♀ Weltenspringer (James Riley) [Rezension]

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Owens Leben wäre totlangweilig, gäbe es
keine Bücher – insbesondere seine Lieblingsreihe um den Zauberer Kiel
Gnomenfuß.
Doch eines Tages passiert etwas in der
Realität, das alles andere als langweilig ist: Owen beobachtet, wie seine
Mitschülerin Bethany aus einem Buch klettert, was er natürlich nicht
unkommentiert lassen kann. Dabei darf Bethany genau genommen nicht einmal lesen,
geschweige denn in Bücher tauchen – seit jenem Vorfall damals. Und doch bringt
Owen sie dazu, gemeinsam in die letzte Szene seiner Lieblingsreihe zu springen,
um den Meister seines Buchidols zu retten, ehe der finale Band der Reihe
erscheint.

Doch es gilt nicht umsonst die Regel,
dass man niemals in die Geschichte eingreifen darf. Denn die Folgen sind
gravierend.
Bücher über Bücher sind immer ein Muss
und James Rileys Weltenspringer gehören dazu.
Der Einstieg in die Geschichte gelingt
sehr leicht und sofort wird das Zielalter direkt angesprochen: in langweiligen
Unterricht kann sich sicher jeder einfühlen. Doch schnell wird es interessant:
nämlich Protagonist Owens Klassenkameradin taucht schokoladenverschmiert hinter
dem Buch „Charlie und die Schokoladenfabrik“ auf und beschmutzt das
Buch. Ein Buch aus der Bücherei von Owens Mutter. Grund genug für Owen, Bethany
genauer zu beobachten und herauszufinden, dass sie es wenig später einfach
irgendwo herumliegen lässt.
Owen nimmt das Buch an sich und noch am
selben Tag wird er Zeuge davon, wie Bethany aus dem Buch herausklettert!
Er bringt sie dazu, ihn mitzunehmen –
und fasst dabei einen geheimen Plan: die Rettung einer Lieblingsfigur aus
seiner Lieblingsreihe.
Die Folgen waren für ihn trotz etlicher
Warnungen von Bethany nicht absehbar und bald schon findet sich Owen in dem
wohl größten Abenteuer seines Lebens und sieht einen seiner Buchhelden mit ganz
anderen Augen – der die Realität auf gravierende Weise bedroht.
James Riley ist es gelungen, viele
bekannte Bücher
einzubinden, jedoch unverändert zu lassen: Harry Potter oder
Percy Jackson werden erwähnt, aber lediglich die Buch-im-Buch-Welt um die
Abenteuer von Kiel Gnomenfuß wird verändert.
Es hat wirklich Spaß gemacht, zu
verfolgen, wie Realität und Buchwelt dadurch immer weiter verschmelzen.
Der Autor hat etliche Seitenhiebe auf
Autoren verteilt und auch einige Klischees auf die Schippe genommen.
Die Idee ist grundsätzlich nicht neu,
jedoch bietet die Herangehensweise des Autors enormes Potential. Die Spannung
stieg konstant zur Verflechtung von Buch und Realität und während Owen das
Abenteuer seines Lebens erlebt, bestreitet Bethany ihrerseits einen wichtigen
Kampf.
Der Schreibstil war locker und flüssig.
Ich empfand die Erzählweise einerseits „kindlich“, teils sogar kindisch,
andererseits ist die Geschichte aber oftmals komplex, was es für mich schwierig
macht, es für die Zielgruppe einzuschätzen. In mir löste dies ein Gefühl von
Unstimmigkeit aus, das meinen Lesegenuss etwas trübte.

Natürlich wird zum Ende des Bandes die
Spannung aufgelöst und es kommt zu einem beruhigenden Ende – doch einige Fragen
bleiben ungeklärt, weshalb irgendwann auch noch die Fortsetzungen einziehen
werden.
James Rileys „Weltenspringer“
ist ein guter Auftakt für die Reihe, in der besondere Figuren in Bücher
tauchen. Gelungene Figuren und eine sehr interessante Buch-in-Buch-Welt sorgen
für einen hohen Spaßfaktor und 4 Bücher.
1. Weltenspringer
2. Weltenspringer: Die gestohlenen Kapitel
3. Weltenspringer: Angriff der Schatten

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3 KOMMENTARE

  1. Halli hallo

    Ich habe das Buch damals sogar vorbestellt…leider hat es mich enttäuscht und ich werde die Reihe nicht mehr weiterverfolgen.

    Mir haben die Abschnitte mit Owen überhaupt nicht gefallen haben. Darin ging es viel um Raumschiffe, Roboter, Computer und wurde für meinen Geschmack viel zu konfus und chaotisch rübergebracht, so dass ich teilweise quergelesen habe!
    Auch waren mir beide Charakter so gar nicht sympathisch.

    Insgesamt tolle Idee, aber chaotische Umsetzung und irgendwie fehlte der Charme…

    Liebe Grüsse
    Bea

    • Ich glaube, die Owen-Kapitel bzw. die im Kiel-Gnomenfuß-Buch sind so dermaßen an den Erwartungen über ein "Harry Potter ähnliches Buch" vorbei, dass es sich komisch anfühlt.
      Bei uns würde ein solches Buch niemand verlegen – keine deutliche Zuordnung zum Genre 😀

      Mein Junior hat es tatsächlich an einem Stück verschlungen, fand es absolut genial und zum Totlachen. Vor allem das mit dem digitalen, der fand das wie in Minecraft.
      Vielleicht sind wir zu alt für diese Bücher? :'D

      Liebe Grüße

      Steffi

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