♀ Tenebris – Die Allianz der Schattenjäger (Dave Rudden) [Rezension]

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Das Waisenhaus von Crosscaper ist ein
trauriger Ort. Der 13-jährige Denizen und sein Freund Simon machen jedoch das Beste
daraus.
Bis eines Tages das Unglaubliche
geschieht und Denizen von einer Tante abgeholt werden soll, von der er nie
etwas gehört hat. Wo war sie all die Jahre gewesen? Warum schickt sie einen
seltsamen Fahrer, anstatt ihn selbst abzuholen?
Auf der Fahrt zu seinem potentiellen
neuen Zuhause, erfährt Denizen am eigenen Leib, dass es auf der Welt noch
anderes gibt als das, was er immer geglaubt hat.
Ein Riss tut sich auf und ein grausiges Schattenwesen
greift die beiden an.
In der Seraphim Row, dem Sitz seiner
Tante und anderen Schattenjägern erfährt Denizen dann von seinem Erbe: An seinem
wirklichen 13. Geburtstag bekommt auch er die Fähigkeit, ein Schattenjäger zu
werden und die dunkle Macht von Tenebris zu bekämpfen.

Antworten auf die Frage nach dem
Verbleib seiner Eltern wären ihm jedoch lieber, als die Nachricht des Ewigen Königs,
dass er die Welt vernichten wird. 
Schon in der Verlagsvorschau ist mir „Tenebris
– Die Allianz der Schattenjäger“ aufgefallen und ich war neugierig auf die
Dämonen aus einem parallelen Universum.
Der düstere Prolog provoziert einen
ersten Eindruck der Geschichte, ehe der Autor dann seinen Protagonisten Denizen
vorstellt. Die Atmosphäre des gesamten Buches ist drückend, das Setting des
Waisenhauses Crosscaper sehr gut gewählt, um die Pläne der Antagonisten in
Szene zu setzen.

Die Geschichte wird in dritter Person erzählt und neben Denizens Perspektive
gibt es auch immer wieder Einblicke in das weitere Geschehen im Waisenhaus aus
der Sicht von Denizens bestem Freund Simon.
Trotz zahlreicher Kapitel, die es
dauerte, bis Dave Rudden, abgesehen vom Prolog, in seinen Weltenentwurf
einführt, war sehr schnell vorhersehbar, dass Denizen etwas Besonderes sein
muss. Doch auch nach der Offenbarung las sich der weitere Verlauf teilweise
sehr zäh und es entstanden etliche Längen. Die Welt von Tenebris selbst und die
Schattenwesen, die durch die Risse traten, waren dann jedoch sehr gelungen. Dennoch
drängte sich beim Lesen immer das Gefühl auf, dass sie nur nebensächlich waren.
Immer wieder wird auf die Vergangenheit und die Familiengeschichte aufmerksam
gemacht, die dann erst sehr viel später für eine Überraschung sorgte.
Die Beziehung zu Protagonist Denizen war
etwas schwierig. Auch wenn er sympathisch dargestellt wurde, konnte ich ihn und
seine Gefühle nicht greifen, was es schwierig machte, mit ihm mitzufiebern. Durch
den sehr nüchternen und kühlen Schreibstil von Dave Rudden wurde dies noch
verstärkt.

Die Spannung/Bedrohung wird durch die
düstere Atmosphäre schon von Beginn an geschürt und steigt kontinuierlich an.
Auch wenn ich mit einer der Wendungen ein kleines Problem hatte, führte diese doch
zu einem großen Showdown und einem zufriedenstellenden Ende dieses
Trilogieauftakts.
„Tenebris – Die Allianz der
Schattenjäger“
ist ein durchwachsener erster Band, der durch seine düstere
Atmosphäre und die neue Idee der dunklen Parallelwelt von Tenebris überzeugt. Einige
Längen und eine fehlende emotionale Bindung zum Protagonisten schmälerten
meinen Lesegenuss jedoch etwas. 3 Bücher für den Dave Ruddens Trilogieauftakt.
1. Tenebris – Die Allianz der Schattenjäger
2. ?
3. ?

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12 KOMMENTARE

  1. Hallo Steffi,
    da ich das Buch heute Abend gemeinsam mit meinen Sohn starten mag, bin ich nach deiner Rezension erst recht gespannt, wie es auf uns wirkt, vor allem auf meinen Sohn, der zur Zielgruppe gehört.
    Danke für deine Rezension, in der du das Positive aber auch die Ecken und Kanten sehr gut zum Ausdruck gebracht hast.
    Liebe Grüße, Hibi

    • Verzeih die späte Antwort, Steffi.
      Doch erst sind wir nicht zum Lesen gekommen und danach lag immer etwas anderes an. Aber jetzt war ich schon mal hier und kann kurz schreiben, dass das Buch ein "Ach-komm-ein-Kapitel-lesen-wir-noch-Kandidat" für meinen Sohn war. Er mochte Denizen gern, was ohne weiteres daran liegen kann, dass er die widersprüchlichen Gefühle und Gedanke, die Aufsässigkeit Gleichaltriger selbst erlebt.
      Mir hat die Sprache gefallen und ihm, dass Denizen nicht perfekt war, die Nicht-Monster, die düstere Atmosphäre, der aufgebrachten Mut, auch wenn man besser davonlaufen sollte.
      Seither bewegt er sich in einem Lesetief. *schnarch
      Sei mir ganz lieb gegrüßt,
      Hibi

    • Oh, dann liegt es vielleicht wirklich an mir und dass ich nicht in der passenden Stimmung war? Weil normalerweise habe ich mit dem Hineinversetzen in die Zielgruppe nicht so das Problem…
      Bin gespannt, was deinen Sohn wieder aus dem Loch herausholen kann 🙂

      Liebe Grüße

      Steffi

      die sich auch für die späte Antwort entschuldigt – Urlaub und sauschlechter Empfang trotz "WLAN" 😉

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