(L) Soul Mates: Flüstern des Lichts (Bianca Iosivoni) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.

Ich hatte nie unter Halluzinationen gelitten. Allerdings
konnte jemand, der Stimmen hörte, nicht gerade behaupten, zu den gesündesten
Menschen auf der Welt zu gehören.
(Seite 33) „Ob du es glaubst oder nicht, ich bin hier, um dir zu
helfen.“
„Du …“, wiederholte ich unglaublich, „willst mir helfen?
Über eine Klippe oder vor den nächsten Bus?“
(Seite 53)

 

Auf dem Heimweg wird Rayne angegriffen, doch ein Fremder mit
düster-gefährlicher Ausstrahlung kommt ihr zur Hilfe. Wieder und wieder treffen
sie aufeinander und es stellt sich heraus: die beiden sind Seelenpartner. Doch
Rayne hat sich noch nicht entschieden, ob sie Licht oder Dunkel sein wird,
während Colt seine Stellung klar bezogen hat. Rayne muss sich entscheiden, doch
das ist nicht so leicht.
Der Name unserer Protagonistin ist Rayne und sie arbeitet
zusammen mit einer gewissen Marielle im Butterfly Books (super cooler Name). In
den ersten Kapiteln erfährt man, dass sie gerade ihren Abschluss gemacht hat
und seitdem Vollzeit im Buchladen arbeitet, der auch ein kleines Kaffee beinhaltet.
Sie liebt Bücher, pflegt eine gute Freundschaft zu einem über 70-jährigen
Comicnerd und lebt bei einer Sozialarbeiterin und deren kleiner Tochter, die
sie als ihre Familie bezeichnet. Rayne selbst ist ein Waisenkind und kann sich
nicht an die ersten fünf Jahre ihres Lebens erinnern.
Der Schreibstil ist einfach, enthält aber viele
Informationen, die den Leser näher an die Figuren heranbringen, statt sie
gesammelt am Anfang in einer kurzen Selbstbeschreibung der Prota darzulegen.
Gleich am Anfang gerät Rayne in eine brenzlige Situation in
einer dunklen Gasse. Ein Mann greift sie an und zwei Fremde kommen ihr zu
Hilfe. Soweit so gut, aber irgendwie wirkt es, als würde sich der Angreifer in
pure Dunkelheit und ihre Beschützer in Licht verwandeln können. Sehr seltsam.
Rayne weiß nicht, was sie davon halten soll. Das Problem ist, dass sie sich eh
für nicht ganz normal hält, denn Rayne hört manchmal Schreie in ihrem Kopf, ein
Phänomen, dass sie nicht erklären kann. Als einer ihrer Beschützer, ein
dunkelhaariger Hottie bei ihr auftaucht und mit Begriffen wie Dunkelseele und Lichtseele
um sich wirft, wird schnell klar, dass hier irgendetwas im Gange ist.
Ich mochte Rayne vom ersten Moment. Menschen, die in
Buchhandlungen arbeiten muss man ja fast mögen, aber sie war wirklich süß und
sympathisch und auch ihre Adoptivmutter Nora und die kleine Schwester Emma sind
sehr toll dargestellt und geben zusammen eine wunderbar süße Familie ab. Rayne
versucht herauszufinden, was es mit der Sache in der Gasse auf sich hat und
ihre Retter Miles und Colt machen es ihr auch recht leicht. Sie sagen ihr, was
sie sind und offenbaren Rayne, dass sie ebenfalls Fähigkeiten hat und sich
zwischen Licht und Dunkel entscheiden muss. Die Beiden nehmen Rayne mit,
stellen sie weiteren Lichtseelen vor und zeigen ihr damit eine ganz neue Welt.
Raynes Reaktionen sind nachvollziehbar, sie lässt sich nicht
unterkriegen, dreht zwischendurch aber auch mal leicht am Rad, was ich sehr gut
nachvollziehen konnte. Sie ist taff, schmeißt auch gern mal mit Messern um sich
und nein, das ist keine Metapher!

Der Mann in der Gasse hatte sich aus Schatten in eine
menschliche Form materialisiert. Und Colt hatte ihn getötet. Doch selbst, wenn
ich all das für eine Sekunde glaubte – wie könnte ich dann ausgerechnet der
Person trauen, die eine andere vor meinen Augen ermordet hatte?
(Seite 62) 

Die weiteren Figuren sind liebevoll gestaltet und man kann
mit jedem Charakter etwas verbinden, was mir persönlich sehr wichtig ist, um
nicht den Überblick zu verlieren. Sie nehmen Rayne gut auf und wollen ihr
helfen. Auch Colt und Rayne kommen sich näher, aber auf eine gute Art ohne
Gesabber und Brustmuskel-Philosophien.
Im ganzen Buch gibt es eine leichte Grundspannung, die durch
einen Angriff der Dunkelseelen hochkocht, aber man hetzt nicht durch das Buch,
von einem „Ach du meine Güte“ zum anderen, sondern kann sich fallen lassen und
ist doch mit dem Herzen dabei.
Die letzten 50 Seiten hatten es dann nochmal ordentlich in
sich.

 

Grundsätzlich reicht dieses Buch nicht ganz an die Promises
of Forever Reihe ran (mir fehlen Violet und Bree), aber es ist trotzdem eine
tolle Geschichte!

 

Von mir erhält „Soul Mates“ von Bianca Iosivoni vier fette
Glitzerbücher
für eine großartige Rayne, eine süße Emma, einen tollen Colt und
eine gute Geschichte.
1. Soul Mates Band
1 – Flüstern des Lichts
2. Soul Mates Band 2 – Ruf der Dunkelheit
Weitere Meinungen zum Buch findet ihr hier:
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5 KOMMENTARE

  1. Hey Lizzy,

    das Buch mochte ich ja auch unheimlich gerne. Ich konnte mich hineinfallen lassen, träumen und zwischendurch auch mal verwirren lassen. Ich bin total gespannt darauf, wie es im zweiten Band weiter gehen wird. Einen gemeinen ersten Einblick hatte man ja schon erhalten. 😀

    Liebe Grüße, Ruby

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