♀ Nerve – Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen (Jeanne Ryan) [Rezension]

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Vee steht nie im Mittelpunkt, sondern
agiert im Hintergrund des Schultheaters. Anhimmeln darf sie den männlichen Star
trotzdem.
Jedoch scheint ddieser weniger an einem
stillen Mädchen interessiert als an dem weiblichen Star des Schulstücks.
Gefühlsverwirrt, wie sie in dem Moment
ist, macht Vee bei einer der Übungschallenges für die interaktive Gameshow
„Nerve“ mit – von da an verändert sich alles.
Vee bekommt ein Angebot nach dem
anderen, damit sie immer weiterspielt, obwohl ihre Freunde sie anflehen,
aufzuhören. Die Challenges werden immer riskanter – und ohne ihren Spielpartner
Ian an der Seite, würde Vee nicht durchhalten.

Und auch die „Beobachter“ sind
immer bei ihr.
Der Klappentext von „Nerve“
machte mich neugierig und ich musste einfach hineinlesen.
Die Autorin Jeanne Ryan hält sich nicht
mit Unwichtigkeiten
auf. Für einen kurzen Moment lernt der Leser die
Protagonistin Vee in ihrem normalen Umfeld kennen, ihre Beziehungen zu ihren
Freunden und ihren Love-Interest. Doch schnell ändert sich so ziemlich alles –
als Vee beschließt, eine Probechallenge für „Nerve“ zu machen – mit
peinlichem Ergebnis.
Der Zuspruch des Publikums jedoch ist so
groß, dass Vee daran wächst – und weiterspielt, immer weiter.
Bei der zweiten Challenge lernt sie auch
Ian kennen. Ein bildhübscher Junge, der sich nichts sehnlicher wünscht, als die
vielen Preise zu gewinnen, beinahe penetrant darauf besteht, dass Vee
weiterspielt.
Er war ein undurchsichtig wirkender
Charakter, von dem ich mir sehr viel mehr Tiefe versprochen hätte. Zwar
zweifelte ich immer wieder an seinen Aussagen, letztendlich war er aber doch
das, was ich von Anfang an dachte.
Die Lovestory zwischen den beiden wurde
von der Autorin definitiv nicht in den Vordergrund gedrängt, sondern baut eher
auf eine Art „Halt in dieser Extremsituation“ auf. Leider fühlt es
sich daher etwas gezwungen an, unecht und aufgesetzt. Dasselbe gilt für die
Reaktionen der Figuren insgesamt. Sie wirkten auf mich nicht immer real, was
nicht allein den äußeren Einflüssen zuzuschreiben ist.
Jeanne Ryan schaffte es dennoch, mich
immer und immer weiterlesen zu lassen. Zu neugierig war ich auf das, was Vee
erwartet. Die Challenges werden immer gefährlicher und die Spannung steigt konstant
an. Dabei spielte auch der leichtgängige Schreibstil der Autorin eine große
Rolle.

Nach einem dramatischen Showdown endet
das Buch eigentlich zufriedenstellend, es könnte dennoch eine Fortsetzung
geben.
„Nerve – Das Spiel ist aus, wenn
wir es sagen“
bescherte mir spannende Lesestunden und entwickelte trotz
kleiner Mängel einen starken Lesesog auf mich aus. Auch wenn die Lovestory und
die ganze Thematik etwas aufgesetzt wirken, konnte ich nicht von den Seiten
lassen. 4 Bücher für Vee und ihre Challenges.
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