♀ Spiegelgasse – Das geheime Wissen von Scripton (Sascha Blum) [Rezension]

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Von dem bezaubernden Cover und dem Klappentext neugierig
gemacht, musste ich „Spiegelgasse“ unbedingt lesen.

Sascha Blum warf mich dann auch sofort mitten in die Handlung – mitten in eine
fremde Welt
, in der auf den Köpfen seltsame Auswüchse wachsen, die Begabungen
und Weisheit anzeigen und in der es Spiegel gibt, durch die man hindurchgreifen
kann. Neben der Schülerin Blue, die scheinbar ein normales Leben führt,
begleitet der Leser im anderen Handlungsstrang Elek, der auf seinen Streifzügen
durch die Umgebung des Zirkusses, in dem er arbeitet, eine mysteriöse Hütte
findet, deren Besitzer ihm das wertvolle Chronal anvertraut, das er zu den
Ruinen von Scripton bringen soll.
Elek kann in dem Buch rein gar nichts lesen, aber er spürt, dass er dem Wunsch
des Alten nachkommen muss. Und so macht er sich auf den langen Weg zu dem
mysteriösen Ort jenseits der Landesgrenzen, während Blue ihrerseits das Chronal
ihrer verstorbenen Großmutter findet.

Für ein Buch der Altersempfehlung ab 10 empfand ich die Erklärungen teils
dürftig und den fantastischen Anteil der Geschichte beinahe als zu viel.
Anfangs habe ich mich gefragt, ob ich einen Fortsetzungsband in der Hand halte,
weil mir so viele Erklärungen und Informationen zum – äußerst komplexen –
Weltenbau fehlten. Es handelt sich um eine komplett der Fantasie entsprungenen teils
altertümlich anmutenden, aber hochtechnisierten Welt, in der aber oftmals Vergleiche
und Bezüge zu der unseren gezogen werden, was ich persönlich immer als
unlogisch empfinde.
Auch werden teilweise Mythen von uns übernommen und als welche der dortigen
Völker ‚verkauft’. Diesen Aspekt muss man akzeptieren, um „Das Geheimnis
von Scripton“ genießen zu können.

Ist einem dies gelungen, erlebt man an der Seite von Blue, Elek und ihren
Freunden ein gelungenes Abenteuer voller fantastischen Wesen und jeder Menge zu
entdecken, während die jungen Helden gegen den Verlust des Wissens ankämpfen
und sich den bösen Mitgliedern der Geheimorganisation PARDESSA entgegenstellen.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig zu lesen, die
vielen fremden Begriffe der Völker und Länder könnten für die Zielgruppe ab 10
aber teils zu stockend sein. Die Geschichte wird von einem Erzähler aus
mehreren Sichten geschildert, sodass man auch die Gegenseite nie aus den Augen
verliert.

Gen Showdown ging dann alles rasend schnell, ein Ereignis folgte dem nächsten,
ehe der Autor den ersten Band von dem „Geheimen Wissen von Scripton“
beruhigend ausklingen lässt – nicht jedoch ohne die Andeutung, dass das
Abenteuer noch nicht zu Ende ist.

„Spiegelgasse: Das geheime Wissen von Scripton“
ist eine wirklich fantasievolle Geschichte mit Botschaft: Wissen ist Macht. Für
mich war die Umsetzung für die Zielgruppe beinahe zu komplex und ich hätte mir
etwas mehr Erklärungen zum Weltenbau gewünscht. Sehr gute 3 Bücher für Blue und
Elek.

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