Mein Freund Pax (Sara Pennypacker) [Rezension]

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„Da merkte der Fuchs, dass der Junge weinte.“
(S. 10) Warum haben wir keine Familie, Bruder?Runt schaute Pax an. Die Menschen sind daran schuld.(S. 104)

Fuchswelpe Pax ist der letzte Überlebende seiner Familie und
auch nach ihm streckt der Tod schon die Krallen aus. Doch als Peter den kleinen
Fuchs findet und bei sich aufnimmt, scheint sich alles zum Guten zu wenden und
die beiden werden die besten Freunde. Aber als der Krieg kommt, verlieren sie
einander. Getrennt durch hunderte Kilometer, scheinen sei nie wieder glücklich
sein zu können und beginnen schließlich eine verzweifelte Suche, getrieben von
nur einem Gedanken: den anderen wiederzufinden.
Pax ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Einmal aus der
Sicht eines Jungen namens Peter und dann aus der Sicht von Pax dem Fuchs. Pax
macht den Anfang, es wird beschrieben wie er und „sein Junge“ im Auto sitzen
und der Fuchs erkennt, dass sein Junge weint. Allerdings ist es nicht wie
sonst, er kann kein Blut riechen und keine Verletzung sehen, wie sonst, wenn
Peter geweint hat. Pax versteht das nicht.
Kurz darauf hält der Wagen, Peter wirft das
Lieblingsspielzeug von Pax (ein grüner Spielzeugsoldat) in den Wald und Pax
springt los, um ihn zurückzuholen. Ein altes Spiel, doch es läuft nicht nach
Plan. Als Pax zurückkehrt, fährt das Auto davon und Peter schreit verzweifelt
den Namen des Fuchses.
Die Erklärung folgt bald darauf, es ist Krieg und Peters
Vater wurde eingezogen. Peter soll zu seinem Großvater in eine andere Stadt
ziehen und dort ist kein Platz für Pax. Peter ist verzweifelt und schon bald
packt er ein paar Sachen und bricht auf, um seinen Fuchs, den er als Welpen
neben seiner toten Familie in seinem Bau gefunden und aufgezogen hat, zurück
nach Hause zu holen.
Jetzt laufen die zwei Handlungsstränge parallel. Peter, der
seinen Fuchs sucht und auf die seltsame Ex Soldatin trifft, die allein im Wald
haust, ohne Strom und nur mit einem Bein und Pax, der seine erste Nacht allein
im Wald verbringt, was mich übrigens sehr an Bambi erinnert hat. Beide Figuren
finden Verbündete, Peter bricht sich den Fuß und muss bei der ehemaligen
Soldatin aushaaren, die ihn nur unter drei Bedingungen bei sich aufnimmt. Pax
findet eine Füchsin und ihren kleinen Bruder und einen alten Fuchs, der ihn
unter seine Obhut nimmt. Auch die Tiere wissen vom Krieg und fürchten sich vor
dem, was kommen wird.
Die Kommunikation zwischen den Füchsen fand ich etwas
seltsam, aber gut, irgendwie musste man das ja verständlich machen, sonst wären
diese Stellen wohl eher langweilig geworden. Der Schreibstil ist einfach und
ruhig, keine blumigen Beschreibungen oder besonderer Wortwitz, sondern eher
nüchterne Beschreibungen mit Tiefgang und teilweise grausiger Realität.

Soweit ich das mitbekommen habe, wird Pax als Kinderbuch
eingeordnet. Das kann ich jetzt ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Einer der
Füchse stirbt sehr grausam und auch sonst, ist es teils echt schrecklich
traurig. Meiner Meinung nach ist das nichts für Kinder.
Ein Buch, das einem wirklich ans Herz geht, mich aber
irgendwie unterwegs auch ein Stück verloren hat. „Mein bester Freund Pax“ bekommt
von mir dicke drei Bücher.
Hier erfahrt ihr mehr über unser Bewertungssystem.

4 KOMMENTARE

  1. Hey Lizzy,

    eine wirklich schöne Rezension. Ich habe ja schon einiges über das Buch gehört und ich finde auch, dass die Grundidee einfach toll ist. Allerdings glaube ich, dass es nicht unbedingt etwas für mich wäre. 🙂

    Schade, dass es dich nicht ganz überzeugen konnte.

    Liebe Grüße,
    Ruby

  2. Dankeschön Ruby ♡ ich freue mich immer so, wenn du schreibst ^-^
    Also wenn du es irgendwo günstig siehst, schau ruhig mal rein. Vielleicht kriegt es dich ja auch noch eher als mich (:

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