♀ Siren (Kiera Cass) [Rezension]

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Kahlen ist eine Sirene. Ein Mädchen, das
einst von der See gerettet wurde und ihr nun 100 Jahre lang dienen muss, indem
sie wie ihre Schwestern Menschen in den Tod führt, wovon sich die See ernährt.
Kahlen übt diesen „Job“ nun schon 80
Jahre aus, aber sie war nie wie ihre Schwestern, die zumindest versuchen, sich
den Menschen anzunähern.
Als Kahlen auf Akinli trifft, ist das
anders. Denn auch wenn eine Sirene in der Gegenwart von Menschen nicht sprechen
darf, damit sie sich nicht blindlings ertränken, finden die beiden ohne Worte
zueinander und Akinli geht Kahlen nicht mehr aus dem Kopf, ganz gleich, wo die
Mädchen sich ansiedeln.

Doch dann geschieht etwas, das einfach
alles verändert.
Nach dem Hype rund um „Selection“ wurde
nun die (laut Danksagung überarbeitete) Version von Kiera Cass‘ Debüt ins
Deutsche übersetzt und ich war sehr neugierig, wie sie das Sirenenthema
umsetzen würde.
Das Buch startet mit einem kurzen
Rückblick auf Kahlens nahenden Tod und den Beginn ihres neuen Lebens als
Sirene. Danach gibt Kiera Cass mehr als ausreichend Zeit, Kahlen genauer
kennenzulernen. 80 Jahre später, nach etlichen Morden an Menschen, die Kahlen einfach
nicht loslassen.
Nach diesem ruhigen Einstieg erwartet
man als Leser einen stetigen Anstieg des Spannungsbogens, eine schneller
werdende Handlung und sich zuspitzende Ereignisse. Leider traf das nicht in
gewünschtem Maße auf „Siren“ zu. Die Geschichte fokussiert das Innenleben von
Protagonistin Kahlen, die in Ich-Perspektive erzählt. Ihre Liebe zur See ist
deutlich spürbar und auch der Konflikt, der entsteht, als sie sich in Akinli
verliebt.
Doch abgesehen davon passiert nur sehr sehr wenig. Fiebert man als Leser
weiteren Aufeinandertreffen der Liebenden entgegen, so hat man meist einen
langen Weg dazwischen, sodass ein ums andere Mal die Leselust schwindet.
So negativ das jedoch klingen mag, fand
ich die Idee selbst wirklich gut. Die „stimmlosen“ Sirenen, die Menschen
gegenüber oft nicht das ausdrücken können, was sie sich wünschen. Und doch gibt
es denjenigen, der sie auch ohne Worte versteht. Auch die Darstellung der See als fühlende und handelnde Person war interessant.
Darüber hinaus gibt es einige wirklich
berührende Szenen
, ganz gleich ob zwischen den beiden oder den Unterhaltungen
zwischen Kahlen und der See (die in Gedanken kommuniziert, Texte fett
formatiert und Gedankengespräche kursiv).

Insgesamt ist die Geschichte sehr
vorhersehbar, was aber in Anbetracht der anderen Kritikpunkte nicht so sehr ins
Gewicht fällt. So ist auch das Ende keine Überraschung, jedoch perfekt passend
zum Rest des Buches.
Kiera Cass‘ Debüt „Siren“ ist sehr ruhig,
vorhersehbar und für den Leser gibt es einige Durststrecken zu überwinden. Die
interessante Interpretation der Sirenen und ihren Taten gepaart mit der tiefen
Emotionalität der interagierenden Personen veranlassen mich jedoch, sehr gute
drei Bücher
zu vergeben.
Hier erfahrt ihr mehr über unser Bewertungssystem.

10 KOMMENTARE

  1. Hey meine Liebe,

    ich habe das Buch auch schon gelesen und fand es wirklich gut, allerdings wie du schon sagst sehr ruhig und immer mal etwas zäh. Dennoch habe ich mich im Buch verlieren können und fand die Umsetzung an sich sehr schön.

    Liebe Grüße,
    Ruby

    • Sie war schön, manche Szenen waren einfach so tief berührend – aber der Rest war mir leider zu ereignislos. Ich weiß, dass das eine das andere bedingt, aber ich hasse es, wenn nichts passiert 🙁

      Liebe Grüße

      Steffi

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