☺ Die Wunschbox – Das Geheimnis des Professors (Martyn Ford) [Rezension]

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 Eine zufällige Begegnung im Hotel seiner
Zieheltern macht Tim neugierig auf die Forschung von Professor Eisenstein und
Tim „testet“ aus lauter Neugierde das seltsame Gerät, das der Professor so
sorgsam beschützt.

Ein Test mit Folgen: Denn Tim ist der
erste, der zu Professor Eisensteins Theorie praktische Ergebnisse liefert. Er
hat die „Wunschbox“ erfolgreich ausprobiert.
Doch ein Gerät, das einfach alles
erschaffen kann, was man sich ausdenkt, zieht besondere Aufmerksamkeit auf den
Erfinder.
Als Professor Eisenstein plötzlich
verschwindet, macht sich Tim mit seinem erdachten und aus der Wunschbox
„gezauberten“ sprechenden Zwergseidenäffchen und der Enkelin des Professors auf
die nicht ungefährliche Suche.

 Das wirklich niedliche Cover lässt im
ersten Moment auf eine lockere und leichte Geschichte für eine jüngere
Zielgruppe schließen. Dass die Altersempfehlung ab 10 aber durchaus berechtigt
ist, erkennt man im Laufe der Geschichte.

Die Einführung von Protagonist Tim
gelang dem Autor sehr gut. Tim wohnt bei Pflegeeltern, distanziert sich von
allen, um ja keine Beziehung aufzubauen. Das ist mit ein Grund, warum er die
„Zusammenarbeit“ mit dem Professor so schätzt, der in ihm etwas Besonderes
sieht.
Nach dem Verschwinden von Professor
Eisenstein entwickelt sich das Buch zu dem erwarteten Kinderkrimi, stets darauf
bedacht, zu begründen, warum hier Kinder „ermitteln“ und nicht die Polizei
eingreift. Die Bedrohung steigt konstant an, aber auch im Verborgenen tut sich
einiges.
Die Wunschbox produziert alles, was man
sich erdenkt. Nur was passiert, wenn die dominanten Gedanken unvorstellbare
Ängste sind, wahre Albträume? Auch wenn es gemäß Professor und der
wissenschaftlich/technische Seite des Buches unmöglich scheint (der technische
Teil ist nur nebenbei erwähnt und eigentlich nur als Begründung für die
Grundidee notwendig)?
Der Schreibstil ist einfach gehalten
(abgesehen von den kurzen wissenschaftlichen Erklärungen) und die Dialoge sind
durchaus humorvoll (ein sprechendes Äffchen hat so einiges drauf!).
Die Charaktere sind authentisch, wenn
auch ein klein wenig klischeehaft (der Professor), die Entwicklung insbesondere
von Protagonist Tim ist deutlich spürbar.
Gegen Ende des Buches wird aus dem
lockeren Kinderkrimi jene ab-10-Jahre-Geschichte, die teils erschreckend
gruselig ist, ehe der Autor das Buch alterstypisch gut ausklingen lässt.

„Die Wunschbox – Das Geheimnis des
Professors“
ist ein Kinderkrimi mit einer besonderen Grundidee und einer Tiefgründigkeit
über Ängste und Sorgen, die man von dem sehr jungen Cover nicht erwartet. Uns
hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es gegen Ende hin für Zartbesaitete
eine Spur zu gruselig sein könnte. Knappe 5 Spielsachen für Tim und die
Wunschbox.

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