☺ Poppy Pym und der gestohlene Rubin (Laura Wood) [Rezension]

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Poppy Pym ist anders. Im Zirkus
aufgewachsen laufen ihre Tage ganz anders ab als die normaler 11-Jähriger. Sie
schaukelt am Trapez, lernt Zaubertricks und allerhand nützliche Sachen – und sie
liest gerne Kinderkrimis.

Dann soll Poppy plötzlich auf ein
Eliteinternat gehen – in eine völlig neue Welt. Dort wird sie nicht nur mit zickigen
Mitschülern, düsteren Lehrern und den ersten besten Freunden konfrontiert –
nein, in der Schule gibt es dank einer dort gastierenden Ausstellung auch einen
Fluch, der alle Schüler in Panik versetzt.
Poppy Pym fand eher durch Zufall den Weg
in mein Regal. Das quietschbunte Cover mit den silberglänzenden Elementen hat
mich dann sehr schnell gerufen und ich musste beginnen.
Als allererstes fällt dem Leser die
Perspektive auf. „Poppy Pym“ erzählt ihre Geschichte, als würde sie dem jungen
Leser gegenüber sitzen, spricht ihn manchmal direkt an.
Ich bin kein Fan dieser Perspektive, da
aber größtenteils wirklich von den Ereignissen erzählt wird, konnte ich darüber
hinwegsehen.
Gleich zu Beginn erfahren wir mehr über
Poppys Weg in den Zirkus. Dass hier eine auf eine fantastisch anmutende
Geschichte zurückgegriffen wird (Poppy wurde aus dem Hut des Zauberers
gezogen), fand ich etwas suspekt, da doch der Rest des Buches nahezu ohne Fantasy-Elemente
(nur ab und an einen zutreffende „Vision“) auskommt. Ich bin mir aber nicht sicher,
ob es der jungen Detektivin nicht einfach nur so erzählt wurde und sie es
einfach nicht anders weiß…
Poppys Leben verändert sich schlagartig,
als sie auf die Saint Smithen’s Schule kommt. Dort wird sie mit dem Alltag
normaler Jugendlicher konfrontiert, was für sie völlig absurd ist. Sie findet
jedoch auch schnell Freunde – Außenseiter wie sie – die sie über das Heimweh
hinwegtrösten. Und schnell ist auch genug zu tun: Eine ägyptische Ausstellung
macht Halt in der Schule und das Herzstück ist der sagenhafte rote Rubin, auf
dem scheinbar ein Fluch lastet. Und da passieren dann auch schon die
mysteriösesten Unfälle und Poppy und ihre Freunde forschen nach, ganz wie in
ihren geliebten Krimis.

Die Spannung steigt kontinuierlich und
durch den lockeren Erzählstil von Laura Wood wird man durch die Seiten
getragen. Falsche Fährten laden zum Miträtseln ein und mit einem schon beinahe
dramatischen Endspurt für die Zielgruppe ab 9 endet Poppys erstes Abenteuer an
der Saint Smithen’s absolut zufriedenstellend.
„Poppy Pym und der gestohlene Rubin“ ist
ein toller Auftakt für junge Krimi-Fans. Freundschaft und Alltagsprobleme sind
ebenso integriert wie falsche Fährten und Mutmaßungen. 4 Spielsachen für Poppy
Pyms ersten Fall.

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4 KOMMENTARE

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