♂ Das Nimbusmädchen – Seelenliebe 1 (Emily Thomsen) [Rezension]

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„Mein Herz schlug heftiger. Ich starrte
in die Finsternis, konnte den Blick nicht von dem dunklen Schemen lösen, der
sich zwischen den Zweigen hindurch langsam auf mich zu bewegte.“
(Pos.271, 6%)
„Als ich die Augen öffnete, umgab mich
Nacht. Was mich geweckt hatte, wusste ich nicht mehr. Zu schnell entglitt mir
alles.“
(Pos.1204, 28%)
Der Imperator Tyrzon strebt nach immer
größerer Macht und unterwirft einen Planeten nach dem anderen. Auch den Scions
ist es nicht gelungen, sich gegen den Imperator zur Wehr zu setzen. Sie müssen
Tyrzon nun dienen.
Der junge Scion Galad hat eine besondere
Gabe. Deshalb hat Tyrzon ihn ausgewählt, in seinem Auftrag Hüterinnen zu töten.
Galad kann sich nicht dagegen wehren. Verweigert er dem Imperator den Gehorsam,
muss seine Familie leiden. Tyrzon schreckt vor keinem Druckmittel zurück.
Sein nächster Auftrag – er soll die
Hüterin Naemi ermorden – führt Galad auf die Erde. Der Planet leidet unter den
Folgen eines großen Vulkanausbruchs vor 90 Jahren. Eine neue Eiszeit ist
ausgebrochen.

Naemi weiß nichts von
ihren verborgenen Eigenschaften. Gerade erst hat sie ihre Mutter verloren, nun
lebt sie allein mit ihrer Oma in der Kuppelstadt Konstanz. Galad lauert Naemi
auf und kann sie überwältigen. Doch sie zu töten ist er nicht in Lage. Denn plötzlich
bildet sich in ihm eine Erkenntnis, die sein Handeln neu definiert. Sie müssen
vorsichtig sein und geschickt vorgehen. Vieles steht auf dem Spiel. Nicht nur
das Leben Naemis ist in Gefahr, die gesamte Menschheit steht kurz vor ihrem
Untergang.

„Das Nimbusmädchen“ ist vor nicht allzu
langer Zeit bei mir eingezogen. Ich hatte schon sehr viel Gutes über das Buch
gelesen und gehört, das mich alles sehr neugierig auf die Geschichte gemacht
hat. Nun war der Zeitpunkt gekommen, das Buch zur Hand zu nehmen.
Ich muss gestehen, dass ich anfangs
etwas skeptisch war, ob „Das Nimbusmädchen“ wirklich eine Geschichte für mich
sein wird. Aber ich war viel zu gespannt auf diese Geschichte, als dass ich sie
nicht lesen würde.
Nachdem ich im Prolog die Situation im
Großen und Ganzen kennengelernt hatte konnte Emily Thomsen anschließend auf den
ersten Kapitelseiten bereits mit der dystopischen Grundbasis ihres Weltentwurfs
punkten. Die Idee, dass ein Supervulkan die Erde in eine neue Eiszeit stürzt
ist zwar nicht neu, die Umsetzung dieser Idee ist der Autorin jedoch phänomenal
gelungen.
Neben den dystopischen Ansätzen erlebte
ich in der Geschichte auch noch Elemente aus dem Fantasy-Bereich bis hin zu
Sci-Fi-Welten. Dieser Genremix gibt der Geschichte das gewisse Etwas, Emily
Thomsen konnte mich damit mehr und mehr für ihre Geschichte einnehmen.
Die Autorin hat mich mehr oder weniger
direkt in ihre Geschichte hineingeworfen. Recht schnell traf ich auf Naemi,
lernte ihr Umfeld kennen. Die Situation, in der sich Naemi befindet, ließ meine
Sympathiekurve für sie gleich heftig in die Höhe steigen. Gerade erst war ihre
Mutter gestorben, Freunde hat sie kaum und nun ist auch noch ein Killer hinter
ihr her. Dies alles hat Emily Thomson sehr clever inszeniert, so dass man gar
nicht anders kann als Partei für Naemi zu ergreifen.
Klasse gefallen hat mir außerdem, dass
Naemi von Beginn an kein perfekter Charakter war. Gerade ihre Ecken und Kanten
bis hin zu kleinen naiven Anflügen machen sie in meinen Augen absolut
liebenswert. Sie kämpft sich durchs Leben, nimmt Herausforderungen an und
wächst im Laufe der Geschichte förmlich an ihren Aufgaben. Anfangs fällt es ihr
schwer ihr Los und ihre Bestimmung zu akzeptieren. Doch ich erlebte hier eine
junge Frau, die zunehmend an Stärke gewinnt und sich ihrem Schicksal stellt.
Galad wurde ebenfalls hervorragend
getroffen. Ich verstand, weshalb er genau so handeln musste, wie ich ihn
erlebte, fühlte den Druck, unter dem er stand. Dies alles kann sein bisheriges
Handeln zwar nicht entschuldigen, dennoch hatte er letztendlich keine andere
Wahl. Bis zu diesem Zeitpunkt, als er auf sie, auf Naemi, trifft. Denn nun
ändert sich alles. Er bringt den entsprechenden Mut und die Kampfbereitschaft
mit, um seine Fesseln zu sprengen. Die Verbindung zu Naemi ist stark, Galad
kann sich gegen seine Gefühle nicht wehren, selbst wenn er es wollte. Und auch
Naemi scheint etwas zu spüren.
Emily Thomsen präsentierte mir ihre
Geschichte aus der ich-erzählenden Sicht Naemis in Vergangenheitsform. Daneben
erlebte ich die Handlung immer wieder aus Sicht von Galad in dritter Person und
Vergangenheit. Geschickt wechseln die Perspektiven immer wieder, so dass mein
Blickwinkel abgerundet und vervollständigt wurde. Eine wirklich perfekte
Leistung.
Kleine Fehler, die sich ab und an in die
Geschichte geschlichen haben, konnten meinen Lesefluss nicht eindämmen. Bei
einer Geschichte, die mich dermaßen fesseln kann, dass ich nahezu in einem
Rauschzustand versinke, kann ich darüber hinwegsehen.
Emily Thomson hat es geschafft, von
Beginn bis zum Ende ihrer Geschichte eine Spannung zu erzeugen, die es wirklich
schwer macht, das Buch zur Seite zu legen. Die Autorin hat Elemente aus
Dystopie, Fantasy und Sci-Fi wundervoll miteinander verknüpft und daraus eine
absolut lesenswerte Geschichte gestrickt.

Zum Ende hin steigert
Emily Thomsen nochmals das Tempo der Geschichte, bevor diese dann in einem
schönen Showdown endet. Das Ende wiederum macht sehr, sehr neugierig auf die
weitere Handlung im Fortsetzungsband, auf den ich nun sehnsüchtig warten muss.

Das Nimbusmädchen“ fasziniert mit einer
Mischung aus Dystopie, Fantasy und Sci-Fi, entwickelt dabei einen Lesesog, dem
man unmöglich entkommen kann. Meine Lesestunden im dystopischen deutschen
Konstanz belohne ich deshalb mit klaren 5 Büchern.
Für alle, die sich übermächtigen
Bedrohungen stellen können, vergangene Taten ruhen lassen und von fortlaufenden
Rückschlägen unbeeindruckt bleiben.
1. Das Nimbusmädchen – Seelenliebe 1
2. Das Nimbusmädchen – Seelenliebe 2
(Erscheinungstermin Mai/Juni 2016)

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18 KOMMENTARE

  1. Ich weiß, das passt jetzt nicht unter die Rezi, aber ich möchte Euch trotzdem gern an dieser Stelle ein wundervolles Weihnachtsfest wünschen! Genießt die Feiertage im Familienkreis, habt ein paar ruhige Stunden und kommt dann gut ins neue, bestimmt wieder aufregende Jahr!

    Liebe Grüße
    Mona

    • Hallo Mona,

      trotz der ungewöhnlichen Stelle finden wir das voll süß. Wir wünschen gleichfalls ein richtig schönes Weihnachtsfest und einen supergenialen Start ins neue Jahr 🙂

      Ganz liebe Grüße

      Steffi und Kay

  2. Halli hallo

    Ich habe es mir als EBook runtergeladen nachdem du schon zu Anfangs so begeistert warst 😉

    Bis jetzt bin ich noch nicht so weit gekommen liegt aber nicht am Buch sondern wohl eher daran dass ich den Tolino immer sehr vernachlässige…

    Ich muss sagen dass ich im Moment noch etwas verwirrt bin und mich die vielen kurzen knappen Sätze doch irritieren.

    Mal gucken…

    Liebe Grüsse
    Bea

    • Hallo Bea,

      ich hoffe, das wird bei dir noch. Hatte vorher ein Buch angefangen, in dem es vor kurzen Sätzen nur so gewimmelt hat und es aus meiner Sicht überhand nahm. Das ist mir hier dann wohl nicht so extrem aufgefallen…Mal sehen, ob es dich noch überzeugen kann 🙂

      Liebe Grüße

      Kay

  3. Hallo ihr Zwei,
    ich habe bis eben noch gar nichts von dem Buch gehört, aber diese Rezension hat mich richtig neugierig gemacht. Ich quäle mich gerade durch Zodiac, wo mir der Weltentwurf zwar im Ansatz richtig gut gefällt, aber die Umsetzung passt mir leider so gar nicht.

    Das Nimbusmädchen wandert jetzt erstmal auf meine Wunschliste.

    Liebe Grüße,
    Yvonne (Yvonnes Bücherecke)

    • Hallo Yvonne,

      dankeschön für das Lob 🙂 Bei mir kam die Geschichte absolut zum richtigen Zeitpunkt. Ich hoffe, dass du beim Lesen dann auch so viel Spaß hast wie ich 🙂

      Liebe Grüße

      Kay

  4. Servus ihr Lieben!

    Hach, schöne Rezi, danke dafür. Ich bin auf das Buch eigentlich nur aufmerksam geworden, ja ich gebe es zu, wegen dem Cover. In den letzten Monaten habe ich aber gemerkt, dass mir Dystopien oder dystopisch angehauchte Bücher immer mehr gefallen, davor war ich immer steif und fest der Meinung Fantasy und nichts als Fantasy ist meins! So kann man sich täuschen, das Nimbus Mädchen wandert auf meine WuLi 🙂

    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Liebe Kerstin,

      ja, man muss eben wirklich mal andere Dinge probieren um zu wissen, ob es einem gefällt. Ich teste auch ganz gern mal in anderen Genres und war überrascht, wie gut ich so manche Geschichte fand…Das ist das Schöne am Lesen 🙂

      Liebe Grüße

      Kay

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