♂ play2live (Kirsty McKay) [Rezension]

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„Ihr werdet nicht eine Minute lang
sicher sein und könnt nichts und niemandem mehr vertrauen. Euch werden
versteckte Fallen erwarten und anderer Mist. Denn damit tritt der Killer in
Aktion und will uns fertigmachen. Jeden Einzelnen von uns.“
(S.68)
Endlich hat es Cate geschafft. Die
Aufnahmeprüfung konnte sie trotz aller Widrigkeiten bestehen. Nun ist sie
Mitglied der Gilde und damit beim Spiel dabei. „Killer“ fasziniert die
Jugendlichen, nur wenige Ausgewählte dürfen dabei sein. Eine willkommene
Abwechslung auf der abseits von Wales gelegenen Insel Skola Island.
Die Regeln für „Killer“ sind klar
beschrieben. Niemand darf ernsthaft verletzt werden. Doch in diesem Jahr ändert
sich alles. Denn aus dem Spiel wird Ernst, die Regeln werden gebrochen. Damit
befinden sich die Mitspieler in tödlicher Gefahr.
„play2live“ klang mit seinem Klappentext
ganz wie eine für mich gemachte Geschichte. Ein Spiel, in dem die Regeln
gebrochen werden, weckt definitiv meine Neugier. Deshalb habe ich auch, kaum
dass das Buch bei mir angekommen ist, mit dem Lesen begonnen.
Und schon warf mich Kirsty McKay gleich
mitten in ihre Geschichte. Der Beginn weckte definitiv Lust auf mehr, ich fand
mich direkt im Aufnahmeritual zur Gilde wider. Die Aufgabe scheint auf den
ersten Blick nicht überwindbar zu sein.
Doch Cate hat es tatsächlich geschafft.
Nun kann sie an dem jährlich stattfindenden Spiel „Killer“ teilnehmen. Für das
Spiel gibt es feststehende Regeln, an die sich jeder halten muss. Bis hierhin
war für mich alles in Ordnung und nachvollziehbar, mein Lesedrang lief auf
Hochtouren.
Das Auftauchen von Vaughan, Cates Freund
aus Kindertagen, hingegen war mir zum gewählten Zeitpunkt ein kleines Rätsel
und blieb auch für den Rest der Geschichte ein Mysterium für mich. Natürlich
gibt es eine Erklärung, die für mich allerdings ein wenig schwammig wirkte. Seine
Anwesenheit in der Geschichte muss letztendlich akzeptiert werden, denn
natürlich nimmt er fortlaufend schon eine wichtige Rolle in der Handlung ein. Denn
er stellt das Spiel auf eine neue Ebene. „Killer“ bekommt durch sein Eingreifen
einen Cyber-Touch, eine Komponente, die den Reiz des Spiels noch erhöhen kann.
Trotz der kleinen Irritation freute ich
mich auf die kommenden Seiten, wollte eintauchen in das Spiel. Das Setting
selbst könnte nicht passender gewählt sein. Ein Internat auf einer Insel vor
der Küste von Wales, die nur stundenweise durch eine Dammstraße mit dem
Festland verbunden ist. Ideale Bedingungen für spannenden Lesestoff.
Kirsty McKay nutzte für die Erzählung
ihrer Geschichte die Ich-Perspektive von Cate in Gegenwartsform. Untermauert
wurde diese immer wieder von Dialogen, die mitunter humorvolle Ansätze
enthielten. Durch die gewählte Sicht fühlte ich mich immer nah an der Handlung,
erlebte Cates Gedanken aus erster Hand.
Ich muss sagen, dass die Geschichte auch
wirklich gute Ideen und Handlungsansätze enthält. Die Autorin versucht stetig,
falsche Fährten zu legen und vom Offensichtlichen abzulenken. Dies gelingt ihr
auch zum großen Teil, wobei die Handlung für mich teilweise zu abstrakt
konstruiert wirkte. Ich hatte zudem das Gefühl, dass sich Kirsty McKay nicht
entscheiden konnte oder wollte, ob sie Spannung und Handlung eher in die Cyberwelt
oder in das reale Spiel legen sollte. Meinen Lesefluss störte dies jedoch nicht
wirklich gravierend.
Insgesamt schaffte es die Autorin, mich
bei ihrer Geschichte zu halten. Zielstrebig wurde ich durch die Seiten gelenkt,
erlebte zeitweise kleine Überraschungen und war immer neugierig, welche
Richtung die Geschichte nehmen würde. Natürlich hatte ich so meine Gedanken,
was die Identität des Killers betrifft. Aber bis zum Schluss hin hatte ich
keine eindeutigen Hinweise, Vermutungen liefen ins Leere und die Enthüllung
brachte ans Licht, was ich zwar durchaus in Erwägung gezogen, aber nicht
wirklich damit gerechnet hatte.
Zum Ende hin gelingt der Autorin ein
wirklich passabler Ausklang, mit dem ich gut leben konnte. Da ich nun weiß,
dass mich die Geschichte gut unterhalten konnte, kann ich das Buch jetzt
beruhigt zur Seite legen. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall.
play2live“ punktet mit einer gut
ausgearbeiteten Atmosphäre in Verbindung mit einem potentiell spannenden
Handlungsstrang, der mich zum Großteil fesseln konnte. Meine Lesestunden auf
Skola Island sind mir auf jeden Fall knappe 4 Bücher wert.
Für alle, die gern Risiken eingehen,
sich dabei nicht in Schranken verweisen lassen und Gefahren als Herausforderung
betrachten.

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5 KOMMENTARE

  1. Hey!
    Eine super Rezension, die man gut nachvollziehen kann!
    Bei mir hat Play2live sogar 5 Federn bekommen, da ich total gefesselt war. Durch ihren Schriebstil in der Ich-Perspektive hatte ich manchmal fast das Gefühl, dass ich mich lieber mal umdrehen sollte, weil der Killer vielleicht uach hinter mir steht.
    LG
    Yvonne

  2. Huhu!

    Vom Grundthema erinnert es mich an "Panic" von Lauren Oliver und "Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen"von Jeanne Ryan – und da diese beiden Bücher mir sehr gut gefallen haben, wandert auch "play2live" jetzt mal auf die Wunschliste. 🙂

    Schöne Rezi, da bekommt man direkt eine gute Vorstellung von dem Buch!

    LG,
    Mikka

    • Huhu Mikka,

      vielen lieben Dank. Ja, die Richtung passt auf jeden Fall. Das Buch könnte dir also gefallen. Wünsche dir viel Spaß mit der Geschichte, wenn es soweit ist 🙂

      Liebe Grüße

      Kay

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