♀ Magnus Chase – Das Schwert des Sommers (Rick Riordan) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Magnus Chase‘ Leben ist alles andere als
einfach. Seit dem Tod seiner Mutter vor zwei Jahren ist er obdachlos – denn
ihre letzten Worte, ehe sie von Wölfen geschnappt wurde, waren eine Warnung,
sich nicht an ihren Bruder zu wenden.
Genau jener sucht Magnus an seinem 16.
Geburtstag auf und erzählt ihm die wildesten Dinge, die Magnus doch irgendwie
richtig vorkommen. Zum Beispiel, dass er der Sohn eines nordischen Gottes ist
und der einzige, der ein mysteriöses Schwert finden kann.
Das tut Magnus dann auch – kurz bevor
die Hölle ausbricht und Magnus stirbt.
Im letzten Moment erwählt ihn eine
Walküre und Magnus landet im „Hotel Walhalla“, wo er aufgeklärt wird:
über seinen Vater, über die Fehlentscheidung, dass er hier ist usw. Zum Dank
wird Sam, die Walküre die ihn „gerettet“ hat, gefeuert.

 

Doch Magnus hat noch andere Freunde, die
an seiner Seite stehen, ihn wieder nach Midgard führen und ihrem
„Boss“ vorstellen, der scheinbar daran arbeitet, die Götterdämmerung
hinauszuzögern. Aber kann Magnus ihm vertrauen?
Ich konnte es kaum erwarten, Rick
Riordans Version der nordischen Götter lesen zu können. So stürzte ich mich
sofort in die Seiten und lernte Magnus Chase kennen, der von seinem eigenen Tod
berichtet.
Ein Heldentod ist im nordischen Glauben
aber etwas Ehrenvolles und so landet Magnus im gigantischen Hotel Walhalla, wo
er ein wenig mehr Infos über sich und seine Familie bekommt und eine sehr
seltene Gabe offenbart.
Doch Magnus kann nicht dort bleiben.
Auch wenn niemand auf die (Ex-)Walküre Sam hört, und Magnus allen verschweigen
muss, dass Loki zu ihm gesprochen hat, glaubt er daran, dass nur
„sein“ Schwert den Fenriswolf befreien kann, der Ragnarök beginnen
lässt – und nach dem der Feuerriese Surt deshalb sucht (und Magnus aus diesem
Grund bereits getötet hat).
Das Problem ist nur, dass das Schwert
erneut verschwunden ist…
Wieder einmal ziehe ich meinen Hut vor
Rick Riordans Fähigkeit, komplexe mythologische Welten verständlich zu
gestalten, ohne lehrerhaft zu wirken oder zu viel zu verfälschen. Das Wissen,
das aus diesem ersten Band von Magnus Chase hängenbleibt, ist vermutlich mehr
als im langweiligen Unterricht.
Dabei bleibt es dank gelungener
Charaktere
stets spannend und der junge Held hat viele Hindernisse zu
überwinden (nicht nur den eigenen Tod), ehe er an sein erstes Ziel kommt.
Der taubstumme beste Freund von Magnus
und die teils doppeltbedeutende Gebärdensprache sorgt zusätzlich für einen ganz
frischen Wind innerhalb der alten Mythologie.

 

Der leichtgängige Schreibstil von Rick
Riordan lässt diese Zeit vergehen wie nichts, auch wenn ich stellenweise das
Gefühl hatte, dass es an manchen Stellen leicht „hakt“, aber das ist
Jammern auf sehr hohem Niveau. Die über 500 Seiten waren wieder einmal viel zu
schnell vorbei – nicht jedoch ohne den erwarteten Showdown, der natürlich Opfer
mit sich bringt. Aber natürlich ist Magnus‘ Geschichte noch nicht zu Ende. Ich
freue mich schon auf „Thors Hammer“.
„Das Schwert des Sommers“ ist
ein gelungener Auftakt in Rick Riordans Reihe um die nordischen Götter. Wissen,
Spannung, jede Menge Blut, Feuer und Action gepaart mit dem gewohnt lockeren
und humorvollen Schreibstil lassen mir keine andere Möglichkeit, als volle 5
Bücher
zu vergeben.
1. Magnus Chase – Das Schwert des
Sommers
2. Originaltitel: Magnus Chase – The Hammer
of Thor
3. ?

 

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5 KOMMENTARE

  1. Hallo 🙂

    Tolle Rezension! Ich habe Magnus Chase auch bereits gelesen und bin immer wieder aufs Neue von Riordan begeistert, weil seine Bücher und Halbgötter stets fantastisch sind! Am besten finde ich immer noch den Zwerg und den Elfen und ganz besonders Sam, weil Riordan damit all diese typischen Klischees sprengt, wie schon zuvor bei Percy Jackson und die Helden des Olymp. Ich kann es kaum erwarten, bis das 2. Buch diesen Herbst (halt auf Englisch) rauskommt 🙂

    Liebe Grüße,
    Julia

  2. Ich finde, dass du in allen Punkten völlig Recht hast (Urteil…). Nur leider finde ich, dass die Zusammenfassung nicht so gelungen ist.:(

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