♂ Nie mehr zurück (Vivian Vande Velde) [Rezension]

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„Und jetzt steht sie wieder da und ist
dem Tod noch nähergekommen. Das ist kein persönlicher Rekord, den sie noch einmal
übertreffen will.“
(S.71)
Kurz nach ihrem dreizehnten Geburtstag
entdeckt Zoe ihre Gabe. Sie kann in der Zeit zurückreisen. Allerdings nur für
ganze dreiundzwanzig Minuten zurück.
Bei einem Ausflug in die Stadt wird Zoe
von einem heftigen Regen überrascht. Die in der Nähe liegende Bankfiliale
scheint ihr als Schutz geeignet und so versucht sie, möglichst unauffällig die
Zeit bis zum Ende des Regens zu überstehen.

Doch sie gerät mitten in
einen Banküberfall, die Situation gerät außer Kontrolle. Ein junger Mann, der
ihr kurz zuvor noch freundlich geholfen hat, wird erschossen. Und es kann
weitere Opfer geben. Zoe steht vor der Entscheidung, ihre Gabe einsetzen zu
müssen, um Schlimmeres zu verhindern. Doch nicht immer ist das Ergebnis besser
als zuvor.

„Nie mehr zurück“ lief mir eher zufällig
über den Weg. Doch von der Inhaltsangabe war ich gleich ziemlich angetan, so
dass ich das Buch kurzfristig lesen wollte. Lange habe ich die Geschichte dann
auch nicht warten lassen und so stürzte ich mich in die Seiten.
Recht schnell traf ich dann auch auf die
Protagonistin Zoe, die nicht lange zögerte und versuchte, mir ihre Gabe zu
erklären. So erfuhr ich kurzfristig, wie Zoe die Gabe anwendet, doch wo sie
herkommt, wusste nicht einmal Zoe selbst. Das reichte mir als Erklärung
allerdings völlig und hatte auch keinen Einfluss auf das Verständnis der
weiteren Handlung.
Ein wenig Eingewöhnungszeit benötigte
ich dennoch, denn allein die gewählte Perspektive aus konsequenter Sicht von
Zoe in dritter Person Gegenwart hielt mich vorerst ein wenig auf Abstand. Nach
und nach gewöhnte ich mich allerdings immer mehr daran und so konnte ich mich
auch an Zoe annähern.
Zoe ist dann auch keine typische
Protagonistin, sie hat ihre Eigenarten, zu denen sie jederzeit steht. Ihre
Kindheit war alles andere als einfach, später wurde sie ihren Eltern sogar
weggenommen. Seitdem wurde sie immer wieder bei wechselnden Pflegefamilien
untergebracht. Ein leichtes und unbeschwertes Leben sieht anders aus.
Die Idee zur hier vorliegenden
Geschichte fand ich wirklich gut. Vivian Vande Velde setzt diese glaubhaft und
nachvollziehbar um, so dass fast durchgängig an die Seiten gefesselt wurde. Die
eine oder andere Abschweifung vom Wesentlichen konnte ich hierbei verzeihen,
ließ mich in meinem Lesedrang dadurch nicht ausbremsen. Die ab und an enthaltenen
leicht sarkastischen Anflüge gefielen mir außerdem und peppten das Geschehen
mitunter auf.
Auch die von mir erwartete spannende
Handlung konnte ich in Vivian Vande Veldes Geschichte oftmals finden. Da die
Versuche Zoes, das ursprüngliche Geschehen beim Banküberfall zu verbessern,
begrenzt sind, wuchs meine Neugier stetig, wie viele Rücksprünge sie
tatsächlich brauchen wird, bis ein positiveres Ergebnis eintritt. Für Zoe
selbst war es natürlich alles andere als einfach, überhaupt ein aktives Eingreifen
in diese gefährliche Situation zu bewerkstelligen. Dreiundzwanzig Minuten sind
eben keine lange Zeit, und Menschen müssen erst einmal überzeugt werden. Die
Option, die Bank zu meiden, kam für Zoe nur ansatzweise in Frage. Die Rettung
des hilfsbereiten jungen Mannes gewann bei ihr immer mehr an Priorität.

Nachdem ich interessante
Szenerien und Entwicklungen erleben durfte, lässt Vivian Vande Velde ihre
Geschichte zwar nicht überraschend, so doch für mich absolut nachvollziehbar
ausklingen. Auf einen vorherigen Anstieg des Spannungslevels verzichtet die
Autorin hierbei ebenfalls nicht. Resümierend kann ich feststellen, dass ich mit
„Nie mehr zurück“ einige wirklich schöne Lesestunden verbracht habe.

Nie mehr zurück“ bot mir einige
interessante Entwicklungen, die meine Neugier stetig wachsen ließen und
insgesamt für ein schönes Lesevergnügen sorgten. Zoe und ihre Gabe erhalten
deshalb von mir eindeutige 4 Bücher.
Für alle, die sich mit ungünstigen
Entwicklungen nicht abfinden wollen, dabei aktives Eingreifen nicht
ausschließen und immer auf einen guten Ausgang hoffen.

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4 KOMMENTARE

  1. Huhu ihr bveiden 🙂
    Eine tolle Rezension,bin aber immernoch nicht sicher, ob es was für mich ist. Es klingt asber auf jeden Fall spannend und mir wurde ein guter Einblick verschafft.
    Ich grübel dann mal weiter 🙂

    Liebe Grüße
    Susi Aly

    • Huhu Susi,

      es ist definitiv etwas anderes…Die Möglichkeiten, die sich einem bieten können, sind schon enorm. Wie würde man sich selbst entscheiden? Diese Frage ging mir immer durch den Sinn…

      Liebe Grüße
      Kay

  2. Aus dem Ivi-Verlag habe ich schon lange nichts mehr gelesen, fällt mir gerade auf … Vielleicht wird das ja mein nächstes Buch aus dem Verlag. 🙂

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