher in diesem schmalen Gang fest.
Mein Grauen wächst.“
(S.48)
Kai ist verzweifelt. Seine Schwester Callie wird nun schon
fast ein Jahr vermisst. Ein Anruf von Shay, die sich erinnern kann, Callie gesehen
zu haben, weckt neue Hoffnung.

Shay will Kai helfen, seine Schwester zu suchen. Doch
es tauchen Schwierigkeiten auf. Eine Epidemie breitet sich zusehends aus und
macht auch vor Shay nicht halt. Sie spürt, dass sich etwas in ihr geändert hat.
Auch dass es nun eine Verbindung zu Callie gibt, war nicht zu erahnen. Die
Suche geht weiter, doch die Gefahr ist noch lange nicht gebannt.

Die bisherigen Bücher von Teri Terry haben mir allesamt
recht gut gefallen. Nachdem ich von „Infiziert“ gehört hatte wusste ich, dass
ich mir die Geschichte nicht entgehen lassen würde. Und nun, da das Buch zu mir
gefunden hatte, habe ich die Geschichte auch nicht lange warten lassen.
Schon auf den ersten Seiten fühlte ich den mir bekannten
Schreibstil der Autorin, die mich zielsicher in ihre Geschichte einführte. Ich
lernte Shay kennen, erfuhr einiges über ihr Leben. Zugegebenermaßen wurde ich
nicht von Beginn an warm mit der Geschichte, doch immer hatte ich den Gedanken,
dass mich Teri Terry noch nie enttäuscht hatte.
Teri Terry wählte für die Darstellung ihrer Handlung die
Präsentation aus den Sichten von Shay und Callie in jeweiliger Ich-Perspektive
in Gegenwartsform. Damit erreichte sie, dass die Geschichte automatisch ein
etwas höheres Tempo erhielt, allerdings musste ich mich gerade an die
Callie-Perspektive etwas gewöhnen, da sie alles andere als normal war. Hier
möchte ich allerdings nicht mehr dazu verraten. Auf jeden Fall konnte ich mich
mit der Zeit auch immer mehr an diese Sicht herantasten.
Die Geschichte selbst ist wirklich typisch für Teri Terry. Anfangs
verrät sie nur das Nötigste, um in die Handlung zu finden. Doch nach und nach
verknüpft sie Handlungen und Charaktere in einer ihr eigenen Art, die mit jeder
Seite zunehmend an die Geschichte fesselt. Und so auch hier. Nach meinen
kleinen Startschwierigkeiten geriet ich immer mehr in einen Bann, der mich schlichtweg
nicht mehr los lies. Auch wenn die ganz großen Spannungsentladungen nicht
kamen, konnten mich die Entwicklungen und Handlungsstränge doch überzeugen.
Die Charaktere wurden glaubhaft beschrieben, auch wenn ich
wie erwähnt bei Callie etwas Eingewöhnungszeit benötigte. Teri Terry
verzichtete auf detailhafte Beschreibungen, traf so genau die Richtung, die ich
für einen guten Lesegenuss benötige.
Auch die enthaltene Lovestory war nicht überbordend
eingebaut und dennoch konnte ich die entstehenden Emotionen fühlen. Zwischen
Kai und Shay war zu spüren, dass sich langsam etwas Besonderes entwickelte. Die
zarte Verbindung wuchs, und doch lauerte immer die Gefahr der Enttäuschung.

Das Ende der Geschichte entwickelte die Autorin, wie
für einen Trilogieauftakt gebührend, relativ offen und neugierig machend. Auf
jeden Fall bin ich nun sehr gespannt, wie sich die Geschichte fortsetzen wird
und freue mich deshalb schon sehr auf den zweiten Band

Infiziert“ konnte mich mit dem entwickelten Szenario, den
enthaltenen Handlungen und den prägnanten Charakteren wirklich überzeugen und
verschaffte mir so schöne Lesestunden. Diese Lesezeit belohne ich daher mit soliden
4 Büchern.

Für alle, die sich vor unsichtbaren Gefahren nicht
fürchten, dabei an ihre Grenzen gehen und ihre eigene Sicherheit dabei hintenan
stellen.

1. Infiziert
2. Deception
(OT, Dark Matter #2)
3. o. A.

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Marys Bücherwelten (Rezension)
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6 KOMMENTARE

    • Huhu Mary,

      so unterschiedlich ist der Leseverlauf manchmal 😂 Ich freue mich auch schon auf die Fortsetzung, bin schon ganz gespannt ☺️

      Ganz liebe Grüße zurück und eine schöne Restwoche, Kay

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