♀ Das Spiel von Liebe und Tod (Martha Brockenbrough) [Rezension]

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Schon seit langer Zeit spielen Tod und
Liebe ein Spiel. Spieler werden gewählt und ihre Schicksale beeinflusst. Kurz
vor dem „Schlusspfiff“ greifen Liebe und Tod immer häufiger ein und
kämpfen für ihre Spieler. Denn wenn Tod gewinnt, stirbt einer der Liebenden,
wie es in der Geschichte schon so oft passiert ist.
Henry hatte Glück, dass ihn die Familie
von Ethan Thorne aufgenommen hat. So hat er wahrlich die besten Chancen, die
man in dieser Zeit haben konnte. Selbst ein Stipendium wäre möglich. Doch Henry
liebt auch die Musik. Bei der Recherche zu einem Bericht für die Zeitung seines
Ziehvaters lernt er Flora kennen. Sie ist nicht nur tough, sondern auch
Sängerin.
Abend für Abend verbringt Henry daher
seine Zeit im Jazz-Club „Domino“.
Flora spürt die Verbindung zwischen
ihnen, doch ist realistisch genug, um zu wissen, dass eine Beziehung zwischen
ihr und dem Weißen Henry niemals möglich sein wird.
Doch dann greifen Tod und Liebe selbst
ein und das Schicksal der beiden spitzt sich immer weiter zu und beeinflusst
das Leben von so vielen weiteren.
Der Einstieg ins Buch beginnt im Jahr 1920,
als Liebe und Tod ihre Spieler für die nächste Runde wählen. Schon hier fand
ich gelungen, dass die Autorin Liebe männlich und den Tod weiblich darstellt.
Neben den Hauptcharakteren, den Spielern, sind insbesondere die beiden es, die
mich in ihren Bann gezogen haben, die im Laufe des Buches immer mehr von sich
selbst preisgaben und sich entwickelten.
Der Schreibstil von Martha Brockenbourgh
empfand ich als sehr angenehm. Sie fängt die Stimmung dieser Zeit trotz weniger
Worte wunderbar ein und schafft eine gelungene Atmosphäre für ihre Geschichte.
Insgesamt gesehen ist das Buch eher
ruhig
, der Fokus wird auf die erwähnte Entwicklung von Tod und Liebe und
natürlich der Beziehung der Spieler Henry und Flora gelegt. Insbesondere in der
ersten Hälfte des Buches ist die Spannung recht unterschwellig, erst im
weiteren Verlauf wird so manche vermeintlich nebensächliche Erwähnung als
Spielzug erkannt.
Diese Aha-Effekte habe ich sehr genossen
und wurde mit jedem Kapitel mehr und mehr ins Buch gezogen. Die Kapitel tragen
alle ein Datum, das im Hinblick auf das Ende des Spiels einem Countdown
gleicht, der die Spannung zusätzlich steigert.
Im Laufe des Buches finden sich neben
den Erwähnungen ehemaliger Spieler (bekannte tragische Liebespaare) auch
geschichtliche Ereignisse wieder, die durch Tods Eingreifen einen ganz neuen
Blickwinkel erhalten.
Emotional konnten mich Henry und Flora
genauso mitreißen wie Liebe und Tod, die mehr und mehr ihre Gewohnheiten fallen
lassen und teils mit unfairen Mitteln kämpfen.

Wer gewinnt, werde ich natürlich nicht
verraten, doch das Ende konnte mich dann noch einmal vollkommen überzeugen.
„Das Spiel von Liebe und Tod“
ist eine überwiegend ruhige Geschichte, die den Fokus auf die Entwicklung der
Charaktere und ihren Beziehungen zueinander legt. Das wundervolle Setting,
zahlreiche reale Ereignisse und die immer tiefergehenden Emotionen runden die
interessante Grundidee ab. 4 Bücher für das besondere Spiel des Lebens.

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8 KOMMENTARE

  1. Hallo liebe Steffi,

    eine sehr schöne Rezension die mir gerade irgendwie Lust auf dieses Buch macht. Ich hab es die letzten Tage schon ein weni verfolgt, wie es durch die Bloggerwelt schlich, aber ich habe dem keine Aufmerksamkeit geschenkt.

    Das Buch klingt nach etwas anderem und wahrscheinlich ist es genau das, warum meine Interesse sofort da war. Vielen Dank für die schöne Rezension <3 Das Buch ist gleich mal notiert 😉

    Liebste Grüße,
    Caterina

  2. Halli hallo

    Ahhhh ich bin so gespannt wie es mir gefallen wird 😉
    Ich mag es ja auch total gerne wenn die Spannung nur so unterschwellig ist…
    Schöne Rezi wie immer

    Liebe Grüsse
    Bea

    • Halli hallo

      Mittlerweile habe ich das Buch gelesen und es hat mir echt gut gefallen ( vier Sterne)
      Ich mochte vor allem die Idee, aber auch deren Umsetzung und einfach das Setting und dieses ganz besondere Flair der Geschichte.
      Mal was ganz Anderes
      Liebe Grüsse
      Bea

    • Also gerade die Zeit ist wirklich toll dargestellt, insbesondere die Konflikte (Arbeiter durch Maschinen ersetzt…) und Tragödien dieser Zeit sowie das Geschlechterbild und die "Duldung" von Farbigen.

      Für mich war es einfach einen Tick zu ruhig, aber emotional könnte es mich dann vielleicht gerade durch diese Ruhe so packen.

      Ich wäre schon neugierig, was du dazu sagst 🙂

      Liebe Grüße

      Steffi

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