♀ Schattenkrone: Royal Blood (Eleanor Herman) [Rezension]

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Kat war schon immer anders, hat ein
besonderes Gespür für Tiere. Aber das ist nicht ihr einziges Geheimnis. In ihr
schlummert der Durst nach Rache, der immer größer wird. So groß, dass sie ihre
Liebe Jacob abweist, ihm dann jedoch nach Perra folgt – jedoch nicht
seinetwillen. In der Hauptstadt angekommen, spürt sie sofort eine besondere
Verbindung zu Prinz Alexander – doch auch er kann sie nicht davon abhalten,
hinter das Geheimnis ihrer verstorbenen Mutter zu kommen.

Alex hat es bei Hofe nicht leicht.
Einzig sein bester Freund Heph hält wirklich zu ihm, all die anderen sehen ihn
noch immer als Kind, das keinerlei Befugnisse hat. Er hat zahlreiche Gegner,
die stets Intrigen gegen ihn spinnen – nicht zuletzt seine Stiefschwester Cyn,
die ihrerseits ganz spezielle Pläne hat…
Eine Welt, in der die Götter scheinbar
schlafen und bald zurückkehren sollen – eine Fantasy-„Adaption“ der Geschichte
von Alexander dem Großen
, seiner jungen Jahre, ehe er so große Siege feiern konnte und
weltbekannt wurde. Ich konnte mir die Geschichte, deren Prise Magie schon im
Klappentext erwähnt wird, nicht entgehen lassen.
Zu Beginn fühlte ich mich direkt in Kats
Welt gesogen. Binnen kürzester Zeit wurden sie und ihre große Liebe Jacob
vorgestellt, doch dessen Aufbruch in seinen potentiellen Tod steht kurz bevor.
Ich fühlte mich ein wenig von Informationen erschlagen und all die Emotionen
wurden mir quasi aufgezwungen
, was leider vorerst jegliches Mitgefühl für Kat
unmöglich machte. Dennoch hat es Eleanor Herman geschafft, mich neugierig zu
machen, was die Protagonistin Kat denn für ein Geheimnis hat und vor allem,
welche Pläne sie hegt, ehe sie sich Jacob wirklich zuwenden kann.
Doch so schnell durfte ich nicht
dahinterkommen. Mit insgesamt sieben Perspektiven, jede einzelne mit eigenen
Bedürfnissen, Intensionen und potentiellen Gegenspielern im jeweils anderen
fiel es mir nicht sehr leicht, zu irgendwem eine Verbindung zu bekommen. Ich
fühlte mich zwischen den Perspektiven und den zahlreichen Intrigen nahezu
erstickt. Insbesondere zu Beginn empfehle ich, möglichst einen Großteil des
Buches am Stück zu lesen, um überhaupt einen Überblick zu bekommen.
Mit jedem Akt (das Buch ist in die
klassischen fünf Akte unterteilt) zog mich die Autorin dann jedoch weiter in den
Bann der Geschichte. Obwohl es so viele Sichten sind, die füreinander teils die
Rolle des Antagonisten einnehmen, schafft es Eleanor Herman trotzdem, mir die
jeweiligen Geheimnisse sehr lange vorzuenthalten. Stück für Stück dringt der
Leser weiter in die tieferen Schichten der Figuren ein, Häppchen für Häppchen
werden die wahren Beweggründe deutlicher – leider wirkte das eine oder andere
Häppchen dann jedoch wie ein Wink mit dem Zaunpfahl, glücklicherweise gab es
noch genügend weitere Handlungsstränge, die meine Neugier am Buch
aufrechterhielten.
Der Schreibstil von Eleanor Herman war
sehr detailliert und bringt die damalige Welt des antiken Griechenlands, aber
auch Persiens deutlich vor Augen.

Die Spannung nimmt nur sehr langsam an
Fahrt auf, weil sich die Autorin sehr viel Zeit mit der Einführung der Figuren
und ihrem Leben in der Zeit 340 v. Chr. lässt. Im Nachwort erklärt sie, dass
ihre Geschichte trotz der Fantasy-Elemente so nah an den historisch belegten
Tatsachen liegen sollte, wie möglich. Als die Geschichte dann aber in Fahrt
kam, gab es durchaus ein paar Spannungsspitzen. Letztendlich endet dieser erste
Band auch zufriedenstellend, jedoch fühlt es sich nach Beenden tatsächlich an,
als hätte ich trotz der weit über 500 Seiten lediglich die Einleitung in die
vierbändige Reihe gelesen und keine eigenständige Geschichte. Ich bin daher
sehr froh, dass die Fortsetzung schon bald erscheinen wird.
Mit „Schattenkrone“ führt Eleanor Herman
in die mit phantastischen Elementen angereicherte Jugend von Alexander dem
Großen ein. Intrigen und Machtkämpfe lauern am Hof des Prinzregenten und jede
der insgesamt sieben Perspektiven kämpft um die Durchsetzung der eigenen Interessen.
Die Spannung steigt nur sehr zögerlich an, was den Eindruck mehrt, dass es sich
lediglich um die Einleitung für die nachfolgenden Abenteuer in der vierbändigen
Reihe handelt, auf die ich mich schon sehr freue. 4 Bücher für „Royal Blood:
Schattenkrone“
.
1. Royal Blood: Schattenkrone
2. Royal Blood: Göttertochter (27.4.2017)
3. ?
4. ?

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6 KOMMENTARE

  1. Halli hallo

    Ich bin zwar erst auf S.200 und mag das Buch wirklich sehr gerne, dennoch schliesse ich mich deinen Kritikpunkten schon jetzt an.
    Da es so viele Perspektiven sind brauchte ich doch ein bisschen Zeit, bis ich da alle " kennengelernt" hatte 😉 entsprechend ist es für mich etwas schwierig Bindungen aufzubauen und so richtig emotional mitzufieberen.

    Liebe Grüsse
    Bea

    • Es sind heftig viele, oder? Anfangs hat mich das beinahe verrückt gemacht – dann kam ein Wochenende und ich konnte endlich mehrere Kapitel am Stück lesen. Das hat es deutlich vereinfacht 🙂

      Viel Spaß weiterhin und ganz liebe Grüße

      Steffi

  2. Hey ihr Beiden,

    definitiv ein Buch was mir wohl nicht so gefallen würde. Diese extrem vielen Perspektiven würden mir das Lesevergnügen wohl etwas nieder machen, daher werde ich wohl um die Reihe einen Bogen machen. Aber dennoch klingt es insgesamt sehr interessant. J

    Liebe Grüße,
    Ruby

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