♀ Das Vermächtnis des Flammenmädchens (Samantha Young) [Rezension]

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Ari musste Abschied von vielen Menschen
nehmen, die sie gemocht hat und dennoch ist sie jetzt da, wo sie sein will: an
der Seite von Jai.
Während sie in ihren Träumen von
Asmodeus verfolgt wird, zieht sich die Schlinge um ihren ehemals besten Freund
Charlie immer enger: Er ist zum Töten freigegeben.

Es wird Zeit, den Gefallen von Dschinn-Sultan
Azazil einzufordern und all das, was sie durch ihre Anwesenheit im Leben so
vieler Menschen angerichtet hat, wiedergutzumachen.
Doch die Konsequenzen waren nicht abzusehen und Lilif wird wieder zum Leben
erweckt.
Ich mochte Samantha Youngs Dschinn-Reihe
bisher ausgesprochen gern, daher musste ich natürlich auch zum finalen vierten
Band greifen.
Der Einstieg verwirrte mich für einen
Moment, weil ich die Szene, die sich da zwischen Azazil und Ari abspielte,
nicht zuordnen konnte. Später erklärte sich dies dann (es war eine Szene aus
dem späteren Verlauf des Buches).
Gleich danach wurde ich mit kleinen
Rückblicken wieder ins aktuelle Geschehen rund um Ari und Jai gebracht. Die
beiden scheinen nun ein vermeintlich gutes Leben zu haben, sie wohnen zusammen,
doch Jai verhält sich wahnsinnig distanziert, was Ari zur Weißglut treibt.
Neben dieser Phase, die mich zeitweise nur den Kopf schütteln ließ, bahnte sich
jedoch etwas an, das Ari so nicht hinnehmen kann: Charlie soll getötet werden.
Aris Helfersyndrom schlägt erneut zu,
doch die Gilde kommt ihr auf die Schliche und führt Charlie ab.
Ari sieht nur eine Möglichkeit: Sie
bittet Azazil, den Vater der Dschinn-Könige darum, Aris Berührungspunkte mit
den Menschen aus deren Gedächtnis zu löschen und die Konsequenzen ungeschehen
zu machen.
Charlies Bruder lebt, Charlie ist wieder „der Alte“, Aris Zieh-Vater lebt
ebenfalls. Und doch hat Ari damit das vermeintliche Ende der Welt
heraufbeschworen: denn Lilif kehrt zurück und bezwingt mithilfe des Siegel des
Salomons etliche Dschinns und andere Gestalten, um endlich ihre Vision des
„Später“ zu verwirklichen.
Dieser finale Band des Flammenmädchens
baut konsequent auf die von Samantha Young erschaffene Welt auf. Die Spannung
ist abgesehen von dem Teenie-Geplänkel durchweg vorhanden, es gibt
unvorhergesehene Wendungen und Bündnisse. Das Buch ist in mehrere Teile
untergliedert, die jeweils ihren eigenen Spannungsbogen und Höhepunkt haben,
was ich durchaus zu schätzen wusste. Denn eine Bedrohung jagt die nächste –
bzw. aus einer Lösung folgt das nächste Problem, ehe alles auf den letzten
finalen Kampf zusteuert.
Durch die verschiedenen Blickwinkel des
personalen Erzählers gewinnt der Leser Einblick in verschiedene
Handlungsstränge, ist den Charakteren jedoch niemals voraus, was die Spannung
konsequent aufrechterhält.
Neben Ari und Jai gibt es ein weiteres
Paar, das für die Prise Romantik im Buch sorgt, die viele Leser vermutlich
nicht missen wollen. Ebenfalls das zufriedenstellende Ende.

Im Anschluss an die Geschichte gibt es
dann noch Bonus-Häppchen. Bereits bekannte Szenen aus der Reihe gibt es aus dem
Blickwinkel von Jai und auch eine weitere Begegnung bekommt ihren großen
Auftritt. Insbesondere die Bonusszenen von Jai habe ich sehr gemocht, werfen
sie doch ein ganz anderes Licht auf den anfangs so unterkühlt wirkenden Jai.
Ihr solltet sie also auf jeden Fall lesen.
„Das Vermächtnis des Flammenmädchens“
ist ein gelungener Abschluss der Reihe rund um Protagonistin Ari und die
Dschinn-Könige. Spannung, Romantik und Action wechseln sich ab und trösten über
das zeitweise „Teenie-Drama“ zwischen Ari und Jai hinweg. 4 Bücher für den
finalen Kampf in der Welt der Dschinn.
1. Flammenmädchen (Rezension)
2. Das Erbe des Flammenmädchens
(Rezension)
3. Die Entscheidung des Flammenmädchens (Rezension)
4. Das Vermächtnis des Flammenmädchens

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6 KOMMENTARE

  1. Guten Morgen =)

    Ach je, was hatte ich an den Vorgängerbänden nicht alles zu mäkeln. So richtig zufriedenstellen konnte mich die Autorin bisher nicht. UND DANN bringt sie so ein Finale! Ich muss ehrlich zugeben, dass ich noch viel begeisterter war als du. Mir haben die Wendungen gefallen, die Unvorhersehbarkeit, das Wiedersehen mit alten Bekannten, von denen man nicht gedacht hätte, sie je wieder zu sehen. Dann dieser kleine Drecksack Asmodeus (ich steh ja auf Bösewichte) und Azazil und die Dschinns an sich. Die Machtstrukturen hab ich bis heute nicht verstanden, aber das macht auch nix.
    Hm… ich tendiere zu 5 Sternen =)

    LG
    Anja

    • Vollkommen zufrieden war ich auch nie, aber insgesamt fühlte ich mich immer top unterhalten.
      Hier hat mich der Anfang und Aris Gezicke irgendwie so gestört, dass es wirklich während dem Rest des Buches präsent war. Manchmal "verliest" sich eine solche Anfangsstimmung ja wieder, aber bei ihr nicht 🙁

      Freut mich aber, dass du so begeistert warst. Und Asmodeus – boah, der geht gar nicht (aber das gefiel mir auch 😉 ). Hast du die Bonusszenen gelesen? Hach, Jais Perspektive fand ich schön <3

      Liebe Grüße

      Steffi

  2. Huhu,

    den ersten Teil habe ich ja schon verschlungen und ich sollte mich wohl langsam echt mal an Band 2 machen. Aber schauen wir mal, bin auf alle Fälle sehr gespannt 😉

    Liebe Grüße,
    Ruby

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