♀ Riders – Schatten und Licht (Veronica Rossi) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen: 
 

Gideon Blake findet sich nach einem vermeintlich tödlichen
Unfall nahezu vollständig genesen in einem Krankenhaus wieder, ein Armband am
Handgelenk, das er nicht abbekommt. Doch das ist nur der Anfang der
Merkwürdigkeiten. Denn als er Daryn kennenlernt und sie ihm erzählt, wer er
genau ist, nimmt das Chaos seinen Lauf. Dicht gefolgt von einer Horde Dämonen
machen sich die beiden auf die Suche nach den anderen Reitern der Apokalypse.
Veronica Rossi konnte mich bereits mit ihrer
„Gebannt“-Trilogie begeistern, daher war mir auch ohne einen
detaillierten Blick auf den Inhalt klar, dass ich „Riders – Licht und
Schatten“ lesen musste.
Die Autorin warf mich dann auch sofort direkt ins Geschehen.
Der im Präsens und Ich-Perspektive erzählende Protagonist
Gideon Blake findet sich nach dem Aufwachen an einen Stuhl gefesselt wieder,
ihm gegenüber eine Frau, die sich als Natalie Cordero vorstellt und ihm Fragen
stellen will.
Gideon will sie eigentlich nicht beantworten und doch
drängen die Worte – einfach alles – nur so aus ihm heraus, Wahrheitsserum sei
dank. Und so erzählt er – immer wieder unterbrochen von kurzen Abrissen in die
Gegenwart – was die letzten Monate in seinem Leben so völlig anders verlief,
als es sollte, angefangen bei seinem tödlichen Fallschirmsprung.
Diese Erzählweise, als würde der Leser hinter Gideon stehen
und live miterleben, wie er „Cordero“ detailliert alles schildert,
macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem, teilweise aber auch etwas
verwirrend. Natürlich ist das Erzählte in Vergangenheit geschrieben, während
die Situation im Jetzt im Präsens geschildert wird, dennoch kam es vor, dass
ich manchmal an einem Absatz hängen blieb, um wieder in die jeweilige Zeit zu
kommen. Der Grundgedanke ist jedoch absolut genial, denn auch im Laufe des
„Jetzt“ verändert sich Gideons Situation, was Spannung auf mehreren
Ebenen erzeugte, da er in der Lage ist, uninteressante Abschnitte seiner
Erlebnisse zusammenzufassen und so nur das Essentielle zu erzählen. 
Die Grundidee des Buches, der Kampf gegen die Dämonen, die
Reiter der Apokalypse bietet jedoch bei weitem eigentlich schon genug potential
für unterhaltsame Lesestunden. An Action mangelt es dem Buch ebensowenig wie an
interessanten Figuren, die – allen voran Gideon – eine gelungene Entwicklung
durchmachen, auch als Team.
Der Erzählstil von Veronica Rossi ist in diesem Buch passend
zum Army-Mitglied Gideon knapp und nüchtern. Die zahlreichen kurzen Sätze
wirken etwas gehetzt, Emotionen dringen durch diese Erzählweise kaum bis zum
Leser durch, auch wenn sie durchaus erwähnt sind. Vielleicht liegt es an der
emotionalen Kühle, die Gideon durch seine Art einfach umgibt, aber auf mich
wirkte das Buch daher etwas berichtsartig … wie der Bericht, den Gideon
seinem Gegenüber abliefert.
Die Spannung wird vom ersten Kapitel an geschürt, da Gideon
teils Dinge vorwegnimmt und andeutet, die neugierig machen. Das zieht sich
durch das gesamte Buch, wobei Veronica Rossi durchaus die eine oder andere
Überraschung bietet, was die Spannung weiter anheizt, ehe sie in einem
kämpferischen und blutigen Showdown gipfelt und vorerst befriedigt, aber mit
jeder Menge Neugier auf die Fortsetzung endet.

Durch das Alter des Protagonisten und seiner Zugehörigkeit
zur Army bin ich mir unschlüssig, ob die Geschichte wirklich ins Label FJB
passt, tatsächlich ein Jugendbuch ist, ein Eindruck, den die fehlende
Altersangabe ebenfalls erweckt. Dafür las es sich einfach zu erwachsen, hier
empfehle ich aber einfach die Leseprobe. Wenn diese überzeugt, könnt ihr
getrost zum Buch greifen.

Die Erzählweise von „Riders – Schatten und Licht“
ist etwas gewöhnungsbedürftig, dafür überzeugt die Geschichte mit jeder Menge
Action und einer neuen Herangehensweise an das Thema Dämonen umso mehr. Solide
4 Bücher für Gideon und die anderen Reiter der Apokalypse. 
1. Riders: Schatten und Licht
2. Originaltitel: Seekers

Hier erfahrt ihr mehr über unser Bewertungssystem.
Weitere Meinungen zum Buch findet ihr hier:

Ihr habt das Buch ebenfalls rezensiert?
Packt uns gerne den Link in die Kommentare.

16 KOMMENTARE

  1. Hey Steffi,

    ich habe mich leider durch dieses Buch regelrecht gekämpft. Diese Schreibweise hat mich oftmals so verwirrt, irritiert und verzweifelt dasitzen lassen. Es hat dafür gesorgt, dass mich die Charaktere kalt gelassen haben und die Umsetzung zwar spannend war mich aber trotzallem nicht erreicht hat. Gerade weil ich ihre erste Reihe so gerne mochte, war ich voller Hoffnung. Ich denke, dass mir gerade die Schreibweise alles etwas zerstört hat. Ich freue mich aber, dass dir die Geschichte schlussendlich aber so gut gefallen hat 😊

    Liebe Grüße, Ruby

    • Sie war tatsächlich total gewöhnungsbedürftig. Band 2 müsste dir dann ja besser gefallen – in dieser Erzählweise kann es ja nicht weitgehen.
      Ist deine Rezi schon online? Willst du mir den Link dalassen, dann kann ich sie oben in den Post einbauen <3

      Liebe Grüße

      Steffi

      Gebann und Cot habe ich auch mehr geliebt 🙂

    • Hey Stefi,

      ich denke, dass ich diese Reihe nicht weiterverfolgen werde. Sie hat mich einfach viel zu sehr verwirrt und überhaupt nicht überzeugen können. Aus diesem Grund habe ich auch keine Sterne vergeben. Ich denke, an der Leseprobe sollte jeder feststellen ob es etwas für einen ist oder nicht. Aber ich wünsche dir viel Spaß bei der Fortsetzung 😉

      Liebe Grüße, Ruby

      Achja, meine Rezi findest du hier:
      http://ruby-celtic-testet.blogspot.de/2017/08/riders-schatten-und-licht-von-veronica-rossi.html

    • Die spezielle Erzählweise kann einem denke ich wirklich alles verderben. Mit der Leseprobe ist man echt am besten bedient.

      Hab dich verlinkt. <3

      Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche!

      Steffi

  2. Hallo Steffi,

    so unterschiedlich sind die Meinungen: Ich fand den Erzählstil toll, aber dafür hat mir die Spannung gefehlt 😀 Auch die Charaktere fand ich zu blass, einzig in der Gruppendynamik konnte ich eine Entwicklung sehen.

    Liebe Grüße,
    Moni

    • Das ist echt witzig. Aber vermutlich schießt man sich immer auf etwas bestimmtes ein und dann verblassen andere Dinge 😀
      Aber gut so. Hätten wir alle denselben Geschmack, wäre das doch auch langweilig 🙂

      Ganz liebe Grüße

      Steffi

  3. Halli hallo

    Ich bin total zweigespalten….
    Die Erzählweise fand ich eigentlich ganz interessant das sie jedenfalls bei mir einen Lesesog verursachte.
    Jedoch hielten mich vielleicht gerade durch dieses Stilmittel die Charaktere auf Distanz.
    Die Idee fand ich wirklich erfrischend, jedoch war es mir einfach zu Army. mässig…soll heissen zu " Kampflastig" und diese ganzen " Pferde- Elemente" waren auch nicht gerade Meins 😉
    Ebenso lief die Geschichte immer wieder nach demselben Schema ab; " Suchen, finden, Kampf, fliehen, wieder suchen…usw. verursachte bei mir echt Langeweile.
    Am Ende geht dann alles husch husch…der Schluss macht aber dennoch neugierig 😉

    Liebe Grüsse
    Bea

  4. Liebe Steffi,

    dieses Buch ist mir jetzt schon mehrmals unter die Augen gekommen und ich muss sagen, dass mich die Geschichte total reizt. Vor allem, weil ich noch nicht über die apokalyptischen Reiter gehört habe spricht mich das Buch total an. Und deine Rezi hat mich jetzt dazu bestärkt mir dieses Werk bald mal zu kaufen.

    Danke fürs Schmackhaftmachen 🙂

    Liebe Grüße,
    Caterina

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here