♀ Die Krone der Sterne (Kai Meyer) [Rezension]

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Baroness Iniza soll die nächste Braut
der allmächtigen Gottkaiserin werden und zu ihr nach Tiamande gebracht werden. Um
ihrem Schicksal zu entkommen, hat sie ihre Flucht vor den Paladinen und den
Hexen des Ordens schon lange geplant. Doch nichts kommt, wie es kommen soll.
Sie wird von dem Kopfgeldjäger und legendären „Waffenmeister“ Kranit entführt –
glücklicherweise zusammen mit ihrem heimlichen Geliebten Glanis.

Doch anstatt die Baroness wie von Kranit
geplant bei seinem Auftraggeber abzugeben, geraten sie an die Alleshändlerin
Shara, auf deren Hilfe sie angewiesen sind, und so ihre Ziele ändern müssen –
während die Verfolger immer näher kommen und reich an der Zahl sind.
Ich begeistere mich aktuell für Science
Fiction und so musste ich natürlich auch zu Kai Meyers „Space Fantasy“ greifen.
Der Einstieg in die fremde Welt gelang
leicht, Informationen über die Galaxis flossen direkt in die Umstände ein, in
die Protagonistin Iniza geworfen wurde. Sie plant die Flucht vor ihrem
Schicksal – die Braut der Gottkaiserin von Tiamande zu werden. Gemeinsam mit
ihrem heimlichen Geliebten Glanis hat sie alles geplant – nicht jedoch die
Tatsache, dass noch jemand anderes Interesse daran hat, Iniza vor den Fängen
des Hexenordens zu befreien. Eins kommt zum anderen und plötzlich befinden sich
Iniza und Glanis gemeinsam mit dem Waffenmeister Kranit, der Alleshändlerin
Shara und einer Muse im All. Verfolgt von vielen Parteien, die alle ein
Interesse an der Besatzung des Schiffes haben.
Der Stil von Kai Meyer ist gewohnt
bildhaft und enthält sehr viele Beschreibungen, was die Handlung selbst etwas verlangsamt
voranschreiten lässt. Für die Vielzahl an Beschreibungen und trotz der Illustrationen
von Jens Maria Weber fiel es mir dennoch schwer, die Galaxis und auch die
Besonderheiten zum Aufbau der Schiffe wirklich zu begreifen. Ich persönlich
hätte mir nicht allzu genaue Beschreibungen gewünscht, die mehr Raum für die
eigene Fantasie lassen und sich mit dieser nicht einen konstanten Kampf liefern.
Aber das ist Geschmackssache.
Technisch gesehen (und dabei meine ich
nicht die Technik der Galaxis) ist „Die Krone der Sterne“ absolut
Lehrbuch-tauglich. Jeder Wendepunkt ist perfekt platziert. Ohne es zu wollen
seziert man das Buch nebenbei in diese einzelnen Teile (was erneut gegen die
vielen Beschreibungen und die langsamer voranschreitende Handlung spricht, da
ich ansonsten gar keine Zeit hätte, darüber nachzudenken) und kann dadurch
leider genau sagen, wann es spannend werden soll, wann die nächste wichtige
Entscheidung ansteht und wann sich etwas verändert.

Die Galaxis wurde von Kai Meyer wahrlich
meisterhaft erfunden und bis ins kleinste Detail ausdetailliert. Ständig wurde
das Wissen der aktuellen Erzählstimme revidiert und um neue Hintergründe
erweitert, die den Leser Stück für Stück ans große Ganze führen könnten. Doch leider
bleiben auch nach Abschluss des Buches sehr viele Fragen offen, was vermuten lässt,
dass „Die Krone der Sterne“ nicht der erwartete Einzelband, sondern der Auftakt
einer Reihe ist, was mein Leseerlebnis in Nachhinein etwas schmälerte. Dabei
ist unerheblich, ob das Ziel vorerst erreicht ist – es bleiben viel zu viele
weitere Möglichkeiten, um einen wirklichen Abschluss zu bieten. Daher hoffe ich
auf eine Fortsetzung, die meine Meinung zum „viele Fragen offen lassenden Ende“
vielleicht noch revidieren würde.
„Die Krone der Sterne“ ist ein
gelungenes Abenteuer in einer fremden Galaxis und hat alles, was ein
unterhaltsamer Roman haben muss. Die Vorhersehbarkeit, kleinere Längen und die
zu zahlreich vorhandenen offenen Fragen (für einen Einzelband) am Ende
schmälerten meinen Lesegenuss ein wenig. 4 Bücher für Baroness Iniza und ihren Trip
durch die Galaxis.
?

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6 KOMMENTARE

  1. Halli hallo

    Die Geschichte klingt schon cool und ich gestehe im Moment stehe ich auch so ein bisschen auf Science fiction 😉
    In deiner Rezi haben mich aber ein paar Worte oder Sätze direkt angesprungen, die mir leise zuflüstern, vielleicht doch lieber die Finger von dem Buch zu lassen….;)

    Liebe Grüsse
    Bea

    • Sollte es eine Fortsetzung geben (Kai Meyer würde wohl sofort laut FB), dann wäre schön mal ein Großteil der Kritik gestrichen 🙂
      Oder was hat dich noch angesprungen? 🙂

      Ganz liebe Grüße

      Steffi

    • Genau das mit den offenen Fragen und dann noch diese Sätze hier:

      "enthält sehr viele Beschreibungen, was die Handlung selbst etwas verlangsamt voranschreiten lässt. fiel es mir dennoch schwer, die Galaxis und auch die Besonderheiten zum Aufbau der Schiffe wirklich zu begreifen. Ich persönlich hätte mir nicht allzu genaue Beschreibungen gewünscht, die mehr Raum für die eigene Fantasie lassen"

      Da meldet sich doch direkt mein Bauchgefühl…..;)

    • Du hast die Seiten der Welt auch gelesen, oder?
      Hier ist es ähnlich – nur halt mit (für mich nicht relevanten) Details zu den Schiffen. Vielleicht bin ich da schnell mit einem "Raumschiff" zufriedenzustellen und brauche keine "Nachtwärts", deren Kugelkopf mit Cockpit sich bewegen kann und aus deren Mund man eine Rampe ausfahren kann. Aber das ist sicher Geschmacksache – andere könnte gerade so etwas begeistern

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