♀ Das Herz der Harpyie (Rebekka Pax) [Rezension]

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Schon seit längerem träumt Milena, dass
sie durch die Gegend fliegt wie ein Vogel. Doch nicht nur das: Sie beobachtet,
wie jemand stirbt und trägt das Seelenlicht dann in die Unterwelt, wieder und
wieder.

Bis sie dem kommenden Tod von John beiwohnt. Sie will ihn nicht sterben lassen,
nimmt daher nicht sein Licht hinfort, sondern das seines Widersachers. Und
schnell ist klar, dass es nicht nur Träume waren und Milena sich die Rache der
Göttin zugezogen hat.
John hat diese Begabung: Er kann Gräber,
Tote, sehen. Natürlich erzählt er niemandem davon, um nicht für verrückt
gehalten zu werden. All das macht erst einen Sinn, als er von einer uralten
Wette unter Göttern erfährt.
Durch das Cover neugierig gemacht, habe
ich mich – ohne noch einmal den Klappentext zu lesen – in die Geschichte
gestürzt.
Dass „Das Herz der Harpyie“ einen
mythologischen Hintergrund hat, war klar. Wie weit dieser gehen würde, hingegen
nicht. Nachdem die Protagonistin Milena in „das Schicksal“ eingegriffen und
John das Leben gerettet hat, befindet sie sich plötzlich der Göttin Aeollo
gegenüber, die ihr ein Ultimatum stellt: Sie muss ihren Fehler wiedergutmachen
und John töten oder „ihrer Liebe“ wird etwas geschehen. Als Milenas Ex-Freund,
den sie noch immer liebt, danach im Koma liegt, ist klar, was Milena tun muss.
Doch die Begegnung mit John ist ganz anders, als erwartet. Denn auch seine
Schicksalsfäden liegen in göttlicher Hand.
Die Idee von „Das Herz der Harpyie“ fand
ich wirklich gelungen. Die aus zwei Perspektiven (Milena und John) erzählten
Handlungsstränge steuern unwillkürlich aufeinander zu und als Leser ist man
jederzeit gespannt, wie es weitergehen wird.

Rebekka Pax‘ Schreibstil war leicht zu lesen, fühlte sich jedoch „älter“ an als
die meisten Bücher der ab-14-Kategorie. Die Autorin führte mich durch die
Geschichte und ließ mich mit den Charakteren mitzittern, wenngleich sich
klitzekleine Längen einschlichen, wenn Milena zu viel nachdachte und hin und
her überlegte. Darüber konnte ich jedoch locker hinwegsehen, denn die Spannung
steigerte sich mit jedem Kapitel. Vor allem, da sich die Beziehung der beiden
Hauptcharaktere immer weiter entwickelt.

Die vielen göttlichen Bekanntschaften
und Rebekka Pax‘ Interpretation des Olymp fand ich sehr gelungen, wenngleich
mir – als Vielleser in Sachen Mythologie – die Erklärungen und Hintergründe zu
diesen – beinahe zu viel waren.

Gegen Ende rennt die Zeit gegen Milena
und John an und ein gelungener Showdown kitzelt jegliche Höhen und Tiefen aus
dem Plot heraus.

Das Ende ist zufriedenstellend, man könnte die Geschichte dennoch irgendwann
fortsetzen.

„Das Herz der Harpyie“ strotzt mehr vor
Göttern und Mythologie, als der Klappentext einem verrät. Ein Abenteuer mit
alten Fehden, göttlichen Begegnungen und neuen Aspekten, das mich absolut
unterhalten konnte. Die kleineren Längen und die für mich zu detaillierten
Erklärungen zu den (mir bekannten) Gottheiten, schmälerten meinen Lesespaß nur
minimal, sodass ich „Das Herz der Harpyie“ mit haarscharfen 5 Büchern belohne.

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3 KOMMENTARE

    • Unbedingt! Ich bin eigentlich auch eher drauf gestoßen, weil Rebekka auf der Leipziger Buchmesse gemeinsam mit uns beim Essen von Carlsen war. Und da sich die Geschichte zu gut angehört hat, MUSSTE ich es haben 🙂

      Wird dir sicher gefallen!

      Liebe Grüße

      Steffi

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