♀ Endgame – die Hoffnung (James Frey) [Rezension]

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Endgame geht weiter. Sarah hat bei
Stonehenge die nächste Stufe eingeläutet, die die Menschheit dem Ende
näherbringt.
Gemeinsam mit Jago Tlaloc behütet sie
den Erdschlüssel und versucht, dem Geheimnis des Himmelsschlüssels
näherzukommen. Doch dann werden sie in ihrem Unterschlupf überfallen und müssen
sich neue Wege suchen, gegen die anderen Spieler zu bestehen.
Denn Endgame geht weiter. Bis zum
bitteren Ende.

Und seit geheime Informationen über
einen nahenden Asteroiden an die Öffentlichkeit gelangt sind, weiß die
Menschheit Bescheid. Und einer der Spieler nutzt dieses Wissen für sich.
Nachdem ich beim Lesen von Band 1
irgendwann aufgegeben hatte, den Rätseln und Codes zu folgen, konnte mich
„Endgame“ immer mehr überzeugen. So habe ich bei „Endgame – Die
Hoffnung“ das Rätsel und den Goldgewinn völlig außer Acht gelassen und
mich in die Geschichte der Spieler gestürzt. Nach wie vor war „meine“
Sarah Alopay meine Favoritin und ich habe mich gefreut, viel Zeit an ihrer
Seite zu verbringen.
„Die Hoffnung“ setzt direkt
nach den Geschehnissen in Band 1 an. James Frey verzichtet größtenteils auf
Erinnerungsstützen, weshalb es mir (allein bei den vielen vielen Charakteren)
anfangs schwer fiel, wieder in die Geschichte zu finden. Mit steigender Seitenzahl
jedoch war es kein Problem mehr und rückblickend hätte ich sogar gesagt, es war
leicht.
Der Autor hat „Endgame“ nun
den wirklichen Stempel „Endzeit“ aufgesetzt, denn auch für die
Menschen außerhalb der zwölf Geschlechter wird die Bedrohung real. Die Nachrichten
stürzen sich auf Informationen rund um die mysteriösen Zwischenfälle in
Stonehenge und über den bis vor kurzem unentdeckten Asteroiden, der die Hälfte
der Menschheit auslöschen könnte.
Diese Stimmung hat James Frey wirklich
gut festgehalten und ich hatte ein ums andere Mal eine Gänsehaut.
Neben der Suche nach dem
Himmelsschlüssel, von dem der Leser und auch nach und nach immer mehr Spieler
wissen, wo er zu finden ist, gibt es noch einen weiteren eingeflochtenen
Handlungsstrang. Der Spieler Hilal ibn Isa al-Salt hat bereits im ersten Band
versucht, Endgame aufzuhalten. Sein Geschlecht beherbergt ein Wissen, das mich
durchaus überraschen konnte und erneut wunderbar in die (uns bekannte)
Menschheitsgeschichte eingeflochten ist.
Ich gehe davon aus, dass wir von diesem
Handlungsstrang auch im finalen Band noch einiges lesen werden.
Trotz der Vielzahl an Charakteren, die
immer noch an Endgame teilnimmt, überforderte mich James Frey dieses Mal nicht,
da sich Allianzen gebildet haben und die Personen immer präsenter wurden.
Dennoch war die Anzahl an Namen schwer zu überblicken.
Die Spieler teilen sich nun in mehrere
Lager, was sofort Sympathien oder Antipathien bildete, auch wenn niemand von
ihnen wirklich die Freundlichkeit in Person ist. Sie alle kämpfen, haben ihre
dunkle Seite, aber manche von ihnen bestehen nur aus dieser und ich konnte nur
den Kopf schütteln, wie kühl der Autor diese Figuren rübergebracht hat.
Die Action- und Kampfszenen gehören zu
Endgame und die schlichte Brutalität sorgt dafür, dass es dem Leser kalt den
Rücken hinabläuft. Hier empfehle ich wirklich, sich an die Altersempfehlung ab
16 zu halten. Wer Romantik und Liebe erwartet, ist trotz der Verbindung mancher
Charaktere fehl am Platz. Denn für solche Gefühle gibt es bei Endgame nicht so
wirklich Zeit.
Spannung ist durchweg vorhanden.
Aufgrund der vielen Handlungsstränge beendet James Frey seine Kapitel mehrmals
mit Cliffhangern und wechselt den Fokus des auktorialen Erzählers auf andere
Figuren. Trotz Spannung und Action schleichen sich dennoch Längen ein, die
vermutlich dem Rätsel und der Verwirrung der Ratenden geschuldet sind und die
ich so nicht ignorieren kann. Wer miträtselt, könnte das anders empfinden.

„Endgame – Die Hoffnung“ endet
wie erwartet – nun bin ich ganz gespannt auf das Finale.
James Frey hat mit „Endgame – Die
Hoffnung“
eine gelungene Fortsetzung geschaffen, die es mir nicht mehr
ganz so schwer gemacht hat, den zahlreichen Handlungssträngen und Charakteren
zu folgen. Endzeitstimmung, neue Enthüllungen und Bündnisse hielten mich stets
bei der Stange und halfen mir, über längere vermeintlich ereignislose Passagen
(die vielleicht für das Rätsel wichtig sind, das ich ignoriert habe),
hinwegzuhelfen. 4 Bücher für „Endgame – Die Hoffnung“.
1. Endgame (Rezension)
2. Endgame – Die Hoffnung
3. ?

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8 KOMMENTARE

  1. Puh… ich muss ja ehrlich sein. Den ersten fand ich jetzt nicht sooo mega prickelnd. Ich habe auch keine Rätsel gelöst etc. – dennoch wollte ich den zweiten lesen, man ist da ja doch so ein Suchtie und ich mag es nicht, reihen nicht fertig zu lesen 😀 die rezension macht doch wieder etwad neugierig…mal sehen, was der Weihnachtsmann so bringt 😛 😉 Liebe Grüße
    #Clockwork

    • Die Rätsel habe ich auch aufgegeben. Das hat mich zu sehr abgelenkt :-/
      Ich kann es verstehen, wenn man es nicht so gut fand – es ist schon sehr speziell.

      Ganz liebe Grüße und du bist im Lostopf

      Steffi

  2. Tolle Rezension! Ich fand den ersten Band total toll, auch wenn er vielen nicht gefallen hat. Aber irgendwie konnte mich der Schreibstil des Autors wahnsinnig fesseln. Der zweite Band liegt schon hier und wartet darauf, gelesen zu werden 😁 Bin schon gespannt und nach dieser Rezension erst recht… Vor allem auf die besagten Allianzen 😁 Danke für die tolle Rezi.

    Ich muss ehrlich viel öfter hier was kommentieren, aber ihr habt schon mal eine tolle Anregung gegeben! #clockwork

    • Genau so ging es mir auch. Der Schreibstil war fesselnd, "atemberaubend" und es las sich trotz der enorm vielen Seiten richtig gut weg.

      Ich hoffe, Band 2 gefällt dir genauso.

      Ganz liebe Grüße und du bist im Lostopf!

      Steffi

  3. Als ich gelesen habe, dass Du das Rätseln auch aufgegeben hast, war ich ziemlich erleichtert. – Bin ich doch nicht die einzige, der das Rätsel viel zu schwer war (obwohl meine beste Freundin und ich es eigentlich lösen wollten…Träumen darf man ja.) und die es etwas ablenkend fand ☺
    Ich bin ja mal gespannt auf Teil zwei. Teil eins fand ich ja bereits ganz gut, aber ich fand ihn völlig verwirrend, mit den ganzen Handlungssträngen und den vielen verschiedenen Figuren. Da Du ja aber schreibst, dass das besser wird, bin ich guter Dinge, dass mir Endgame – Die Hoffnung einen Ticken besser gefällt, als der vorige Teil.

    Liebe Grüße,
    Daria von theamazingbookblog #clockwork

    • Wir wollten es auch lösen, haben damals sogar eine Whatsapp-Gruppe gemacht. Aber Hallo? Hast du gesehen, WER es gelöst hat? Ein ASTROPHYSIKER >.<

      Die Handlungsstränge werden weniger, das fand ich sehr erleichternd und ich hoffe, dass dich Band 2 mehr überzeugen kann 🙂

      Ganz liebe Grüße und du bist im Lostopf!

      Steffi

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