♀ Amrita: Am Ende beginnt der Anfang (Aditi Khorana) [Rezension]

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Amrita ist die Prinzessin von Shalingar. Sie ist einem Mann
versprochen, der – ein ehemaliger Freund ihres Vaters – sich als grausamer
Herrscher des Kaiserreichs Makedon entpuppt, während sie sich nichts sehnlicher
wünscht, als die Liebe zu ihrem Wächter Arjun entdecken und ausleben zu können.
Doch alles verändert sich, als Sikander ein Gastgeschenk
mitbringt: Eine Seherin, vollgepumpt mit der Droge, die der düstere Herrscher
im Königreich von Amrita abbauen will – und wofür er wortwörtlich über Leichen
geht.

Amritas letzte Hoffnung besteht darin, gemeinsam mit der
Seherin zu fliehen und die Bibliothek des Seins zu finden, um das Geschehene rückgängig
zu machen.
Der Internettext von „Amrita“ machte mich sehr neugierig,
doch verrät er teils sogar Dinge, die erst im letzten Drittel des Buches
passieren, wie ich im Nachhinein festgestellt habe.
Dem Buch vorangestellt ist die „Parabel vom Land der Bäume“,
einer Geschichte über altes Wissen und zugleich eine moralische Botschaft über
die Vernichtung der Natur.
Direkt im Anschluss lernt der Leser die junge Protagonistin
Amrita kennen. Es ist ihr großer Tag, ihr zukünftiger Gatte reist in die Stadt
ein, der Kaiser von Makedon. Ihn unsympathisch zu nennen, wäre eine
Untertreibung. Er regiert sein Reich mit eiserner Faust, unterdrückt die
Bewohner und zwingt selbst die Jüngsten, in Kriegen für ihn zu kämpfen. Doch
eins hat er bislang nicht bekommen – den Zugang zu der „Droge“ Chamak, ein
Umstand, den er mit dem Ehebündnis zu beenden wünscht.
Als Amritas Vater erkennt, was für ein grausamer Tyrann sein
ehemals bester Freund geworden ist, kündigt er das Abkommen und zahlt mit dem
Leben dafür. Amrita gelingt dank treuer Menschen die Flucht – und doch läuft
nichts wie geplant, denn an ihrer Seite ist nicht ihr treuer Freund/Geliebter
Arjun, sondern die Seherin Thala, die ihr von der Bibliothek des Seins
berichtet, in der sie die Vergangenheit verändern kann.
Der Einstieg ins Buch gelang recht leicht, der Stil von
Aditi Khorana ist flüssig, wenngleich sehr blumig und teils mit sehr befremdlichen
Vergleichen ausgeschmückt. Dennoch kann man der Ich-erzählenden Protagonistin
gut folgen. Während die ersten Ereignisse voranschreiten, fließen immer mehr
die Mythen und Legenden der historisch angehauchten Welt ein. So kam es mir
vor, als befände ich mich in einem unbekannten Land zu Zeiten von Alexander dem
Großen, die Seidenstraße findet ebenso Erwähnung wie das Perserreich, weshalb
sich mir immer wieder historische Fakten einschlichen. Auch die Mythologie ist
teilweise von „unserer“ inspiriert. Die Sybillinen haben ähnliche Gaben wie die
Sybillen, die der orientalischen Mythologie entsprungen sind und auch die
griechisch/römische Antike begleitet haben.
Die Autorin hat eine große und tiefgreifende Fantasie, die
Welt ist sehr gut dargestellt und ausgestaltet, jedoch hatte ich mehr als einmal
das Gefühl, den Faden verloren zu haben. Vorteil dabei war, dass mich Aditi
Khorana mehr als einmal überraschen konnte, weil ich die Dinge so nicht kommen
sah – der Nachteil: Ich fühlte mich plötzlich wie in einem anderen Buch und mir
der Ziele und Wege, die ich gemeinsam mit der Protagonistin durchstehen wollte,
beraubt.
Insgesamt gesehen ist „Amrita – Am Ende beginnt der Anfang“
durchaus logisch, wenn man manches als gegeben hinnimmt, aber mich als Leser
ließen die letzten Entwicklungen und das Ende unbefriedigt zurück.

Auch was die Spannung angeht, bleibt „Amrita“ hinter zahlreichen ähnlichen
Büchern weit zurück. Durch die sprunghafte Erzählweise blieb gar keine
Möglichkeit, mitzufiebern und gewisse Erwartungen/Hoffnungen zu schüren. So
konnte ich auch kaum Bindung zu irgendwem aufbauen, schon gar nicht zur
Protagonistin Amrita, deren Entwicklung für meinen Geschmack nicht sehr positiv
ausfiel.

Im Nachwort berichtet die Autorin noch über die „Moral von
der Geschichte“, was interessant zu lesen war.

„Amrita: Am Ende beginnt der Anfang“ besticht durch ein
wundervolles Äußeres und einen flüssigen Stil in einer fantastisch-angehauchten
Welt der Antike. Die nur zaghafte Spannung und die nicht vorhandene Sympathie
mit den Figuren schmälerten meinen Lesegenuss jedoch erheblich. 3 Bücher für
Amrita und ihren Weg, das Schicksal zu verändern.

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17 KOMMENTARE

  1. Schade, dass du mit den Charakteren nicht so richtig warm geworden bist. Ich hab bisher noch gar nichts über das Buch gehört, aber irgendwie spricht es mich an, obwohl es dir nur mittelmäßig gefallen hat. 🙂

  2. Oh! Jetzt bin ich doch sehr gespannt wie es mir gefallen wird – es wartet schon auf meinem SUB! Tolle Rezension und ich bin gespannt ob ich dir komplett zu stimmen werde!(:

  3. Huhu Steffi,

    auch mich konnte das Buch nicht so wirklich überzeugen. Zum einen hätte ich mir Amrita in manchen Situationen taffer gewünscht, zum anderen fand ich die Geschichte leider sehr vorhersehbar 🙁 Außer das Ende, das konnte mich dann doch noch überraschen. Ob ich es gut finden soll, weiß ich aber immer noch nicht. 😀
    Meine Rezi wird es dann wohl am Montag geben oder dürfen die Rezis schon vorher veröffentlicht werden?

    Liebe Grüße
    Sandra

  4. Hey Steffi,
    eine schöne Rezension hast du geschrieben, die ich gut nachvollziehen kann, auch wenn ich eine ganz andere Meinung zu dem Buch habe. Ich fand zwar auch, dass die Sprünge teilweise etwas zu groß waren, aber mich konnte die Tiefe und Weisheit des Buches berühren. Ich habe die Geschichte wirklich geliebt.
    Viele liebe Grüße
    Yvonne

    PS: Meine Rezension findet sich hier:
    https://www.buchbahnhof.de/rezension-amrita-am-ende-beginnt-der-anfang-aditi-khorana/

  5. Hey Steffi,

    diees Buch hat mich insgesamt schon neugierig gemacht, aber nach der Leseprobe war ich mir letztlich doch nicht mehr ganz sicher. Nun bin ich auf die verschiedenen Rezensionen gespannt um mir ein grobes Vorabbild zu machen. Ich bin mir nämlich tatsächlich immer noch nicht ganz sicher, ob ich es unbedingt lesen möchte. Das Cover reizt auf alle Fälle schonmal alleine fürs Regal 😀

    Liebe Grüße, Ruby

    • Es sieht einfach mega aus! Außen wie unterm Schutzumschlag. Vielleicht kann dich ja die eine oder andere Rezension überzeugen 🙂
      Wäre ja gespannt, wie es dir gefällt

      Liebe Grüße

      Steffi

  6. Huhu liebste Steffi,

    ich habe das Buch gewonnen bzw. durfte ich mir ein Wunschbuch aussuchen und ich habe mich für Amrita entschieden. Ich hoffe doch sehr, dass mich das Buch mehr überzeugen kann als dich. Der Inhalt klingt nämlich wirklich gut. Lesen werde ich es dieses Jahr bestimmt noch, auch wenn ich noch nicht genau sagen kann wann.

    Liebe Grüße,
    Ally

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