♀ Emma, der Faun und das vergessene Buch (Mechthild Gläser) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen: 
 

Da mir Mechthild Gläsers
„Buchspringer“ sehr gut gefallen hat, war ich gespannt auf ihr
neuestes Werk, das mich durch dieselbe locker-leichte Art auch sofort für sich
gewinnen konnte.
Die Ich-erzählende Protagonistin Emma
besucht das Internat Stolzenburg, weil ihr Vater dort Rektor ist.
In den Ferien war sie „nur“
bei ihrer Mutter, während die anderen Schüler des Eliteinternats rund um die
Welt im Urlaub waren. Doch das stört Emma nicht. Sie hat Freundinnen wie
Charlotte auf Stolzenburg und auch die neue Stipendiatin Hannah schließt sie
sofort in ihr Herz. Da ein uraltes elitäres Internat nur so nach Geheimbund
schreit, plant Emma einen solchen und quartiert ihn kurzerhand in die alte
unbenutzte Bibliothek ein.
Beim Aufräumen entdecken die drei Mädchen
ein altes Buch in einem Geheimfach und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Gleich zu Beginn tauchen zwei etwas
ältere Jungs
im Internat auf und machen gewaltigen Eindruck auf Emma – einer
davon im negativen Sinn. Denn Darcy de Winter, dessen Familie die Burg gehört,
in der sich das Internat befindet, zeigt vom ersten Moment an, wie arrogant
manche aufgrund ihrer Herkunft sind, was für Emma ein rotes Tuch ist. Doch dass
der äußere Schein trügt, darf Emma erst im Laufe der Seiten herausfinden.
Ich mochte die Idee der Chronik, in die
man reinschreibt und die die Dinge dann real werden lässt – mit nicht immer
geplanten Folgen, die nie rückgängig gemacht werden können. Was mir an
„Emma, der Faun und das vergesse Buch“ aber am meisten gefallen hat,
waren die zahlreichen falschen Fährten, auf die mich Mechthild Gläser geführt
hat. Ich habe mit Emma gemeinsam irgendwie jeden verdächtigt.
Ebenso genießen konnte ich die süße
Hatelove
zwischen Emma und Darcy, die zwar einen Hauch zu gewollt wirkte, aber
trotzdem wahnsinnig Spaß machte. Auch wenn – oder gerade weil – Emma nicht
immer das tut, was man von ihr erwartet.
Die gut konstruierte Geschichte der
Autorin Eleanor Morland fügt sich perfekt in die Grundidee des Buches ein und
bietet Raum für zahlreiche Überraschungen.
Während sich die Lage rund um das Buch,
die Texte darin und alte Schauergeschichten über die alte Burg immer weiter
verstricken, fliegen die Seiten nur so dahin, getragen von Mechthild Gläsers
lockerem Schreibstil und einem Hauch sarkastischem Humor, der in Emmas
Erzählweise mitschwingt.
Nägelkauende Spannung war zwar nie
vorhanden, aber der Lesefluss und etliche Wendungen gepaart mit alten
Chronikeinträgen sorgen neben der Neugier an der Auflösung des Ganzen für einen
konstanten Lesespaß.

Gegen Ende hin ging es mir ein wenig
schnell, die letzten Infos zur Auflösung kamen zu gehetzt im Vergleich zur
langsameren Erzählweise des restlichen Buches. Das letzte Kapitel bildet dann
einen wunderbaren Ausklang dieses Einzelbandes.
Mit „Emma, der Faun und das
vergessene Buch“
hat Mechthild Gläser eine süße Geschichte erschaffen, die
vor allem durch ihre Figur Emma lebt. Ihre Gefühle und Gedanken tragen durch
das Buch und lassen über kleinere Kritikpunkte gerne hinweggesehen. Wer nach
Rätselraten, einer süßen Hassliebe und vielen Geheimnissen sucht, ist hier
genau richtig. 

10 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    Cover und Titel sprechen mich so arg an, dass ich das Buch am liebsten sofort kaufen würde 😀 deine Rezi hat meinen Kaufdrang jedoch ein wenig entschleunigt. Ich glaube meine Erwartungen und die tatsächliche Geschichte decken sich nicht zu 100%.
    Lesen möchte ich es aber trotzdem,weil es wirklich unterhaltsam klingt.

    Liebe Grüße
    Nanni

  2. Hey Steffi 🙂

    Eine wirklich schöne erfrischende Rezension. Ich mag Bücher sehr gerne mit einem gewissen Maß an sarkastischem Humor und auch die Geschichte klingt witzig, leicht und nicht so einfach zu durchschauen, daher schreibe ich sie mir gleich mal auf die Wunschliste.

    Liebe Grüße
    Jenny

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here