♀ Anima – Schwarze Seele, weißes Herz (Kim Kestner) [Rezension]

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Wie jedes Jahr fährt Abby mit ihren
Eltern und ihrer Schwester nach Acadia, einem beschaulichen Urlaubspark
inmitten der von ihr so geliebten Natur.
Doch dieses Jahr ist etwas anders. Der
vom Parkleiter engagierte Magier Juspinn übt eine gar magische Anziehungskraft
auf Abby aus, der sie sich nicht entziehen kann.
Gleichzeitig geschehen im Park die
merkwürdigsten Dinge, die Menschen verändern sich nicht gerade zu ihrem
Vorteil.

Als Abby die Wahrheit über Juspinn
herausfindet, ist es bereits zu spät.
Ich muss zugeben, dass mich erst die
Hintergründe zum Buch, über die mich Kim Kestner zur Vorbereitung auf eine
Blogtour aufgeklärt hat, so richtig neugierig auf das Buch gemacht haben.
Der Kampf von Gut gegen Böse ist nicht neu,
aber ich war gespannt, wie es die Autorin umgesetzt hat und so begann ich, mich
in Abbys Leben einzulesen.
Nach einem kurzen Prolog, der zunächst
nur Fragen aufwirft, befand ich mich mit der 17-jährigen Protagonistin auf dem
Weg nach Acadia, einem Urlaubsort abgelegen von der Zivilisation, an dem die
Familie jedes Jahr drei Monate verbringt, während Abbys Vater die dortige
Kirche betreut. Schnell wird klar, dass Abby ein gutes Leben führt und alle –
außer ihrer eifersüchtigen Schwester – sie lieben. Sie hat einen guten Einfluss
auf die Menschen, aber auch einige „Ticks“, die ihre Entwicklung im Laufe der
Geschichte jedoch nur deutlicher machen.
Denn nicht lange nach der Ankunft in Acadia
sieht Abby diesen überirdisch gutaussehenden Jungen, von dem sie sich mehr als
nur angezogen fühlt. Er bestimmt ihr Handeln und Denken, ob sie es will oder
nicht.
Sie versucht mehr über ihn
herauszufinden, doch es scheint unmöglich. Genauso unmöglich wie die
„Zaubertricks“, die Juspinn vollbringt.
Während sich die Menschen rund um Abby
verändern und sie von der Stammesältesten des Reservats gewarnt wird, wird die
Anziehungskraft zwischen Juspinn und Abby immer größer – bis es zum Eklat kommt
und sich Abbys Weltanschauung für immer verändert.
Kim Kestner schaffte es, mich in ihre
Geschichte zu ziehen, obwohl sie für meinen Geschmack beinahe zu detailliert
geschildert
war. Die Einführung der Charaktere nahm viele Kapitel in Anspruch
und die Entwicklung schritt nur langsam voran. Dennoch übte vor allem Juspinn
einen Sog auf mich aus, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ihm ist es zu
verdanken, dass ich gemeinsam mit Abby herausfinden musste, wer genau er war.
Als dieser Punkt erreicht war und ich
mehr über die Verbindung zwischen ihnen herausfand und Teil II von Anima
begann, schritt die Geschichte immer schneller voran. Nichtsdestotrotz gab es
Raum für eine Entwicklung der Charaktere, aber auch für die Emotionen zwischen
Abby und Juspinn
. Ich schloss beide immer weiter in mein Herz, hoffte und
fieberte mit ihnen.
Schon nach dem ersten Perspektivenwechsel
weg von Abbys Ich-Perspektive ist klar, dass Juspinn mehr ist, als er vorgibt,
dunkle Pläne hegt. Die Kapitel aus seiner Sicht sind in anderer Schriftart
gesetzt, sodass die Unterschiede zwischen den beiden noch greifbarer sind. Doch
es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern jede Menge dazwischen. Auch wenn
die Geschichte keinesfalls philosophisch wird schafft es die Autorin dennoch,
insbesondere in Dialogen Fragen zu stellen, über die nicht nur die Charaktere
nachdenken müssen.
Wo fängt das Böse an? Und wie schnell
entfernt man sich denn von dem Guten in sich, wenn man seine Prinzipien
vergisst?

Nach dem letzten Locationwechsel
überschlugen sich die Ereignisse dann und ich hatte das Gefühl, der bisherigen
Erzählweise und dem Tempo der Geschichte plötzlich entrissen zu werden. Alles
ging sehr schnell und steuerte unaufhörlich auf das unvermeidliche Ende zu.
Nach einem Showdown mit nicht ganz so überraschenden Wendungen lässt Kim
Kestner die Geschichte dann für mich absolut zufriedenstellend ausklingen.
Der ewige Kampf von Gut gegen Böse wurde
von Kim Kestner in „Anima – Schwarze Seele, weißes Herz“ sehr gut umgesetzt und regt zum Nachdenken an. Die
Entwicklung der Charaktere war spannend zu verfolgen und nicht zuletzt sorgt
die gut eingeflochtene Liebesgeschichte für einen Lesesog, dem ich mich trotz
sehr ausführlicher Erzählweise nicht entziehen konnte. Im Vergleich zur
anfänglichen Ruhe fühlte ich mich ein klein wenig durch den Showdown gehetzt,
wurde dafür aber mit einem gelungenen Abschluss belohnt.
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8 KOMMENTARE

  1. Heyho,

    wie viel Sternchen verdient das Buch jetzt von euch? Ich finde ja, dass es unglaublich spannend klingt und eure Rezi macht durchaus auch Lust auf mehr.
    Schon das Cover ist der Hammer. *verliebt*

    Liebe Grüße,
    Ruby

    • Kolleginnen bewerten, mit denen man direkt zu tun hat, ist einfach doof. Da ich aber im Text sowohl Lob und Kritik besser ausdrücken kann, handhabe ich das einfach so. 🙂

      Ganz liebe Grüße und danke für das Verständnis.

      Steffi

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