♂ Schwarzer Sturm (Ivo Pala) [Rezension]

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„Es war, als wäre ein Damm gebrochen zwischen ihnen. In
einer ewig dunklen Welt, in der zu bezweifeln steht, dass sie noch lange
überhaupt existiert, ist die Gier danach, sich wenigstens vorübergehend
lebendig zu fühlen und alles um sich herum zu vergessen, eine gewaltige Kraft –
ja, bis zu einem gewissen Grad sogar eine Besessenheit.“

(S.128)
Eine dunkle Welt voller Gewalt, das Wetter spielt verrückt,
nichts scheint den Untergang aufhalten zu können. Auch sinkt die Hoffnung auf
ein besseres Leben auf dem Kontinent Kutera durch die Pläne von Königin Rielle.
Doch Raymo gibt nicht auf und stellt sich dem Kampf. Auch Lizia muss ihren Teil
beitragen und Opfer bringen. Denn nur Raymo und Lizia können Rielle stoppen.
Aber Rielle ist mächtig, hat ungleich höhere Ressourcen zur Verfügung. Eine
Konfrontation ist unvermeidbar. Doch mit welchem Ausgang?

 

Derweil stellt Ash sich seinem Schicksal. Die Aufgabe ist
groß und scheint unlösbar. Und doch ist die Welt auf das Gelingen von Ashs
Mission angewiesen. Scheitert er, geht die Welt unter und die Menschheit
stirbt.
Nachdem ich vom ersten Teil der Dark-World-Saga „Schwarzer
Horizont“ schon förmlich umgehauen wurde, war ich froh, dass ich „Schwarzer
Sturm“ bereits im Regal stehen hatte. Ich war schon sehr neugierig auf die
weiteren Erlebnisse von Raymo, Lizia, Ash und Co. Gespannt nahm ich das Buch
zur Hand und versank gleich daraufhin in den Seiten.
Es war, als wäre ich nie weg gewesen. Sofort wurde ich
wieder ein Teil der Geschichte. Ich brannte förmlich darauf, mehr zu erfahren,
dem Verlauf zu folgen, schlichtweg den weiteren Weg der Charaktere zu
verfolgen.
Was soll ich sagen… Ivo Pala bleibt auch in „Schwarzer
Sturm“ seinem Weg treu. Dem Autor gelang es von Beginn an, mich bereits wie im
ersten Teil seiner Trilogie förmlich an die Seiten zu heften. Das Buch zur
Seite zu legen, stellte eine riesige Herausforderung für mich dar, zu stark war
der Lesesog, der von den Seiten ausging. Ich saugte jede Information und
Entwicklung in mich auf, konnte es kaum erwarten, den weiteren Fortgang zu
verfolgen.
Ivo Pala präsentiert seine Geschichte in dritter Person
Vergangenheit, lässt dabei immer wieder verschiedene Sichten zu Wort kommen, so
dass Langeweile nicht einmal im Ansatz aufkommen konnte. Immer wieder hatte ich
das Gefühl, dass der Autor die Geschichte direkt für mich geschrieben haben
musste, denn immer wieder traf er mit den Handlungsfäden genau meinen Lesenerv
und konnte mich so von Seite zu Seite immer mehr begeistern.
Die Charaktere waren dabei wiederum absolut vorstellbar
beschrieben, ich konnte bei jedem Einzelnen entsprechende Emotionen abrufen, so
dass ein für mich rundes Gesamtstimmungsbild entstehen konnte. Natürlich durfte
auch in diesem Teil weder Gewalt noch Sex fehlen, dies jedoch immer in der für
mich absolut verträglichen Dosis in einem wirklich extrem gut umgesetzten
Gesamtkonzept. Auch auf ausufernde Beschreibungen verzichtet Ivo Pala
weiterhin, lässt der Phantasie der Leserinnen und Leser genügend Freiräume,
eigene Bilder im Kopf entstehen zu lassen.
Die Entwicklungen in der Geschichte waren selten
vorherzusehen, immer wieder konnte mich Ivo Pala überraschen und sorgte damit
für ein Leseerlebnis erster Klasse. Seine Charaktere stellt er immer wieder vor
Hürden, die kaum zu überwinden erscheinen und manchmal eben auch nicht
überwunden werden können. Genau so gelingt es dem Autor, seine Geschichte
glaubwürdig darzubieten und die Leseneugier permanent zu steigern.

Auch wenn ich es einerseits wollte, andererseits aber
hoffte, dass ich es nicht so schnell erreichen würde. Unweigerlich näherte ich
mich dann doch dem Ende dieses zweiten Teils und erlebte auch hier nochmals
eine überraschende Entwicklung. So hat es Ivo Pala auch hier tatsächlich wieder
geschafft, mich etwas fassungslos, aber unendlich neugierig auf das Finale der
Dark-World-Saga zurückzulassen.

Schwarzer Sturm“ kann mühelos an das hohe Niveau seines
Vorgängerbandes anknüpfen und bereitete mir mit gut durchdachten und ein ums
andere Mal überraschenden Entwicklungen ein Leseerlebnis allererster Güte. Gut
inszenierte Handlungsfäden mit vorstellbar präsentierten Charakteren ergeben
für mich einen Lesegenuss, der auf alle Fälle 5 Bücher verdient hat.

Für alle, die sich von schier unlösbaren Aufgaben
nicht abschrecken lassen, in schwierigen Situationen den Überblick behalten und
denen es nicht in den Sinn kommt, vor dem Ziel aufzugeben.

 

1. Schwarzer Horizont
2. Schwarzer Sturm
3. Schwarzes Blut

 

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