♀ Salz & Stein (Victoria Scott) [Rezension]

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Das Brimstone Bleed geht weiter. Nach
einer kurzen Erholungsphase werden die Kandidaten aufs Meer geführt. Neue
Herausforderungen warten und neue Verluste sind zu verzeichnen.

Mittendrin Tella, die sich beweisen und
gegenüber Guy und den anderen behaupten muss. Dabei darf sie ihr Ziel nie aus
den Augen verlieren: Ihren Bruder Cody zu retten.
Der rasante Auftakt zum „Brimstone
Bleed“, dem Weltenentwurf mit den Pandoras und der überzogenen
„Racheaktion“ des Verantwortlichen des großen Rennens konnte mich gut
unterhalten und ich war gespannt, mit was Victoria Scott im vermeintlichen
Abschluss der Reihe noch aufwarten kann. Vermeintlicher Abschluss, weil ein
wirkliches Ende mit diesem zweiten Teil leider nicht erreicht ist.
Erneut erzählt Protagonistin Tella in
Ich-Form
/Gegenwart vom Rennen um das Leben eines geliebten Verwandten.
Während der Ruhe vor dem Sturm, dem
Aufenthalt im Camp, ehe es zur nächsten Challenge geht, hat sie viel Zeit zum
Nachdenken. Insbesondere merkt sie, dass sie seit ihrem ersten Treffen mit Guy
alles tut, was er sagt und ihm blind folgt. Daher ist es nicht verwunderlich,
dass er sie nicht wirklich für voll nimmt und müde lächelnd auf sie
herabblickt, anstatt ihr Vertrauen zu schenken und sie zu ermutigen,
Entscheidungen zu treffen. Doch daran soll sich laut Tella etwas ändern.
Insbesondere das „Er vertraut mir
nicht und behandelt mich wie ein kleines Kind“ nahm mir anfangs etwas Spaß
an der Geschichte. Tella trifft durch diese innere Herausforderung dann noch
falsche Entscheidungen und mir kam es später so vor, als hätte ich ein kleines
Kind vor mir, das den anderen (Guy) die Zunge rausstreckt und ruft „Ätsch,
ich hatte Recht“. Dieser Wesenszug und die damit einhergehenden Gedanken
lenkten mich zeitweise stark vom eigentlichen Geschehen ab: dem Brimstone
Bleed.
Victoria Scott hat ihre Idee gut
weiterentwickelt, schafft es mit von den Spielleitern zusammengewürfelten
Teams, dass sich gegenseitig noch mehr aufgehetzt wird und legt so den
Kandidaten auch immer weitere Steine in den Weg, die mehr als einmal zum Tod
führen. Neue Kandidaten und Pandoras werden eingeführt und nie kann man sich
sicher sein, ob sie gut oder böse sind.
Durch die Gegenwartsperspektive fühlt
man sich etwas durch die Seiten gehetzt, aber es schafft auch eine Atmosphäre
des Unerwartbaren, man kann sich nie sicher sein, wie es weitergeht. So kämpfte
ich an der Seite von Tella und ihren Pandoras gegen den Verlust der
Menschlichkeit, gegen den Sieg des Egoismus. Ich reiste vom Meer zu den Bergen
und wartete gespannt, was passieren würde, sollte das Brimstone Bleed vorbei
sein.

Allein diese Frage sorgte dafür, mich an
den Seiten zu halten. Die etlichen kurzen Kapitel, die sehr oft mit einem
Cliffhanger endeten machten es zusätzlich nahezu unmöglich, das Buch zur Seite
zu legen. Ich steuerte auf den großen Showdown und den Abschluss der Dilogie zu
– der jedoch nicht kam. „Salz & Stein“ endete zu offen, um
behaupten zu können, dass es sich um einen Reihenabschluss handelt (wie in der
Vita der Autorin in der Innenklappe ausdrücklich gesagt wird). Es wirkt mehr
wie der „Etappensieg“ am Ende von Teil 1. Aber wie im Netz gemunkelt wird, soll
es evtl. weitergehen. Ich für meinen Teil hoffe es – denn ansonsten ließe mich
Victoria Scott etwas unbefriedigt zurück.
Auch mit „Salz & Stein“
erlebte ich ein rasantes, actionreiches und teils tödliches Abenteuer während
des Brimstone Bleed. Lediglich die anfängliche Unsicherheit Tellas und das doch
sehr offene Ende (für einen vermeintlichen Reihenabschluss) schmälerten meinen
Lesegenuss. Es bleibt nur zu hoffen, dass Victoria Scott alles noch zu einem
runden Ende bringt. Bis dahin vergebe ich knappe 4 Bücher.
1. Feuer & Flut (Rezension)
2. Salz & Stein

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2 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    Ich habe es gestern Abend augelesen. Hab irgendwie voll lange dafür gebraucht, es gab leider schon paar Sachen, die mich gestört haben.dennoch habe ich auch noch 4 Sterne gegeben. Irgendwie ging es nicht so richtig voran und die Geschehnisse kamen mir so konstruiert vor, gar nicht so, dass es sich fließend von selbst entwickelt.
    Der letzte Weg zum Ende war eigentlich sehr gut, nur das Ende selber dann so "un-besonders" .. und eben leider auch offen. Also da fehlt eindeutig noch ein Buch.
    LG, Anja

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