♂ Monday Club – Der zweite Verrat (Krystyna Kuhn) [Rezension]

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„Der Wind strich leicht über mich
hinweg, aber es kam mir vor wie ein Sturm. Wie Wellen, die über mir
zusammenschlugen.“
(S.120)
Die Ereignisse der letzten Wochen haben
Faye ziemlich zugesetzt. Niemandem kann sie mehr vertrauen. Außer ihrem Vater.
Alles spitzt sich zu, als sie in Lukes
Haus Unterlagen findet, die er eigentlich nicht haben dürfte. Selbst an ihrem
Freund Josh beginnt sie zu zweifeln.
Die Hinweise verdichten sich, doch
Beweismittel verschwinden einfach. Sie sind auf der richtigen Spur! Und wieder
einmal scheint der mysteriöse Monday Club die Fäden zu ziehen. Faye spürt, dass
sie sich in großer Gefahr befindet. Doch nicht nur ihr Leben ist bedroht!
Lange habe ich auf „Monday Club – Der zweite
Verrat“ hingefiebert. Mit dem ersten Teil der Reihe hatte mich Krystyna Kuhn
bereits begeistern und neugierig auf den Fortgang machen können. Nun endlich
war es soweit, der Folgeband hatte mich erreicht und so begann ich gleich mit
dem Lesen.
Hatte ich Bedenken, dass ich
Schwierigkeiten haben würde, wieder in die Geschichte zu kommen, wurden diese
von der Autorin gleich zerstreut. Zu Beginn des Fortsetzungsbandes befindet
sich nämlich ein Rückblick zu den Geschehnissen aus dem ersten Teil, der Erinnerungslücken
schließen konnte. So konnte ich wirklich gut gewappnet in die Geschichte
einsteigen.
Krystina Kuhn nutzt für die Erzählung
ihrer Geschichte hauptsächlich Fayes Sicht in Ich-Perspektive und
Vergangenheitsform. Darüber hinaus kommt vereinzelt immer wieder eine andere
Perspektive zum Tragen. Diese wird in dritter Person Vergangenheitsform
widergegeben. Durch die von der Autorin gestaltete Struktur hatte ich einen
wirklichen Rundumblick auf die Geschichte. Gemeinsam mit der Protagonistin
machte ich mich auf die Suche nach Antworten.
Faye hat sich fast gänzlich
zurückgezogen. Niemanden lässt sie an sich heran. Nur ihrem Vater vertraut sie
noch. Von Liz wurde sie ja ziemlich enttäuscht und belogen. Fayes Verzweiflung
war für mich geradezu spürbar. Durch die gewählte Ich-Perspektive war ich ihr
immer sehr nah, ihre Gedanken wurden beim Lesen zu meinen Gedanken. Und doch
gibt Faye nicht auf. Sie will Antworten, will den Ereignissen auf den Grund
gehen. Tatsächlich gelingt es offensichtlich, sich der Wahrheit zu nähern. Und
diese Wahrheit ist unvorstellbar.
Die Protagonistin Faye war mir gleich
von Anfang an wieder sehr sympathisch. Ein Mädchen, dessen Leben vor kurzer
Zeit noch völlig in Ordnung war. Doch nun droht dieses einst so intakte Leben
mehr und mehr aus dem Ruder zu laufen. Ihre Gedanken schweifen immer wieder zu
ihrer toten Freundin Amy. Was war mit ihr geschehen? Wie konnte Faye ihrer
Freundin begegnen, nachdem diese angeblich bereits tot war? Fragen über Fragen,
auf die Amy vorerst keine Antworten findet. Und dann beginnen auch noch Beweise
zu verschwinden. Jemand hat bemerkt, dass sie die richtige Spur verfolgen. Faye
ist bereit, unglaubliche Mittel einzusetzen. Denn sie hat wirklich richtige
Angst. Angst, die Nächste zu sein.
Ein leichtes Prickeln entwickelt sich
jeweils bei den Zusammentreffen von Faye und Luke. Es gibt allerdings wirklich
nur den Hauch eines Ansatzes zu einer Dreiecksbeziehung. Denn Faye ist die
Freundin von Josh. Das verlorene Vertrauen muss er sich allerdings erst wieder
erkämpfen. Doch er ist auf einem guten Weg.
Wiederum gelang es Krystyna Kuhn, mich
absolut an ihre Geschichte zu binden, so dass ich mich voll darauf einlassen
konnte. Die Atmosphäre in diesem zweiten Teil empfand ich düsterer als im
Vorgänger, kleine Verwirrungen störten mich nur am Rande, mussten aus meiner
Sicht aber auch genauso eingebaut werden, um die Gefühle von Faye zu verstehen.
Denn manchmal konnte auch ich nicht die Grenze zwischen Realität und Fiction
ziehen. Auf jeden Fall konnte ich den flüssigen Schreibstil der Autorin einfach
nur genießen, ließ mich durch die Geschichte tragen. Die Autorin beschreibt die
Handlung in einer für mich völlig ausreichenden Detailtiefe, die in meinem Kopf
absolut vorstellbare Bilder projizierte.

Zum Ende hin treibt
Krystyna Kuhn die Spannung nochmals richtig hoch, bevor sie dann einen
beruhigten Ausklang findet, der mich aber nun sehr, sehr neugierig auf den
finalen Teil der Reihe warten lässt. Ich bin ziemlich gespannt, welche
Erlebnisse mit dem Monday Club dann auf mich warten.

Monday Club – Der zweite Verrat
besticht mit einer einzigartigen Atmosphäre, die auf mich düster und geheimnisvoll
wirkte. Der Mix aus Intrigen, Mystery und Angst konnte mich vollkommen in
seinen Bann ziehen. Meinen Lesegenuss belohne ich deshalb mit verdienten 5
Büchern
.
Für alle, die ihre Ängste überwinden
können, vor unlösbaren Aufgaben nicht kapitulieren und auch bei Rückschlägen
den Blick immer nach vorn richten. 
1. Monday Club – Das erste Opfer
2. Monday Club – Der zweite Verrat
3. Monday Club – Die letzte Rache

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4 KOMMENTARE

  1. Halli hallo

    Jetzt freue ich mich gerade noch mehr auf das Buch welches mich diese Woche erreichen sollte.
    Na das mit dem Rückblick am Anfang ist ja mal ne super Idee, ich hatte da nämlich schon ein bisschen Bedenken.

    Liebe Grüsse
    Bea

    • Hallo Bea,

      der Rückblick hat mir echt geholfen, gleich wieder in die Geschichte zu kommen. Fand ich ne tolle Idee. Wünsche dir ganz viel Spaß mit der Fortsetzung 🙂

      Liebe Grüße

      Kay

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