♀ Demon Road – Hölle und Highway (Derek Landy) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen: 
 

An einem einzigen Tag geht Ambers Leben
den Bach runter. Sie wird zur Rektorin zitiert, bekommt plötzlich rote Haut, beißt
einem Kunden den Finger ab… und stellt schließlich fest, dass ihre Eltern und
deren beste Freunde sich in gehörnte Wesen verwandeln können und sie betäubt
haben – um sie zu essen.
Amber flieht und findet Hilfe bei einer
der Partnerinnen ihrer Eltern, die von einer Beschwörung eines Dämons berichtet
und das bereits Dekaden andauernde Spiel nicht mehr mitspielen will. Sie verhilft
Amber zur Flucht – als „Helfer“ stellt sie ihr Milo zur Seite.

Die beiden suchen nach einem Ausweg aus
dem dämonischen Vertrag und fahren dabei gemeinsam die Demon Road entlang. Ein
Weg, der sie an allerhand Grauenvollem und Skurrilem vorbeiführt.
„Demon Road“ ist mein erstes
Buch von Derek Landy und so war ich sehr gespannt, was mich erwartet.
Der Autor hielt sich nicht lange mit
einer Einführung auf, sondern konfrontierte mich gleich mit Ambers
„außergewöhnlichem“ Verhalten. Außergewöhnlich für die angesehene
Schule, auf der sie sich befindet. Doch gleichzeitig zeigt sich in dieser Szene
auch schon die Macht und der Einfluss ihrer Eltern. Vor denen Amber kurz darauf
fliehen muss, weil sie ihre wahre Gestalt und die Pläne fürs Abendessen erfährt.
Ich muss gestehen: Der Einstieg ins Buch
ist mir alles andere als leicht gefallen und ich habe mich durch die erste
Hälfte stellenweise wirklich durchkämpften müssen. Insbesondere die Dialoge
haben es mir nicht leicht gemacht, mit Spaß am Buch zu bleiben. Die stetigen
Rückfragen auf wirklich beinahe jede Aussage trieben mich zur Weißglut und
einen wirklichen Sinn dahinter kann ich auch rückblickend nicht erkennen.
Entweder gewöhnte ich mich mit den
Seiten daran oder die Gespräche wurden tatsächlich besser und weniger
inhaltslos. Vielleicht übten aber auch die teils morbiden Geschehnisse und die
alles andere als „normalen“ Kulissen und Gestalten einen zu großen
Sog auf mich aus, dass ich den Rest ausblendete.
Der notwendige Roadtrip, um an
Informationen zu bekommen, führt die auf drei Personen angewachsene Gruppe in
dem höllischen Auto an wirklich kuriosen Orten vorbei: Vampire und Hexen sind
noch die normalen davon und mehr als einmal hatte ich das Gefühl, in einem
Tarantino-Film gelandet zu sein. Inklusive Blut. Viel Blut und Gemetzel für ein
Jugendbuch, wie ich fand.
Dennoch konnte ich mich dieser gesamten
Szenerie nicht entziehen. In der zweiten Hälfte des Buches wurde ich an Ambers
Seite von Szene zu Szene gerissen, lechzte nach Hinweisen und Antworten und die
Zeilen flogen dahin.

Ehe ich mich versah, wurde ich mit einem
Showdown konfrontiert, der mich selbst an dieser Stelle das Ende noch nicht
erahnen ließ, das mich kurz darauf vorerst doch zufriedenstellend mit dem Buch
abschließen lässt.
Blutig und schräg, kurios und fesselnd.
„Demon Road“ gleicht dem verschrienen Nicht-Wegschauen-Können bei einem Unfall.
Ganz gleich, wie schwer mir der Einstieg und die erste Hälfte des Buches auch
fielen, ich konnte nicht aufhören, musste weiterlesen. Ambers
Tarantino-ähnlicher Roadtrip über die Schwarze Straße lässt einen einfach nicht
mehr los. Sehr sehr gute 3 Bücher für „Hölle und Highway“.
1. Demon Road – Hölle und Highway
2. Originaltitel: Desolation
3. Originaltitel: American Monsters 

Hier erfahrt ihr mehr über unser Bewertungssystem.

13 KOMMENTARE

  1. Hallo Steffi,

    schön, dass dir Demon Road zum Ende hin doch noch gefallen konnte. Durch die Skulduggery Reihe wusste ich schon ungefähr, was auf mich zukommt und meine Erwartungen haben sich mehr als erfüllt. Ich finde die Geschichte ist skurril, actionsreich und sehr unterhaltsam. Dein Vergleich zu einem Tarantino Film finde ich hier sehr passend 😀

    Die teilweise brutalen Szenen und die Altersfreigabe passen bei diesem Buch nicht wirklich zueinander, da stimme ich dir zu. Dies musste ich gerade bei "London" von Christoph Marzi ebenfalls erfahren. Da fragt man sich, wie der Maßstab angelegt wird.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
    Uwe

  2. Hey Steffi,

    mir ging es ähnlich wie dir (und dabei habe ich Skulduggery geliebt). Ich kam mit diesen Dialogen nicht wirklich klar und sie haben mich ganz schön genervt 🙁 Echt schade, da die Ideen von Derek Landy wieder toll waren.

    Liebe Grüße
    Sandra

  3. Ich hab dieses Buch schon etwas länger auf dem Schirm, aber irgendwie spricht es nicht wirklich zu mir…. (wenn du das vielleicht kennst *hih*) … Deine Rezension haut das Buch auch nicht wirklich weiter nach vorne zu den "ich muss das jetzt unbedingt lesen" – Büchern…

    DANKE aber für die tolle Rezension ! Ich glaub ich werde anderen Büchern den Vorzug geben ! 🙂 <3

    xo Christl

    • Es ist definitiv ein Buch, das polarisiert. Man muss wohl wirklich mit der Art des Autors zurechtkommen.
      Ich würde dir in jedem Fall die Leseprobe empfehlen, nicht dass ich schuld bin, dass die ein für dich geniales Buch durchrutscht. <3

      Liebe Grüße

      Steffi

  4. Hallo Steffi,

    insgesamt klingt es nicht schlecht, allerdings glaube ich dass diese Reihe nicht bei mir einziehen wird.
    Aber die Idee dahinter hat definitiv etwas. 🙂

    Liebe Grüße,
    Ruby

  5. Halli hallo

    Bei der Leseprobe ist mir das mit den Dialogen gar nicht aufgefallen….
    und ich fand sie gar nicht mal so schlecht.
    Allerdings befürchte ich dass es für mich vielleicht ein bisschen too much von allem sein könnte 😉 ( Action, Blut, verschiedene Wesen…)

    Bei Spotify haben sie es als Hörbuch mal gucken, wenn mir der Sprecher gefällt…

    Liebe Grüsse
    Bea

    • Vielleicht kam das auch erst mit den Seiten und irgendwann war es ein rotes Tuch für mich…
      Der Sprecher muss gigantisch sein. Er liest auch immer auf den Messen, so viel ich weiß.

      Liebe Grüße

      Steffi

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here