♂ Shut Down (Dan Smith) [Rezension]

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„Sie fassten sich wieder an den Händen
und setzten sich in Bewegung. Es war, wie in den Schlund der Hölle
vorzudringen.“
(S.50)
Gerade noch auf der Beerdigung seines
Vaters erwacht der fast dreizehnjährige Ash ohne Erinnerung an das Geschehene
in einem Krankenzimmer. Niemand ist zu sehen. Ash beschließt, sich im Gebäude
umzusehen. Bald darauf trifft er auf Isabell, die ungefähr in seinem Alter ist.
Von ihr erfährt Ash, dass sie sich auf der Isla Negra befinden und hier an
einem geheimen Forschungsprojekt gearbeitet wird. Wie aus dem nichts werden
beide dann Zeugen einer Schießerei. Die Ereignisse überschlagen sich. Bald wird
klar, dass Ash über sich hinauswachsen muss. Denn ein gefährliches Virus soll
von der Insel geschafft werden. Millionen Menschen sind vom Tod bedroht. Ash
nimmt die Herausforderung an. Denn auch seine Mutter wurde bereits infiziert.
Er hat 24 Stunden, das Gegenmittel zu besorgen. Ein gefährlicher Wettlauf gegen
die Zeit beginnt.
„Shut Down“ ist ein Buch, das eigentlich
nicht auf meiner Leseliste stand. Beim Stöbern in meiner Buchhandlung ist mir das
Buch allerdings aufgefallen. Da sich auch das Drumherum sehr interessant für
mich angehört hatte, durfte das Buch bei mir einziehen. Nachdem es nun kurze
Zeit in der Warteschlange verbracht hatte, wollte ich die Geschichte nun
endlich lesen.
So wurde ich auch gleich in den ersten
Seiten in die Geschichte geworfen. Gerade hatte Ash seinen Vater bei einem
Unfall verloren, wurde ich Zeuge davon, wie Ash plötzlich in einem
Krankenzimmer erwacht. Weit und breit befindet sich niemand, so dass Ash
beschließt, auf Erkundungstour zu gehen. Kurze Zeit später trifft er dann doch
auf jemanden – Isabell. Von ihr erfährt Ash, dass er sich auf einer geheimen
Insel – der Isla Negra – befindet und Isabells Vater zusammen mit seiner Mutter
an einem Forschungsprojekt arbeitet.
Ash war bisher immer ein eher
mittelmäßiger Junge gewesen. Nun steht er kurz vor seinem dreizehnten
Geburtstag und gerät mitten in einen rasanten Wettlauf, die Verbreitung eines
tödlichen Virus zu verhindern. Nachdem Isabell und Ash Zeugen eines
Schusswechsels und anschließender Verbarrikadierung der Forschungsstation
geworden sind, gelingt es ihnen mit Glück und Verstand, diesem Käfig zu
entkommen. Isabells Vater und Ashs Mutter wurden mit Kronos – einem tödlichen
Virus – infiziert und verharren nun isoliert im Inneren der Forschungsstation
der Dinge. Ash und Isabell haben 24 Stunden Zeit, das Gegenmittel zu besorgen
und ihre Eltern damit zu retten. Aber nicht nur die Rettung der ihnen
nahestehenden Menschen ist das Ziel. Nein, die ganze Menschheit ist bedroht,
wenn der tödliche Virus in falsche Hände gerät.
Dan Smith trug mich mit einem angenehm
und flüssig lesbaren Schreibstil durch die Seiten. Dabei lieferte er für die
Handlung einen sympathischen Protagonisten, aus dessen Sicht ich die Geschichte
in dritter Person Vergangenheit erlebte. Ashs Handeln war grundsätzlich
entsprechend seines Alters nachvollziehbar, eine Entwicklung verspürbar. Kleinere
Stolpersteine konnte ich genau wie sich anbahnende winzige Längen ausblenden.
Dan Smith setzt gekonnt immer wieder Spannungsspitzen, die die Handlung
aufpeppen konnten. Seine interessante Idee konnte der Autor aus meiner Sicht
gut umsetzen, ohne dabei die Charaktere in Superhelden zu verwandeln. Die
geschärften Sinne von Ash bilden hierbei dennoch ein interessantes Detail für
den Fortgang.
Wenn ich auch auf so manche Erklärung
etwas lange warten musste, ergab sich im Verlauf der Geschichte immer wieder
die eine oder andere Information, die ich mir sehnlichst herbeigewünscht hatte.

Dan Smith treibt seine
Geschichte zum Ende hin nochmals in ein rasantes Tempo, bevor er einen für mich
akzeptablen Abschluss findet. 

Shut Down – Du hast nur 24 Stunden
bringt an Tempo und Action wirklich alles mit, das junge Leserherzen begeistern
kann. Meine Lesestunden im gefährlichen Dschungel auf der Isla Negra belohne
ich auf jeden Fall mit 4 Büchern.
Alle, die sich ernsthaften Bedrohungen
stellen können und dabei an der Seite eines jungen natürlichen Protagonisten
gefährlichen Situationen stellen wollen, sind bei „Shut Down – Du hast nur 24
Stunden“ genau richtig.

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8 KOMMENTARE

  1. Hallo Kay,
    ich bin bei "Shut down" bei 3 Federn gelandet. Vielleicht waren nach "Big Game", das ich wirklich geliebt habe, die Erwartungen einfach zu hoch. Ich fürchte, dass ich Ash zu sehr mir Oskari verglichen habe und dabei hat Ash schlecht abgeschnitten. Ich fand die Figuren ein bisschen blaß und hatte Probleme eine Verbindung aufzubauen. Oskari hatte so viel Mut, ohne Superkräfte, dagegen hätte Ash mit seinen Superkräften wirklich etwas weniger zögerlich sein dürfen.
    Trotz allem, ein lesenswertes Buch, das man auf jeden Fall empfehlen kann.
    Lieben Gruß
    Yvonne

    • Hallo Yvonne,

      manchmal ist die Meinung zu einem Buch wirklich voll davon abhängig, welches man als Vorgänger hatte. Bei Shut Down schätze ich mal ein, dass es in der angegebenen Zielgruppe eher den jüngeren Lesern gut gefallen könnte. Deshalb habe ich die Bewertung auch darauf ausgerichtet. Und das ist ja wieder das Schöne an der ganzen Sache. Nämlich, dass man ganz sachlich über solche Themen reden kann 🙂 Ich finde deshalb deinen Kommentar und deine Einschätzung richtig gut. So haben die Leserinnen und Leser immer verschiedene Einschätzungen. Vielen lieben Dank <3

      Ganz liebe Grüße
      Kay

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