♀ Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte (Alexa Hennig von Lange) [Rezension]

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Der Umzug in die
„Rentner-Wohnsiedlung“ hat Lisas Leben sehr verändert: Es gibt keine Kinder,
mit denen sie spielen kann, ihre Ex-beste-Freundin hat sie innerhalb kürzester
Zeit ersetzt und dank der Vergangenheit ihrer Mutter kann Lisa kaum einen
Schritt allein vor die Tür machen.
Dann tut sich aber was im Wohngebiet:
Das alte Herrenhaus auf dem Hügel soll ein Waisenheim werden und Lisa malt sich
die tollsten Dinge aus: Die Kinder haben ständig jemanden zum Spielen.
Kurzerhand geht sie zu dem Gebäude, wird
vom Gärtner für eine der Waisen gehalten und durch den Beweis, nicht allergisch
zu sein, wie ihre Mutter immer behauptet, landet sie nach einem allergischen
Schock auf der Krankenstation.
Bei ihrer „Flucht“ aus dem
Gebäude lernt sie die Waisenkinder Siggi und Lasse kennen – letzterer sieht
Lisa einfach zum Verwechseln ähnlich.

Und plötzlich geht es in Lisas Leben
wirklich drunter und drüber.
Schon Titel und Klappentext machen
neugierig und versprechen eine humorvolle Geschichte.
Die bekam ich dann auch. Alexa Hennig
von Langes Erzählstil ist absolut witzig und ich musste allein aufgrund der so
spritzigen Erzählweise und den guten Sprüchen mehrmals laut auflachen.
Die Geschichte wird aus der Sicht der
11-jährigen Lisa erzählt, zu der dieser Erzählton einfach wunderbar passt.
Schnell machte mich die Autorin mit Lisa
und ihrem von einer Helikopter-Mama geplagten Leben bekannt, für das Lisa auch
sogleich die Erklärung liefert. Dennoch ist nichts, wie es scheint und die
Geschichte bekommt im Laufe der Seiten immer mehr Tiefgang. Es gibt zahlreiche
alltägliche „Probleme“ wie Pubertät, Freundschaft und erste Liebe,
die auf humorvolle Weise erwähnt werden, aber auch ernstere Themen wie die
Wünsche und Selbstdarstellung der elternlosen Kinder.

Auch wenn die Geschichte im Großen und
Ganzen vorhersehbar ist, konnte mich die Umsetzung dennoch überzeugen und der
stetige Lesedrang ersetzte die fehlende Spannung. Die Seiten flogen nur so
dahin, eine Situation führte zur nächsten und ehe ich mich versah, war das Buch
zu Ende.
„Wie eine Nuss mein Leben auf den
Kopf stellte“
war eine wunderbar tiefgründige Geschichte, die mit einer
großen Portion Humor aufwartet und dennoch traurigere und wichtige Themen nicht
außen vor lässt. Verdiente 5 Bücher für Lisa und die Nuss, die ihr Leben
veränderte.

Hier erfahrt ihr mehr über unser Bewertungssystem.

9 KOMMENTARE

  1. Huhu liebe Steffi,

    eine schöne und kurze Rezi 🙂

    Das Buch klingt allein vom Titel her super und dass dir der Inhalt auch so toll gefiel freut mich sehr <3

    Vor einigen Jahren hatte ich von der Autorin mal einen Thriller gelesen und es war echt gut. So ganz bekomme ich zwar die Handlung nicht mehr zusammen – ist ja auch schon etwas her – aber ich weiß, dass es mir gefiel 😉 Dass die Autorin nun auch Kinderbücher schreibt ist ja echt schön.

    Liebste Grüße und einen schönen Restsonntag <3
    Caterina

  2. Ah, deinenRezi erinnert mich daran, dass ich das Buch auch noch lesen wollte. 🙂 Die Meinungen gehen dazu auseinander, ich hatte auch schon Bewertungen mit 2 Sternen weniger gesehen. Meiner Tochter hat es gefallen.

    Liebe Grüße, Anna

    • Mein Großer hat es heute Nachmittag auch beendet und fand es auch ganz nett. Aber eher "für Mädchen" 😀
      Was man in den Ferien nicht alles liest. Er hatte sich schon nach dem Klappentext darüber beschwert >.<

      Liebe Grüße

      Steffi

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