♂ Schatten (Ursula Poznanski) [Rezension]

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„Nichts ist so berauschend, wie das
Gefühl, jemanden zu besitzen. Vollkommene Macht über ihn zu haben, über Körper
und Seele – oder eben das, was man im landläufigen Sinn unter Seele versteht.
Die Gedanken. Die Wünsche. Die Ängste.“
(S.51)
Ein neuer Fall für Beatrice Kaspary und
Florin Wenninger. Eine grausam zugerichtete Leiche eines Mannes wird gefunden.
Kurz darauf entdeckt man eine ertränkte Frau. Auf den ersten Blick haben die
beiden Morde nichts miteinander zu tun. Doch bald wird Beatrice klar, dass es
doch einen Zusammenhang gibt. Denn Beatrice kannte beide Mordopfer. Und noch
eines wird ihr klar. Mit beiden Opfern verbindet sie nicht die besten
Erinnerungen. Beatrice scheint der Schlüssel zur Lösung zu sein. Doch um
weitere Opfer zu vermeiden, ist eine schnelle Aufklärung gefragt. Beatrice
zieht eine weitere Verbindung zu einem weit in der Vergangenheit liegenden
Mord. Und plötzlich schwebt sie selbst in größter Gefahr.
Als ich hörte, dass ein weiterer Teil
einer meiner liebsten Buchreihen erscheinen wird, wurde ich in Richtung
Erscheinungsdatum immer nervöser. Nachdem mir „Fünf“, „Blinde Vögel“ und „Stimmen“
bereits außerordentlich gut gefallen hatten, war ich auf den neuen Fall des
Ermittlerduos Kaspary und Wenninger in „Schatten“ sehr gespannt. Selbstredend,
dass die Geschichte sofort gelesen werden musste, nachdem das Buch bei mir
angekommen ist.
Ich kann sagen, dass ich mich bereits ab
der ersten Zeile wieder wie zu Hause in der Geschichte fühlte. Neugierig saugte
ich die Zeilen förmlich in mich auf. Zumal die Autorin einmal mehr nicht
versäumt hat, entsprechende Spannung bereits von Beginn an zu erzeugen.
Die Geschichte startet mit einigen
Kapiteln aus der Sicht von Beatrice in dritter Person Vergangenheit. Eine
andere Sicht wurde zwischendrin eingebaut und erzeugt so eine Perspektive von der
anderen Seite und rundet die Handlung damit ab. Später übernimmt aus
erklärbaren Gründen Florins Perspektive ebenfalls in dritter Person
Vergangenheit die Führung, wobei die Gedanken von Beatrice natürlich auch immer
wieder eingeblendet werden.
Ursula Poznanski hat wirklich ein
Händchen dafür, ihre Idee in nicht ausufernden Beschreibungen dennoch plastisch
und erlebbar darzubieten, ich konnte mich in die Charaktere hineinversetzen und
mit ihnen fühlen. Der Autorin gelingt es in grandioser Weise, Handlungen und
Entwicklungen zu einem Gesamtwerk zu verflechten, das mich durchgängig an die
Seiten bannte. Nahezu atemlos flog ich durch die Seiten, ich konnte die
weiteren Entwicklungen kaum erwarten.
Die von mir erwartete Spannung war von
der ersten bis zur letzten Seite durchgängig vorhanden. Die Autorin setzt eher
noch einen Tick obendrauf, so dass ich mich nicht von den Seiten losreißen
konnte. Dabei hat sie auf überraschende Entwicklungen und Enthüllungen nicht
verzichtet, führte mich ein ums andere Mal an der Nase herum. Ursula Poznanski
erweiterte das Spannungsumfeld in „Schatten“ derart, dass mein Herzschlag ein
ums andere Mal einer höheren Taktfrequenz entgegensteuerte.
Die Charaktere hat die Autorin auch in dieser
Geschichte wiederum sehr vorstellbar dargestellt. Ich litt mit ihnen, fühlte
mich stellenweise machtlos und fühlte doch, dass an ein Aufgeben zu keiner Zeit
zu denken war. Auch mit Einblicken in das Familienleben von Beatrice gibt
Ursula Poznanski der Geschichte eine persönlichere Nuance, denn das macht die
Charaktere tatsächlich zu Menschen des täglichen Lebens und alles andere als
unnahbar.
Auch wenn ich einerseits der Auflösung
entgegensteuerte, wollte ich das Ende gern hinauszögern. Zu sehr fühlte ich
mich in die Geschichte hineingezogen. Nach einer emotionalen Achterbahnfahrt
hatte ich das Ende lesebefriedigt erreicht und kann „Schatten“ nun zu den
Vorgängern ins Regal stellen. Allen, die sich auf die Entdeckungstour begeben
werden um zu erfahren, ob alle Charaktere das Ziel erreichen und der Fall
gelöst werden konnte, wünsche ich ganz viel Lesespaß!

Zum Abschluss noch ein
Gedanke meinerseits. Die Reihe um Beatrice Kaspary und Florin Wenninger wäre
aus meiner Sicht mehr als geeignet, verfilmt zu werden. Falls sich noch niemand
mit dieser Idee beschäftigt hat. Vielleicht kann ich hiermit einen kleinen
Anstoß liefern.

Schatten“ überzeugt mit seinen
Entwicklungen, Handlungen und der permanent anhaltenden Spannungslage für einen
Lesegenuss erster Güte. Meine Bewertungsskala für die Lesestunden an der Seite
von Beatrice und Florin kommt hier an ihre Grenzen, so dass ich für die Geschichte
neben absolut verdienten 5 Büchern noch ein dickes PLUS vergebe.

Für alle, die atemlos
spannende Handlungen aushalten, sich nicht von Vermutungen verunsichern lassen
und bei überraschenden Entwicklungen dennoch die Übersicht behalten.

1. Fünf (Rezension)
2. Blinde Vögel (Rezension)
3. Stimmen (Rezension)
4. Schatten

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10 KOMMENTARE

  1. Hallo ihr beide 🙂

    die ersten zwei Teile der Reihe habe ich auch auf dem SuB.. Irgendwie habe ich sie nie angefangen.. Mal sehen, ob ich irgendwann bis Teil 4 komme 😛

    Liebe Grüße
    Meiky

    • Hallo Meiky,

      ich hoffe, du kannst sie bald vom SuB befreien 😀 Auf jeden Fall hast du den Vorteil, dass du die Bände gleich nacheinander lesen könntest…Wünsche dir viel Spaß mit den Büchern, wenn es dann soweit ist 🙂

      Liebe Grüße
      Kay

  2. Wie immer: Tolle Rezension!
    Ich hab bisher noch keinen der Thriller von Ursula Poznanski gelesen, ihre Jugendbücher liebe ich aber. Vielleicht zieht ja "Fünf" doch noch demnächst bei mir ein. 🙂

  3. Hallöchen! 🙂

    Danke für die tolle Rezi!
    Ich habe heute noch überlegt, ob ich mal einen Poznanski-Thriller ausprobieren soll und jetzt wurde ich wirklich überzeugt. Deshalb wandert der erste Band jetzt direkt mal auf den Wunschzettel.

    Liebe Grüße,
    Jen

  4. Na das hört sich schon sehr vielversprechend an und weckt die Freude auf den nächsten Teil. Einzig, Beas Privatleben ging mir schon im letzten Teil auf die Nerven. Aber da muss ich wohl drüber stehen, weil es wohl dazu gehört.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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